Posts mit dem Label [ #jugend ] werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label [ #jugend ] werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 5. März 2023

[ #kinder ] Oma hat Alzheimer, aber das macht nichts ..

 


Oma Gisela wohnt auch bei euch. Ihr findet, sie ist die beste Köchin auf der ganzen Welt. In letzter Zeit wird sie aber immer vergesslicher. Vor kurzem ist deshalb das Essen auf dem Herd angebrannt.

Ihr wisst jetzt, dass sie die Alzheimer-Krankheit hat.
Service. Dies ist nur der Hinweis auf einen Beitrag eines hier verlinkten Weblogs, einer Website oder eines Downloads. Mehr erfährt man, wenn man den untenstehenden Links folgt! Nütze auch den Link „[Google Search] ⇒ “. Er liefert allenfalls einen aktuelleren Link im Falle einer Verwaisung und/oder auch zusätzliche oder aktuellere Infos!

 

 [ #forumROMANum ] ⇒  

Donnerstag, 16. Juni 2022

[ #jugendkultur ] "Schlurfs"


[Free eBook] "Schlurfs" waren Arbeiterjugendliche, die zur Zeit der NS-Herrschaft in Wien ihren eigenen subkulturellen, an angloamerikanischer Mode orientierten, Stil entwickelten und gerne zu Swing tanzten. Sie gerieten dadurch in Gegensatz zur Hitlerjugend, lieferten sich mit dieser zuweilen harte Auseinandersetzungen und wurden verfolgt.

Schlurf. Was ein "Schlurf" ist, darüber klärt das "Wienerisch-Wörterbuch" noch ganz in der abwertenden Tradition der NS-Machthaber auf: "Halbstarker, modebetonter, arbeitsscheuer Typ. Sozial nicht ganz angepaßte, männliche Jugendliche."

Es fügt jedoch ergänzend hinzu: "Dieser Ausdruck wurde nach meiner Erinnerung nur im 2. Weltkrieg und unmittelbar danach für Burschen gebraucht, die als besonderes Merkmal und Demonstration gegen die kurzen Haarschnitte der Hitlerjugend auch noch lange Haare trugen, möglichst mit Brillantine glänzend gemacht. Den Begriff 'Halbstarke' gab es damals noch nicht und auch nicht Marlon Brando." [Eduard Meissl]

Bei dem vorliegenden Buch "Schlurfs" handelt es sich um die 1993 verfasste Diplomarbeit von Anton Tantner, die versucht, die Jugendsubkultur der "Schlurfs" in den Gesamtzusammenhang der europäischen Jazz-Subkulturen einzuordnen: Ähnlich wie die Hamburger "Swings" und "Swingheinies", die Pariser "Zazous", die Prager "potápki" und die Wiener bürgerlichen "Swings" entwickelten "Schlurfs" aus den Angeboten der Kulturindustrie ihren eigenen Stil, der im Widerspruch zum Nationalsozialismus stand.





[ #forumROMANum ] ⇒

Lohnt sich ein Download? Ein schneller Blick auf den Inhalt:
0. Vorbemerkungen 1
1. Verortungen der Arbeit 4
1.1. Welche Geschichte? 4
1.2. Theoretische Grundlagen der Jugendsubkulturforschung 9
1.3. Die Forschung zu "Jugendopposition" und "Jugendwiderstand"
im Nationalsozialismus 15
2. Oral History: Die Kluft zwischen Theorie und Praxis 27
3. Annäherungen 34
3.0. Rekonstruktion der bisherigen "Schlurfforschung" 34
3.1. "Schlurfs" als ordnungspolitisches "Problem" der Behörden 38
3.1.1. NS-Herrschaft und "Schlurfs" 38
3.1.2. Kontinuitäten der repressiven Praxis in der 2.Republik 67
3.2. "Schlurfs" und die internationale Jazzkultur 71
3.2.1. "Swings", "Tango-Boys" und "Swingheinis" im "Altreich" 73
3.2.2. Pariser "Zazous" 85
3.2.3. Prager "potápki" 88
3.2.4. Exkurs: Moskauer "Stiliagi" 90
3.2.5. Die Situation in Wien 93
3.2.5.1. Wiener "Swings" 93
3.2.5.2. "Schlurfs": Begriff, Stil und Freizeit im europäischen Kontext 94
3.3. Der "'Schlurf'-Diskurs" und das Ende einer Arbeiterkultur 100
4. Ansätze zur Beantwortung offener Fragen 106
4.1. Die Anfänge des Phänomens 106
4.2. Mädchen als Subkulturangehörige 106
4.3. "Schlurfs" in Niederösterreich 109
4.4. Die letzten Jahre 111
5. Fazit und Ausblick 114
6. Abkürzungen 116
7. Quellen- und Literaturverzeichnis 117
7.1. Unveröffentliche Quellen 117
7.1.1. Archivalien 117
7.1.2. Oral History-Dokumente 117
7.2. Veröffentlichte Quellen und Literatur 118
7.2.1. Gedruckte Quellen und Literatur 118
7.2.2. Zeitungsartikel 125
7.2.3. Rundfunk-Sendungen 125
7.3. Weiterführende Literatur 126

Freitag, 24. April 2020

[ #jugendkultur ] Musik-Castingshows


Musik-Castingshows erzielen seit Jahren zu den besten Sendezeiten regelmäßig hohe Einschaltquoten. 

Gerade bei Kindern und Jugendlichen sind sie sehr populär. Der tv.profiler gibt Lehrkräften Informationen an die Hand, das Phänomen Musik-Castingshow kritisch zu hinterfragen und die Produktionsbedingungen der verschiedenen Sendungen sowie die Bedeutung und Folgen für die Teilnehmer im Unterricht zu thematisieren. Ziel der vorliegenden Ausgabe ist es, die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen zu fördern und sich gemeinsam mit ihnen mit dem Thema Musik-Castingshows zu beschäftigen.
Service. Dies ist nur der Hinweis auf einen Beitrag eines hier verlinkten Weblogs, einer Website oder eines Downloads. Mehr erfährt man, wenn man den untenstehenden Links folgt! Nütze auch den Link „[Google Search] ⇒ “. Er liefert allenfalls einen aktuelleren Link im Falle einer Verwaisung und/oder auch zusätzliche oder aktuellere Infos!

 [ #forumROMANum ] ⇒ 

Mittwoch, 18. März 2020

[ #jugendarbeit ] Herausforderung Gewalt: Von körperlicher Aggression bis Cybermobbing


Vorfälle schwerer Gewalt an Schulen sind glücklicherweise sehr selten.

Doch Mobbing oder Beleidigung stehen in vielen Schulen auf der Tagesordnung. Gerade diese vermeintlich kleineren Vorfälle gilt es ernst zu nehmen, um möglichen Gewaltentwicklungen früh und effektiv vorzubeugen. Hier wächst den Schulen immer mehr die Aufgabe zu, neben der Vermittlung von Wissen auch den Erwerb persönlicher und gemeinschaftlicher Wertorientierungen zu fördern.
Service. Dies ist nur der Hinweis auf einen Beitrag eines hier verlinkten Weblogs, einer Website oder eines Downloads. Mehr erfährt man, wenn man den untenstehenden Links folgt! Nütze auch den Link „[Google Search] ⇒ “. Er liefert allenfalls einen aktuelleren Link im Falle einer Verwaisung und/oder auch zusätzliche oder aktuellere Infos!

 [ #forumROMANum ] ⇒ 

Montag, 28. Oktober 2019

[ #jugendarbeit ] Jugendarbeit: neu gestalten


Versuch einer interdisziplinären Auseinandersetzung.

Die Publikation zeigt die aktuellen strukturellen Herausforderungen (in der Steiermark) sowie die vielfältigen Innovationspotentiale der Jugendarbeit und die dafür benötigten Rahmenbedingungen auf.

Die fachlichen Auseinandersetzungen orientieren sich dabei an den Diskussionen um den Stellenwert der Jugendarbeit vor dem Hintergrund des  demographischen Wandels, der sich verändernden jugendlichen Freizeitkulturen, von Herausforderungen in den Kommunen, Regionen und Städten der Steiermark sowie den dafür notwendigen und möglichen Modifizierungen in der Jugendarbeit selbst. Dabei thematisieren die Autorinnen und Autoren sowohl theoretische als auch methodische Grundlagen und Handlungsansätze einer sozialräumlich ausgerichteten Jugendarbeit.


[ #forumROMANum ] ⇒ 
Lohnt sich ein Download?  Ein schneller Blick zur Vororientierung auf das 
INHALTSVERZEICHNIS:

11 | In erster Linie jugendlich. Offene Jugendarbeit mit
 geflüchteten Jugendlichen
 Stephanie Deimel
19 | Offene Kinder- und Jugendarbeit in der Flüchtlingsarbeit
 Ulrich Deinet
39 | Raumaneignungsprozesse von Jugendlichen im Kontext
 der Offenen Jugendarbeit in ländlichen Regionen am
 Beispiel der Talschaft Montafon/Vorarlberg
 Martin Geser
57 | Sozialraumorientierte Offene Kinder- und Jugendarbeit?
 Forschungszugänge und methodische Ableitungen
 Arno Heimgartner
67 | Sozialräumliche Beteiligungsmethoden in der Offenen
 Kinder- und Jugendarbeit?
 Sandra Herschkowitz
93 | Versorgung steuern im Zusammenwirken.
 Regional Governance in der Jugendarbeit
 Ludger Kolhoff
115 | Impulse für die Weiterentwicklung der Jugendarbeit als
 Feld der Jugendpolitik. Sozialräumlich orientierte
 Jugendarbeit als Akteurin kommunaler Jugendpolitik
 Richard Krisch
125 | Der Aneignungsansatz in der Jugendarbeit und seine
 Potenziale für die Bildungs- und Beschäftigungshilfen
 Andreas Oehme
10
BEISPIELE AUS DER PRAXIS
135 | Jugendarbeit in der FH Joanneum. Was lernen
 zukünftige Sozialarbeiter/-innen über Kinder, Jugend-
 liche und professionelle Jugendarbeit und was haben
 zwei linke Füße damit zu tun?
 Gertraud Pantucek
143 | Jugendarbeit gestalten. Sozialräumliche, regionale
 Zugänge zu zeitgemäßer Kinder- und Jugendarbeit
 Inka Wischmeier
163 | Jugendliche und öffentlicher Raum. Wertschätzung als
 Leitprinzip für die Beteiligung von Jugendlichen
 in der Entwicklungsplanung
 Gesa Witthöft
179 | Zentrum Sozialraum 3. Offene Jugendarbeit und
 Kinder- und Jugendhilfe aus einer Hand
 Nicolette Bauer, Manfred Wonisch
187 | Offene Jugendarbeit als Schnittstelle zwischen
 Jugendlichen, Gemeinde, Schule und öffentlichem
 Raum am Beispiel des Jugendtreffs ClickIn
 Helmar Haas
193 | Landjugend am Wort. Jugendbeteiligung mit Mehr.Wert
 Bettina Hofer
199 | Jugendabwanderung im ländlichen Raum.
 Ein Modellprojekt in der östlichen Obersteiermark
 Nadja Maier, Philipp Ikrath
209 | ANHANG: Jugendarbeit muss sich „breiter aufstellen“
 Klaus Gregorz
217 | Autorinnen und Autoren

Freitag, 21. Juni 2019

[ #multikultur ] Toolbox Interkulturelles Lernen - Methodenbox für die Jugendarbeit


Wahrnehmung, Denken, Fühlen und Handeln jedes Menschen sind wesentlich von der Kultur geprägt, der er angehört. 


Kultur ist dabei nicht als „Hochkultur“ (Literatur, Musik, andere), sondern im weitesten Sinne zu verstehen, als ein Orientierungssystem von spezifischen Lebensweisen, Werten, Ideen und Bedeutungen, das alle Lebensbereiche durchdringt und an dem sowohl die Gesellschaft im Ganzen als auch die Individuen ihr Handeln ausrichten.

Mit den eigenen kulturellen Wahrnehmungs- und Handlungsrastern treten wir auch fremden Kulturen gegenüber (Ethnozentrismus). Da diese Muster in der Regel unbewusst sind, betrachten wir fremde Kulturen zunächst unreflektiert durch unsere Brille, was dazu führt, dass wir vieles nicht verstehen, fehlinterpretieren und oft genug auch ablehnen beziehungsweise abwerten. Kultur darf dabei nicht vorschnell mit einem anderen Land oder einer Nationalität gleichgesetzt werden. Beispiele auch aus der jüngeren Vergangenheit belegen, dass durchaus innerhalb eines Staates oder einer Nation kulturelle Unterschiede bestehen können.

Toolbox.
Um das interkulturelle Lernen im Rahmen von internationalen Begegnungen zu fördern, können verschiedene Übungen und Spielen eingesetzt werden, die die Teilnehmer/-innen dabei unterstützen, Fremde und Fremdes besser zu verstehen, Toleranz und Fähigkeit zu konstruktiver Zusammenarbeit zu entwickeln, mitzubestimmen und Verantwortung zu übernehmen.

In der Methodenbox findet man eine große Auswahl an Übungen und Spielen zum interkulturellen Lernen. Dabei haben Sie die Wahl, sich in alphabetischer Reihefolge durch den Fundus zu klicken oder über die Volltextsuche der Homepage (oben rechts) und die erweiterte Suche gezielt nach speziellen Methoden zu suchen.

Die einzelnen Methoden sind jeweils nur einer Kategorie zugeordnet, so dass keine Dopplungen vorkommen. Die Kategorien sind an den Ablauf einer internationalen Begegnung angelehnt und gehen auf wichtige Aspekte einer (Jugend)Begegnung ein. Da bei manchen Übungen die Abgrenzung jedoch nicht ganz einfach ist, lohnt es sich, gegebenenfalls auch in mehreren Kategorien zu suchen.


 [ #forumROMANum ] ⇒ 

Montag, 6. Mai 2019

[ #partizipation ] JugendBarCamps: Mitwirkungs- und Planungsmodell in den Städten


Jugend macht Stadt. Wenn Verwaltungen Jugendliche in städtische Planungen einbeziehen, können spannende Projekte entstehen.

Viele Kommunen haben Beteiligungsformate etabliert, mit denen junge Menschen Anliegen und Wünsche für die Entwicklung ihres Lebensumfeldes einbringen. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt-. und Raumforschung hat in verschiedenen Forschungsprojekten des Experimentellen Wohnungs- und Städtebaus (ExWoSt) erfolgreiche Projekte der Jugendbeteiligung untersucht. Entstanden sind Handlungsempfehlungen für Verwaltungen und Tipps für junge Stadtmacher, wie sie städtische Projekte mitgestalten und eigene Vorhaben auf die Beine stellen können.

Service. Dies ist nur der Hinweis auf einen Beitrag eines hier verlinkten Weblogs, einer Website oder eines Downloads. Mehr erfährt man, wenn man den untenstehenden Links folgt!

 [ #forumROMANum ] ⇒

Sonntag, 14. April 2019

[ #jugendschutz ] Browsergame: Spielfieber


Das kostenlose Browsergame “Spielfieber” ist eine geschlechtsspezifische Methode für 14 -18 jährige Jungen. 

Glücksspiele sind „In“ und üben eine hohe Anziehungskraft auf Jugendliche aus. Diese lassen sich durch den erhofften Geldgewinn, die entwicklungsbedingte Risikofreude und die willkommene Zerstreuung leicht verführen. Auch wenn die meisten Jugendlichen in Glücksspielen eine harmlose Freizeitbeschäftigung sehen, kann es zu problematischem Verhalten führen und sich mit der Zeit zu einer Verhaltenssucht entwickeln.

Österreichische Rechtslage: ein Emmentaler. Eine nationale einheitliche Regelung zur Teilnahme von Minderjährigen an Wett- und Glücksspielangeboten in Österreich gibt es nicht. Durch die Gesetzgebung im Glücksspielgesetz wird nur die Teilnahme von Jugendlichen an Automatenspiele, der Besuch von Automatensalons (§5) und der Aufenthalt von unter 18-jährigen in Spielbanken (§25) unterbunden.

Für Sportwetten und Glücksspielangebote wie Lotteriespiele gibt es keine einheitliche nationale gesetzliche Regelung. Sie sind daher, wenn nicht auf Landesebene gesetzlich geregelt, durch den sogenannten Taschengeldparagrafen des ABGB (§170 Abs.3 im Rahmen des "Taschengeldes" oder eigenen selbst verfügbaren Einkommens) erlaubt.

Das Fehlen eines einheitlichen österreichischen Jugenschutzgesetzes reduziert den Jugendschutz damit oft genug auf die freiwillige Selbstbeschränkung der Veranstalter. In Vorarlberg ist zwar der Aufenthalt in Wettbüros und damit nach herrschender Meinung auch das Spiel von Wetten erst ab 18 Jahren erlaubt. Gespielt und gewettet wird aber eben nicht nur in Wettbüros.

Über Verbote hinaus. Und auch dort wo Verbote bestehen, finden Jugendliche Mittel und Wege sich an Glücksspielen zu beteiligen. Also muss neben gesetzlichen Regelungen und deren Vollzug ein Bewusstsein für die Gefahren von Glücksspiel gefördert werden. Hier setzt “Spielfieber” mit der Botschaft “Glücksspiele können süchtig machen” an.

Spielen macht Spaß. Das Spiel Spielfieber dient der Prävention von Glücksspielsucht. Es ist für Jugendliche und für die Arbeit mit Jugendlichen konzipiert. Spielen und spielen lassen… und dabei spielerisch lernen.

[Forum ROMANum]⇒

Mittwoch, 6. März 2019

[ #jugendkultur ] Über Lage und Zukunft der Jugendarbeit


Ein Versuch einer interdisziplinären Auseinandersetzung in Buchform. 

Mit den Anforderungen an Jugendarbeit auf unterschiedlichen Ebenen werden die vielschichtigen gesellschaftlichen und strukturellen Rahmenbedingungen von „Jugenden“ und die dadurch immer wieder notwendigen Veränderungen und Weiterentwicklungen von Jugendarbeit behandelt.

Geburtskohorte. Jugendliche werden in der wissenschaftlichen Debatte häufig deshalb als „Generation“ bezeichnet (seit den 1960er Jahren X, Y und Z-Generation), weil innerhalb ihrer jeweiligen Geburtskohorte sehr ähnliche Sozialisationsbedingungen bestanden. Die Jugendarbeit, insbesondere in Verbindung mit Betreuungs- und Bildungsmaßnahmen, ist zu einer intensiv diskutierten gesamtgesellschaftlichen Aufgabe geworden.

Jugendarbeit. Jugendarbeit, insbesondere in Verbindung mit Betreuungs- und Bildungsmaßnahmen, ist mittlerweile zu einer intensiv diskutierten gesamtgesellschaftlichen Aufgabe geworden. Sie ist damit auch ein wesentlicher Faktor im Prozess des Aufwachsens von Jugendlichen vor Ort und ist weit mehr als einfach nur Freizeitbeschäftigung, denn sie leistet einen wichtigen Beitrag zur Bildung und Erziehung und ist somit neben der Familie und der Schule ein wichtiger Sozialisationsort.

Entwicklungsschritte. Die Jugendarbeit bewegt sich aber nicht in einem abgeschotteten Bereich, sondern ist in mehrfacher Hinsicht mit den Veränderungen in ihrer Umwelt konfrontiert. Mit den Anforderungen an Jugendarbeit auf unterschiedlichen Ebenen beschäftigt sich diese Publikation. Die Jugendarbeit dabei vor Ort auch eine der wichtigsten Ansprechpartnerinnen für die Jugendpolitik auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene und somit ein unverzichtbarer Kooperationspartner. 

Herausgeber. Herausgeber des Buches ist der Steirische Dachverband der Offenen Jugendarbeit. Das ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein.

 [ #forumROMANum ] ⇒

Lohnt sich ein Download? Ein schneller Blick auf den Inhalt sagt mehr:

INHALT

13 Jugend und Integration im öffentlichen Raum
Jens S. Dangschat
33 Zukunft, Zweifel, Zuversicht.
Jugendliche Perspektiven auf das Burgenland
Roland Fürst
49 Die Zukunft der Jugend im Blick
KOMMJA, KVJS –
Brinkmann / Meyer / Kriegisch / Borkenstein / Reif / Moll
71 Jugendarbeit als lebensweltlich anregender
sozialer Lernort
Karin Lauermann
89 Zukunftsfähigkeit durch Jugendpolitik
und Jugendarbeit
Nadja Maier
109 Anmerkungen zur Lage der Jugendarbeit:
Eine Herausforderung! Anfragen an die Strukturen,
Konzepte und das Selbstverständnis der Jugendarbeit
Winfried Pletzer
127 Interessen und Freizeitrealitäten von Jugendlichen und
die Angebote von Jugendarbeit – passt das zusammen?
Martina Schorn
137 Das Dilemma des Übergangs. Übergang Schule – Beruf
als zentrales Thema der Offenen Jugendarbeit
Manuela Smertnik
151 Jugendinformation einst, jetzt und dann?!
Ursula Theißl
BEISPIELE AUS DER PRAXIS
165 Kommunalpolitik und Jugendarbeit
Udo Hebensberger
171 Jugendliche in der Stadtteilentwicklung.
Möglichkeitsräume schaffen und nutzbar machen.
Stadtteilmanagement vor.ort im Rahmen der
 Stadtteilentwicklung Smart City Graz
Elisabeth Oswald
177 spacelab und die Rolle der Jugendarbeit
Monika M. Rinner
185 Jugendpolitik und das Jahr der Jugendarbeit
Herbert Rosenstingl
197 Landjugend am Wort. Jugendbeteiligung
mit Nachhaltigkeit
Josef Sauseng
205 Autorinnen und Autoren

Dienstag, 5. März 2019

[ #jugend ] Jugendarbeit und Schule - Fachbuch als kostenloser Download


Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Jugendarbeit wie auch für jugendpolitische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger behandelt diese Publikation wichtige Überlegungen und Praxisbeispiele aus unterschiedlichen Feldern von Kooperationen zwischen Schule und außerschulischer Jugendarbeit.

Die Publikation „jugendarbeit: kontext schule“ bündelt aktuelle Aspekte und Ergebnisse von Kooperationen außerschulischer Jugendarbeit und Schule. Erweiterte Lern- und Bildungsangebote im Rahmen von ganztägigen Schulformen bieten eine Basis für die fachwissenschaftliche Diskussion zum Stellenwert und zu Entwicklungschancen für diese Handlungsfelder.

Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Jugendarbeit wie auch für jugendpolitische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger behandelt diese Publikation wichtige Überlegungen und Praxisbeispiele aus unterschiedlichen Feldern von Kooperationen zwischen Schule und außerschulischer Jugendarbeit.

Ausgangspunkt der inhaltlichen Auseinandersetzung ist der (steiermarkweite) Ausbau von ganztägigen Schulformen und die Frage, was diese schulische Entwicklung für das Arbeitsfeld der außerschulischen Jugendarbeit bedeutet bzw. welche Position die außerschulische Jugendarbeit in diesem Szenario beziehen kann und wo Kooperationen möglich und sinnvoll erscheinen. Die entscheidende Frage, der im Rahmen dieser Publikation nachgegangen wurde, lautet daher:

Kann und soll die außerschulische Jugendarbeit als Partnerin erweiterterLern- und Bildungsangebote im Rahmen ganztägiger Schulformen agieren oder soll/muss sie sich von diesen schulischen Entwicklungen abgrenzen und sich in ihren Angeboten und Zielgruppendefinitionen modifizieren?

Im Rahmen der vorliegenden Publikation wird ausgelotet,welche Erfahrungen es in der Kooperation bzw. im Nebeneinander von Ganztagsschule und außerschulischer Jugendarbeit bereits gibt, welche gegenseitigen Erwartungen an den jeweils anderen Bereich bestehen bzw. entstehen könnten und nicht zuletzt welche Szenarien für die Landschaft der (Steirischen) Jugendarbeit möglich bzw. wünschenswert erscheinen.


[ #forumROMANum ] ⇒

Ein schneller Blick auf das INHALTSVERZEICHNIS:

11 | Von der schulbezogenen Kooperation zur Erweiterung der lokalen Bildungslandschaft durch die Jugendarbeit - Ulrich Deinet
27 | Schulen im Veränderungsprozess. Rahmenbedingungen zur Partizipation von Jugendarbeit an Ganztagsschulen - Ulrike Hofmeister
43 | Schulsozialarbeit im Kontext Schule: Jugendarbeit - Sandra Jensen
55 | Praxisbeispiel – Projekt Bewegungsland Steiermark - Julia Kaufmann & Arne Öhlknecht
63 | Die Veränderungen der Schullandschaft eröffnen der Jugendarbeit - neue Handlungsräume - Claudia Kreutzer
77 | Kooperation von Jugendarbeit und Schule - Bettina Pauli
105 | Beteiligung an der Neu- und Umgestaltung von Schulhöfen. Praxisbericht aus der Arbeit mit und an Schulen - Sonja Postl
115 | Jugendarbeit im Kontext von Schule. Eine vertretbare oder sogar notwendige Liaison? - Klaus Schäfer
127 | Außerschulische Jugendarbeit in Kooperation mit der Schule – ein Paradoxon? - Josef Scheipl
137 | Der Steirische Bildungsplan im Kontext bundesweiter Schulentwicklungen - Andreas Schnider
153 | Der Hochschullehrgang Freizeitpädagogik. Ein neues Konzept und seine Chancen - Gerald Tritremmel
163 | Wir bieten: Politische Bildung. Wir suchen: Schulen. Handlungsorientierte politische Bildung in Kooperation von
 Fachstelle und Schule - Katrin Uray
177 | Jugendarbeit und Ganztagsschulen in Deutschland - Ivo Züchner
199 | ANHANG: Auswertung der Arbeitsgruppenergebnisse der Fachtagung jugendarbeit: kontext schule - Klaus Gregorz
209 | Autorinnen und Autoren

Samstag, 2. März 2019

[ #jugendarbeit ] Aktionstage 2019 „8samkeit – klima im wandel“


Im Rahmen des Radikalisierungspräventionsprojektes „8samkeit – klima im wandel“ werden die diesjährigen Aktionstage der Offenen Jugendarbeiten Lustenau und Dornbirn stattfinden.

Im März ist es soweit: in den Tagen vom 13.- 16. März 2019 wird ein vielfältiges Programm dazu einladen, sich mit den Themen Faschismus, Nationalsozialismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus auseinander zu setzen. 

Diese Veranstaltungsreihe umfasst dabei verschiedenste Aspekte von Wandel im Sinne von Veränderung – zum Beispiel in gesellschaftlicher und politischer Hinsicht. Hier soll mithilfe von Workshops, Diskussionen, Vorträgen und Filmvorführungen das eigene Verhalten reflektiert und die eigene Position bewusst gemacht werden, um Extremismus in jeglicher Form entgegenzuwirken.

PROGRAMM:

Workshop: Vielfalt (er)leben
Mit: Frau Burak Borihan
Mittwoch, 13. März / 14:00 Uhr
Mädchencafé – Maria-Theresien-Str. 35
Dauert ca. zwei Stunden. Themen wie Diskriminierung und Frauen in verschiedenen kulturellen Kontexten werden mit den Mädchen bearbeitet. Es werden anhand von Rollenspielen verschiedene Situationen dargestellt. Der Workshop wird interaktiv und spielerisch gestaltet.

Bunte Küche
Mittwoch, 13. März / 14:00 Uhr
Jugendtreff Oase – Maria-Theresien-Str. 91
Bunte Küche – Bring gekochtes Essen vom Vortag mit in den Jugendtreff Oase und teile es mit den Besucher*innen in gemütlicher Runde. Wir erzählen uns etwas über die Herkunft des Essens und lassen uns von der Vielfalt überraschen.


Filmabend „Der Himmel wird warten“ mit Snacks und Diskussionsrunde



Donnerstag, 14. März / 19:00 Uhr
Culture Factor Y – Amann-Fitz-Str. 6
Die Teenagerin Mélanie lebt ein ganz normales Leben – bis sie eines Tages übers Internet einen Jungen kennenlernt, für den sie schnell Feuer und Flamme ist. Leider handelt es sich bei diesem um einen islamistischen Fundamentalisten, der sie auf die dunkle Seite zieht. Auch Sonia war in die Hände der Islamisten geraten und hätte beinahe ihr Leben geopfert, um ihrer Familie einen Platz im Paradies zu sichern.
 
Workshop mit Young Caritas: „Fluchtspiel“
Mit: Frau Burak Borihan und Frau Sabine Fulterer
Freitag, 15. März / 13:30 Uhr
Mädchencafé – Maria-Theresien-Str. 35
Bei diesem Workshop werden folgende Fragen behandelt: Warum kommen hauptsächlich starke, junge Männer zu uns ins Land? Was für Gefahren birgt so eine Flucht? Was ist ein Schlepper? Verschiedene Stationen der Flucht werden dargestellt. Der Workshop dauert zwei Stunden.

Workshop: zum Thema „Vielfalt“
Jugendliche Peers (Speakers) als Workshopreferent*innen.
Freitag, 15. März / 16:00 Uhr
Jugendtreff Oase – Maria-Theresien-Str. 91
Hate speeches und Meinungsfreiheit liegen nah beieinander. youngCaritas-Speakers sind jugendliche Peers der youngCaritas, die ihre persönlichen Erfahrungen mit fundiertem Wissen zu den Themen Identität(en), Kultur, Vorurteile, Benachteiligungen, Ausgrenzungen, Gewalt und Kommunikation für die Workshops aufgearbeitet haben. Die youngCaritas Speakers erklären Begriffe, erarbeiten Strategien für ein wertschätzendes sowie solidarisches Miteinander und versuchen mit diversen Übungen und Spielen aufzuzeigen, worauf es im Umgang mit dem anderen wirklich ankommt.

Vortrag – zu den Themen: Faschismus, Nationalsozialismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus
Mit: Prof. Dr. Werner Bundschuh
Freitag, 15. März / 19:00 Uhr
Culture Factor Y – Amann-Fitz-Str. 6
Dr. Werner Bundschuh hält einen Vortrag zu den Themen Faschismus, Nationalsozialismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, bei dem ausführlich erklärt wird, welche ideologischen Wurzeln der Nationalsozialismus hat und wie sich dieses Gedankengut bis heute noch halten und entwickeln konnte.
Der Nationalsozialismus kam nicht von heute auf morgen, sondern in vielen kleinen Schritten nach Österreich. Anhand aktueller Beispiele wird Dr. Bundschuh darauf hinweisen, dass heute in Vorarlberg viele Menschen immer noch rassistischen Vorurteilen ausgesetzt sind. In Zeiten wie diesen sollten wir unsere Augen vor bestimmten politischen Strömungen und gesellschaftspolitischen Entwicklungen nicht (ver)schließen, sondern Stopp sagen, dagegen auftreten, achtsam und wachsam sein!


Plakate, Slideshow oder Fotocollage gestalten
Samstag, 16. März / 13:00 Uhr
Mädchencafé – Maria-Theresien-Str. 35
Mit der kreativen Methode einer Fotocollage werden wir uns im Mädchencafé mit den Begriffen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus auseinandersetzen und dabei ein gemeinsames Kunstwerk entstehen lassen.



Anschließend „Chill & More“ – Filmvorführung „Das Leben ist schön“
Die Tragikomödie spielt am Rande des zweiten Weltkrieges und besteht aus zwei Handlungsabschnitten, die etwa gleich lang sind. Die erste Hälfte erzählt davon, wie der jüdische Italiener Guido sein Leben auf humorvolle Weise meistert. Dass sich Giosuè mit einem Spielzeugpanzer vergnügt, bekommt im zweiten Teil der Geschichte seine Bedeutung. Dieser beginnt mit der Deportation von Guido und Giosuè in ein nationalsozialistisches Konzentrationslager.

Vortrag – Mensch ist Mensch – gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus
Mit: Yasar Al Haj
Samstag, 16. März / 17:00 Uhr
Culture Factor Y – Amann-Fitz-Str. 6
Im Alltag behandeln wir Menschen (oft unbewusst) aufgrund ihrer unterschiedlichen Sprache oder Fähigkeiten, ihres Aussehens bzw. Geschlechts anders und werten sie damit ab. Zu gern wird Meinungsfreiheit mit Hassparolen verwechselt. Im Workshop können sich junge Menschen mit dem Thema Diskriminierung beschäftigen und lernen, was es bedeutet Menschen auszugrenzen oder selbst ausgegrenzt zu werden.

Anschließend Buffet und Musik – Ausklang in gemütlicher Atmosphäre!
Weitere Infos und Anmeldung bitte unter: office@cfy.at oder Tel.: 05577/62822 // Tel. 0650/6282200
Diese Aktionstage werden von der Marktgemeinde Lustenau, Land Vorarlberg (Sozialfonds) sowie der koje Vorarlberg unterstützt!



[ #forumROMANum ] ⇒

Dienstag, 27. Februar 2018

[ #jugend] Aktionstage 2018 „Nie wieder Faschismus“


„Nie wieder Faschismus!“ unter diesem Thema werden die diesjährigen Aktionstage der Offenen Jugendarbeit Lustenau stattfinden.

Im März ist es soweit: in den Tagen vom 15.- 18. März 2018 wird ein vielfältiges Programm dazu einladen, sich mit dem Thema Faschismus und Rassismus auseinander zu setzen. Inhaltlich wollen wir uns sowohl mit der Vergangenheit, als auch mit der Gegenwart beschäftigen. Workshops, Vorträge, ein Rundgang zu Lustenauer Gedächtnisorten, sowie die Gesprächsrunde mit der Zeitzeugin Christa Rose warten auf zahlreiche Besucher*innen.


Donnerstag, 15.3.2018
Plakatpräsentation – „Gesicht zeigen und querstellen!“
  • Donnerstag 15. März / 19:00 Uhr 
  • Culture Factor Y, Amann-Fitz-Str. 6, 6890 Lustenau 
Das sind wir. Wir stehen für Respekt und Toleranz. Gegen Fremdenfeindlichkeit, Faschismus, Antisemitismus und Krieg. Wir geben unserem Thema viele Gesichter.

Dieses Foto-Projekt greift in die aktuellen Aktionstage „Nie wieder Faschismus“ ein und bezieht als Kollektiv nonverbal öffentlich Stellung. Ziel von Gesicht zeigen ist die Sensibilisierung für jede Art von Diskriminierung und die Stärkung des zivilgesellschaftlichen Engagements. Zeigen auch Sie Ihr Gesicht für ein friedliches Zusammenleben – es wird gebraucht!


Donnerstag, 15.3.2018
Zeugin der Zeit
  • Christa Rose 
  • Donnerstag 15. März / 20:00 Uhr 
  • Culture Factor Y, Amann-Fitz-Str. 6, 6890 Lustenau 

Die in Lustenau lebende Christa Rose wurde 1937 in der Zeit des NS-Regimes geboren. Mit sieben Jahren wurde sie in das KZ-Auschwitz deportiert und hat überlebt. In einer offenen Diskussionsrunde erzählt sie von ihrem Leidensweg und bringt Menschen zum Nachdenken über Vergangenes und Gegenwärtiges.

Wir wollen der letzten Generation der Holocaust-Überlebenden begegnen, mit ihnen in einen Dialog treten und auch in der Zukunft das Gedenken an den Holocaust lebendig halten. Hier werden BesucherInnen zu Zeugen der Zeitzeugin, die als MultiplikatorInnen das Gedenken an den Holocaust und die uns anvertraute Lebensgeschichte lebendig halten.


Freitag, 16.3.2018
Fotocollage und Workshop gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus
  • Freitag 16. März/ 15:00-17:00 Uhr 
  • Mädchencafé, Maria-Theresien-Str. 35, 6890 Lustenau 

Mit der kreativen Methode einer Fotocollage werden wir uns im Mädchencafé Lustenau mit den Begriffen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus auseinandersetzen und dabei ein gemeinsames Kunstwerk entstehen lassen. Präsentation?




Freitag, 16.3.2018
Workshop „Anti-Rassismus“
  • young caritas 
  • Freitag, 16. März/ 15:00-17:00 Uhr 
  • Oase, Maria-Theresien-Str. 91, 6890 Lustenau 

Im Alltag behandeln wir Menschen (oft unbewusst) aufgrund ihrer unterschiedlichen Sprache, Aussehen, Geschlechts oder Fähigkeiten anders und werten sie damit meist ab. Zu gern wird Meinungsfreiheit mit Hassparolen verwechselt und es ist einfacher alle Menschen in einen Topf zu werfen. Wir alle machen unsere Erfahrungen mit Vorurteilen und Ausgrenzungen. Im Workshop können sich junge Menschen zum Thema Diskriminierung beschäftigen und lernen, was es bedeutet Menschen auszugrenzen oder selbst ausgegrenzt zu werden.

Freitag, 16.3.2018
Vortrag: Jugendarbeit zwischen 1930 und 1960
  • Philipp Lehar 
  • Freitag 16. März / 19:00 Uhr 
  • Culture Factor Y, Amann-Fitz-Str. 6, 6890 Lustenau 

Jugendarbeit zwischen Coca-Cola und Rock´n´roll als Tor zur Welt?

Der Vortrag möchte einen Überblick geben für die Entwicklung von Jugendarbeit und Reeducation in Deutschland und Österreich zwischen 1930 und 1960. Neben dem Griff nach der Jugend in Austrofaschismus und Nationalsozialismus stehen Jugendoppositionen und Widerstand im Fokus des Vortrags. Unter welchen Rahmenbedingungen entstand die Jugendarbeit 1945 neu? Welche Rolle spielten dabei die Alliierten? Welche Jugendverbände waren 1945 in der französischen Zone in Österreich erlaubt?


Samstag, 17.3.2018
Lustenauer Gedächtnis Orte
  • Oliver Heinzle (Archiv Lustenau) 
  • Samstag 17. März / ab 14:00 – ca. 16:00 Uhr 
  • Treffpunkt: Culture Factor Y, Amann-Fitz-Str. 6, 6890 Lustenau 
An mehreren Stopps bringen wir die Straßen, Häuser und Plätze in Lustenau sowie die Landschaft am Alten Rhein über Geschichten von Widerstand, Verfolgung und Flucht zum Erzählen.

Gedenkstätten und Gedächtnisorte der NS-Zeit sind wichtig für die Erinnerung an das Leiden und Sterben so vieler Menschen und zugleich Herausforderung für das Verstehen:


Wie konnte es geschehen bzw. wie konnte eine Gesellschaft bereit sein, diese Verbrechen zu begehen und zu unterstützen? Ein Überblick über Gedenkstätten und Gedächtnisorte sowie didaktische Anregungen sollen den Besuch der Orte unterstützen.


Weitere Infos und Anmeldung bitte unter: niyazi@cfy.at oder Tel. 0650/6282204


Samstag, 17.3.2018
Workshop „Nationalsozialismus" und „Holocaust"
  • Johannes Spies (Mitarbeiter von erinnern.at, Kulturvermittler am Jüdischen Museum Hohenems) 
  • Samstag 17. März / ab 17:00 Uhr – ca. 18:30 Uhr 
  • Culture Factor Y, Amann-Fitz-Str. 6, 6890 Lustenau 

Der Workshop bietet allgemeine Einblicke in die Themen „Nationalsozialismus" und „Holocaust". Dabei stehen Lebensgeschichten von Überlebenden im Mittelpunkt und es wird die Frage, welche Bedeutung diese Ereignisse für die Gegenwart haben, bearbeitet.








Samstag, 17.3.2018
Gemütlicher Ausklang
  • Samstag, 17. März/ 18:00 – 20:00 Uhr 
  • Culture Factor Y, Amann-Fitz-Str. 6, 6890 Lustenau 
Mit vielfältigem Essen und Musik wollen wir diesen Tag gemeinsam und gemütlich ausklingen lassen. Es gibt Zeit und Raum für Gespräche und Austausch, sowie Reflexion des Erlebten und Erfahrenen, sowie weiterführende Gedanken.








Sonntag, 18.3.2018

„Sag Schibbolet! - Von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen“
  • Besuch im Jüdischen Museum in Hohenems 
  • Sonntag, 18. März/ 14:00 Uhr 
  • Treffpunkt Oase und Mädchencafé, Maria-Theresien-Str. 35 bzw. 91, 6890 Lustenau (14:00 Uhr) 
Jüdisches Museum Hohenems
Das Jüdische Museum Hohenems erzählt in seiner Dauerausstellung von den 400 Jahren seit der Ansiedlung einer jüdischen Gemeinde in Hohenems und von deren vielfältigen Beiträgen zur Entwicklung Vorarlbergs und des Alpenraums. Daneben beleuchtet das JMH in seinen Sonderausstellungen immer wieder höchst aktuelle Themen: 2018 stehen Grenzen im Fokus. Internationale KünstlerInnen haben sich mit diesem Thema auseinandergesetzt, ihre Werke laden uns zum Nachdenken ein.


Weitere Infos und Anmeldung bitte unter: michaela@cfy.at oder Tel. 0676/9020070

Weitere Infos zu allen Veranstaltungen www.ojal.at oder Tel. 05577/62822 / Tel. 0650/6282204 oder 0650/6282207

 [ #forumROMANum ] ⇒ 

Samstag, 16. Dezember 2017

[ #menschenrechte ] Zahnlose Kinder- und Jugendrechte in Österreich


Die UN-Kinderrechtskonvention gilt für die Altersgruppen von 0 bis 18 Jahren und umschließt daher auch die Rechte von jungen Menschen von 14 bis 18 Jahren, die in Österreich als Jugendliche definiert sind.

Österreich war eines jener Länder, die die Kinderrechtskonvention am ersten Tag (26. Jänner 1990) unterzeichnet hatten. Nach der Genehmigung durch den Nationalrat am 26. Juni 1992 wurde die Konvention am 6. August 1992 ratifiziert. 30 Tage nach der Ratifizierung ist die Kinderrechtskonvention am 5. September 1992 in Österreich in Kraft getreten, jedoch mit einem Erfüllungsvorbehalt, der eine direkte Anwendbarkeit durch Gerichte oder Behörden verhindert. Damit werden Menschenrechte ausgeklammert, denn Kinderrechte sind Menschenrechte!

Die Kinderrechtskonvention beruht auf vier Prinzipien
  • Das Recht auf Gleichbehandlung: Kein Kind darf benachteiligt werden - sei es wegen seines Geschlechts, seiner Herkunft, seiner Staatsbürgerschaft, seiner Sprache, Religion oder Hautfarbe, einer Behinderung oder wegen seiner politischen Ansichten.
  • Wohl des Kindes hat Vorrang: Wann immer Entscheidungen getroffen werden, die sich auf Kinder auswirken können, muss das Wohl des Kindes vorrangig berücksichtigt werden - dies gilt in der Familie genauso wie für staatliches Handeln.
  • Das Recht auf Leben und Entwicklung: Jedes Land verpflichtet sich, in größtmöglichem Umfang die Entwicklung der Kinder zu sichern - zum Beispiel durch Zugang zu medizinischer Hilfe, Bildung und Schutz vor Ausbeutung und Missbrauch.
  • Achtung vor der Meinung des Kindes: Alle Kinder sollen als Personen ernst genommen und respektiert und ihrem Alter und Reife gemäß in Entscheidungen einbezogen werden.

Symbolpolitik. Seit dem Jahre 2011 sind ein Teil der Kinderrechte in Österreich im Verfassungsrang. Obwohl das Verfassungsgesetz über die Rechte von Kindern nun den  Vorrang des Kindeswohles (Artikel 1 BVG Kinderrechte) und die Beteiligung und Berücksichtigung der Meinung von Kindern und Jugendlichen (Artikel 4 BVG Kinderrechte) vorsieht, bleibt die Umsetzung der Kinderrechtskonvention in Österreich mangelhaft. Zwar wäre nun für die im BVG geregelten Kinderrechte es allenfalls möglich, einen Bescheid einer Behörde oder ein Gesetz zu bekämpfen, von dem man glaubt, dass es die verankerten Rechte einschränkt. Doch praktisch kommt dem kaum eine Bedeutung zu. Zudem enthält das Verfassungsgesetz nur jene Teile der Konvention die eher sybolischen Wert haben oder ohnedies bereits Gegenstand der österreichischen Rechtsordnung waren, wie etwa das Verbot der Kinderarbeit. Jene Teile welche wirklich praktische Folgen hätten, also das Leben für Kinder (und Eltern) einfacher und gerechter gestalten würden, wurden ausgeklammert.

Erfüllungsvorbehalt. Da Österreich die Kinderrechtskonvention aber mit einem Erfüllungsvorbehalt ratifiziert hat, heißt das, dass man sich nicht unmittelbar auf die Konvwentionsrechte berufen kann, sie kann also nicht direkt vor den Gerichten angewandt werden. Das trifft im Besonderen eben auf die von dem Bundesverfassungsgesetz nicht geregelten Teile der Kinderrechtskonvention zu. Damit bleiben Rechte aus der Konvention, wie jene auf Gesundheit, Bildung, Freizeit und Spiel oder Lebensstandard und Kinderarmutsbekämpfung als nicht klagbar auf der Strecke. Sie aber wären es vor allem gewesen, welche die Kinder gebraucht hätten.

Endlich fehlt auch das  Individualbeschwerderecht. Es sichert Kindern in aller Welt zu, dass Rechtsverletzungen geahndet werden. Österreich muss das Individualbeschwerderecht für Kinder rasch gesetzlich verankern und das 3. Zusatzprotokoll der Kinderrechtekonvention ratifizieren.

Selbst in der verfassungsgesetzlichen Regelung wurde ein neuer schäbiger Gesetzesvorbehalt eingebaut (Art.7), der besonders im Fremdenrecht die Kinderrechte beschränken soll. Diese Beschränkung war vor allem auf Intervention der FPÖ notwendig, welche sonst dem Verfassungsgesetz nicht zugestimmt hätte.

Kinderarmut. Zum umfassenden Schutz nach der Kinderrechtekonvention gehört, Kinder vor akuter Armut und Ausgrenzung zu schützen. Die Umsetzung in Österreich tut das nicht. Die Österreichische Volkshilfe nennt dazu Zahlen: Die neuesten EU-SILC Zahlen zeigen, dass 313.000 Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre in Österreich armutsgefährdet sind. 41.000 Kinder und Jugendliche leben in Haushalten, die sich keinen notwendigen Arztbesuch leisten können, 228.000 Kinder leben in feuchten und von Schimmel besetzten Wohnräumen, 287.000 leiden unter Lärmbelästigung.

Bildungspolitik. Zum Recht auf Förderung und Entwicklung und der von der UN-Konvention geforderten Gleichheit gehörte auch, allen Kindern in Österreich die Chance auf Bildung und Ausbildung zu gewähren. Das würde aber bedeuten, endlich ein Schulsystem, das nicht frühzeitig selektiert, sondern alle nach ihren Talenten und Begabungen fördert, endlich zu realisieren.


 [ #forumROMANum ] ⇒