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Mittwoch, 31. Mai 2023

[ #sozialarbeit ] Schulsozialarbeit: Leitfaden zur Implementierung an Schulen


Als Orientierungs-, Planungs- und Kommunikationshilfe für die Einführung (und Umsetzung) von Sozialer Arbeit an Schulen dient dieser Leitfaden, der vom Ludwig Boltzmann Institut Health Promotion Research erstellt wurde.


Service. Dies ist nur der Hinweis auf einen Beitrag eines hier verlinkten Weblogs, einer Website oder eines Downloads. Mehr erfährt man, wenn man den untenstehenden Links folgt! Nütze auch den Link „[Google Search] ⇒ “. Er liefert allenfalls einen aktuelleren Link im Falle einer Verwaisung und/oder auch zusätzliche oder aktuellere Infos!

 [ #forumROMANum   

Freitag, 6. August 2021

[ #soziale-sicherheit ] Betteln in Österreich

Bettlerin-Skulptur, Santo Spirito Hospital, Rom

Die aktuelle beschämende Vorarlberger Bekämpfung eines angeblichen  "Bettlerunwesens" soll hier mit zwei Materialien versachlicht und von Mythen befreit werden. 

Die ausschließlich ordnungspolitisch motivierten Maßnahmen Vorarlbergs stehen Haltungen engagierter Bürger und der Zivilgesellschaft gegenüber, die humanitäre Gesichtspunkte hervorheben und mit menschenrechtlichen Erwägungen argumentieren, welche die Lebens- und Bedarfslagen dieser Notreisenden ernst zu nehmen.

Betteln in Österreich. Zuerst einmal die  Diplomarbeit von Ferdinand Koller (Betteln in Österreich. Eine Untersuchung aus theologisch-ethischer Perspektive) zur Erstrebung des Magisters der Theologie (Mag. theol.) an der Universität Wien aus dem Jahre 2009. Sie stellt die Frage nach dem Umgang mit bettelnden Menschen in Österreich und legt ihren Schwerpunkt dabei auf behördliche Maßnahmen und die Unterstützung bettelnder Menschen durch karitative Organisationen.

Aus der Sicht einer theologischen Ethik wird dieses Vorgehen beurteilt und mögliche Wege eines christlich verantwortbaren Umgangs mit bettelnden Menschen werden aufgezeigt. Dabei soll es weniger darum gehen, konkrete Handlungsanweisungen zu geben, sondern darum, Grundhaltungen aufzuzeigen, mit denen der Herausforderung, die bettelnde Menschen an die Gesellschaft stellen, begegnet werden soll.

Notreisende und BettelMigrantInnen. Die zweite Arbeit ist eine über Notreisende und BettelMigrantInnen in Salzburg aus dem Jahre 2013. Sie raumt mit ihrer Wissenschaftlichkeit und der damit notwendigen Sachlichkeit mit einer Reihe von Mythen auf. Die Arbeit unterscheidet bereits einleitend zwischen Wanderarmen einerseits und Notreisenden andererseits deutlich. Während Wanderarme aus den süd-östlichen EU-Ländern bereits seit Jahren (z.T. seit dem Fall des Eisernen Vorhangs) in Europa unterwegs und ihre Rückkehroptionen in die Herkunftsregionen sehr eingeschränkt bis nicht mehr vorhanden sind, versuchen Notreisende, im Rahmen kurzfristiger aber wiederholter Aufenthalte in Städten der westlichen EU-Staaten durch Betteln oder Gelegenheitsarbeiten finanzielle Mittel für das Überleben in den Herkunftsregionen zu lukrieren. Die Arbeit kann auch für die Bettelsituation in Vorarlberg geeignetes Material liefern.


[ #forumROMANum ] ⇒

Inhaltsverzeichnis: Betteln in Österreich
1. Einleitung  1
1.1. Stand der Forschung  1
1.2. Fragestellung  2
1.3. Vorgehensweise 2
1.4. Was wird unter „Betteln“ verstanden?  5
1.4.1. Definition 5
1.4.2. Formen des Bettelns  5
2. Kurze Sozialgeschichte des Bettelns 7
2.1. Der Bettler als Heilsbringer – christliche Antike und Mittelalter  7
2.1.1. Die Almosenlehre des Thomas von Aquin 8
2.2. Bettler im Spätmittelalter und der frühen Neuzeit  10
2.3. Bettler im 17. und 18. Jahrhundert  13
2.4. Bettler im 20. Jahrhundert  16
2.5. Zusammenfassung  19
3. Wie geht unsere Gesellschaft mit bettelnden Menschen um? - Die aktuelle Situation in
Österreich  21
3.1. Bettelnde Menschen in Österreich. 21
3.2. Bettelnde Menschen im öffentlichen Diskurs  23
3.2.1. Politikum „Bettler“: Die Positionen der Parteien zum Thema Betteln  23
3.2.2. Bettelnde Menschen in den Medien  26
3.2.3. Die „Bettlerdurchsage“ der Wiener Linien  26
3.2.4. Kirchliche Stellungnahmen  27
3.3. Reaktionen seitens der Behörden – Gesetzliche Regelungen 28
3.3.1. Allgemeine Bettelverbote 29
3.3.2. Spezifische Bettelverbote  31
3.3.3. Kommentar zu den einzelnen Tatbeständen 33
3.3.3.1. Der Tatbestand „Betteln“ in allgemeinen Bettelverboten  33
3.3.3.2. Aufdringliches und aggressives Betteln 34
3.3.3.3. Betteln als Beteiligter einer organisierten Gruppe . 39
3.3.3.4. Betteln mit Kindern bzw. Ausschicken von Kindern zum Betteln. 41
3.3.3.5. Geldstrafen für Bettler?. 43
3.3.4. Sonstige Maßnahmen zur Einschränkung des Bettelns 43
3.3.4.1. Fremdengesetz 43
3.3.4.2. Tatbestand „unbegründetes Stehenbleiben“ - § 78 StVO als Mittel zur
Kontrolle des öffentlichen Raumes 44
3.3.4.3. § 81 Sicherheitspolizeigesetz 44
3.3.4.4. Bettelverbote in öffentlichen Verkehrsmitteln 45
3.3.5. Argumente und Beweggründe für die Einführung von Bettelverboten  45
3.3.5.1. Belästigung/Irritation der Bevölkerung  45
3.3.5.2. In Österreich hat es niemand nötig, betteln zu gehen 45
3.3.5.3. Bettelverbote als Schutzmaßnahme vor „Bettelkriminalität“ und
Ausbeutung 46
3.3.5.4. Bettelnde Menschen stören das Stadtbild und die Wirtschaft 46
3.3.5.5. Fremdenfeindlichkeit/Antiziganismus 49
3.4. Die Projekte der Vinzenzgemeinschaft Graz-Eggenberg 49
3.4.1. VinziNest – Notschlafstelle für Obdachlose aus dem Ausland 50
3.4.2. VinziPasta in Hostice  50
3.5. Zusammenfassung 50
4. Betteln aus Sicht einer theologischen Ethik54
4.1. Betteln als Grundrecht der Person 54
4.1.1. Die Freiheit der Person in Artikel 8 der Europäischen
Menschenrechtskonvention 54
4.1.2. Das Recht auf freie Gestaltung der Lebensführung – Betteln als (letzte)
Möglichkeit zum Erwerb des Lebensunterhalts 55
4.2. Zum Helfen verpflichtet?  57
4.2.1. Anthropologische Vorbemerkung  57
4.2.2. Exkurs: Das Verbot der Gleichgültigkeit gegen fremde Not bei Kant  57
4.3. Spenden an bettelnde Menschen? – Zur Funktion des Almosens in der
Gegenwart  59
4.3.1. Die kirchliche Lehrmeinung zum Almosen  59
4.3.2. Das Almosen als berechtigte Form der Hilfeleistung? 60
4.4. Solidaritätspflicht gegenüber bettelnden Menschen . 63
4.4.1. Zum Begriff Solidarität  63
4.4.1.1. Empirisch-deskriptive und normativ-evaluative Solidarität . 64
4.4.1.2. Verdienstlich oder verpflichtend?  64
4.4.1.3. Der Bezug auf das Gemeinwohl und die soziale Gerechtigkeit 65
4.4.1.4. Auf Gerechtigkeit bezogene Solidarität und Nächstenliebe  66
4.4.1.5. Die (vorrangige) Option für die Armen 67
4.4.1.6. Pro-Solidarität und Con-Solidarität 67
4.4.1.7. Universalität und Parteilichkeit  68
4.4.1.8. Zusammenfassung: Konkretisierung des Solidaritätsbegriffs 69
4.4.2. Kriterien für solidarisches Handeln 69
4.4.3. Solidarisches Handeln mit/für bettelnde(n) Menschen  71
4.5. Option für die Armen? Die Kirche(n) im Einsatz für bettelnde Menschen 74
5. Fazit 76
Abkürzungsverzeichnis  78
Quellen  79
Literatur. 83
Anhang  89

Inhaltsverzeichnis: Notreisende und BettelMigrantInnen in Salzburg

Gliederung
Vorwort 6
Themenstellung, Ausgangslage und verwendete Begriffe 6
Aktueller Diskurs über Armuts-Wandernde/Notreisende in den Zielländern von
Armuts-Wanderungen und temporären Notreisen 8
Wie schaut es in anderen Bundesländern & Landeshauptstädten aus? 9
Rahmenbedingungen, Auftragslage und methodische Eckdaten dieser Erhebung 11

1. Teil Kernergebnisse der Erhebungen des Ausmaßes der Notreisen / BettelMigration / temporärer Arbeitsmigration in Salzburg 13
 Salzburg: eine Destination für Notreisen und Wanderarmut 13
 Quantität und Profil der Notreisenden / Wanderarmen in Salzburg 14
 Geografischer und sozio-ökonomischer Hintergrund der Notreisenden 19
 Verwandtschaftliche oder nachbarschaftliche Organisationsmuster 24
 Nötige Maßnahmen in der Herkunftsregion 25
 Was macht Salzburg für Notreisen aus dem Südosten so attraktiv? 26
 Verkehrsmittel der Wahl: Pkw oder Bahn 29
 Die Kosten der Anreise 30
 Die Aufnahme in Salzburg 32
 Vom Überleben in Salzburg 33
 Mitziehende Minderjährige auf Notreise 36
 Leistungsansprüche auf Soziale Dienste / Hilfe der Notreisenden 37
Exkurs Formelle und informelle (Winter-)Infrastruktur für Notreisende 38
 Kurzvorstellung der formellen und informellen Angebote 40
 Eingeschränkte Ressourcen bestimmen das Angebot fürNotreisende 46
 Kenntnis vorhandener Angebote und Nutzung von Sozialeinrichtungen 48

2. Teil Soziale Aspekte der Notreisen 52
 Erfahrungshintergrund in Bezug auf Notreisen 55
 Zwischen Betteln und (Gelegenheits- oder Schwarz)Arbeit 58
 Gelegenheitsarbeiten / Verkauf von Zeitungen / Arbeitsstrich 60
 Betteln 62
 Und was verdient eine BettlerIn? 63
 Zugang zum Arbeitsmarkt 65
 Sonderfall: Straßenmusik 66
 Mangelnde bis fehlende schulische und berufliche Bildung 68
 Mangelhafte bis fehlende Sprachkenntnisse 72
 Fehlende berufliche Qualifikation / Praxis 74
 Die Hoffnung stirbt zuletzt 76
 Perspektive Arbeitsmigration und dauerhafte Ansiedlung in Salzburg 78
 Gesundheitliche Belastungen und fehlende medizinische Versorgung 81
 Frauenspezifische Aspekte 83
 Rückkehrwunsch und/oder realistische Rückkehroption 85

3. Teil Schlussfolgerungen und Maßnahmenempfehlungen 89
 Mythen und Vorurteile 92
 Die Wirklichkeit hinter Mythen und kolportierten Unterstellungen 93
 Mythos „Sozialtourismus“ 94
 Perspektiven von Notreisen, Bettel-Migration und/oder Wanderarmut 96
 Perspektiven für eine politische Lösung der Notreise-Problematik 100
 Was tun? Schlussfolgerungen und Maßnahmenempfehlungen 103

Anhang 1 Tabellarischer Überblick über die Kernergebnisse 105
Anhang 2 Interviewleitfaden der zweiten Interviewschleife 111
Anhang 3 Literatur und Materialien 118

Samstag, 22. Mai 2021

[ #soziale-sicherheit ] Sozialpolitik mit Zukunft?



Die Sozialpolitik ist seit jeher das zentrale Thema der Sozialdemokratischen Parteien gewesen. Die Krise, die Globalisierung und die neoliberale Ära haben aber Verwerfungen produziert. Andererseits leidet gerade die Sozialpolitik auch am "Scheitern durch Erfolg".

Gerade die sozialpolitischen Erfolge der Jahrzehnte bis zum Fall des Ostblocks haben in Konkurrenz zum "Arbeiterparadies" die Sozialpolitik im westlichen Europa befördert und manchmal den Eindruck erweckt als sei der Sozialstaat die einzige denkbare Logik und ein Automatismus, der das Engagement dafür überflüssig mache.

Plusminus-Spiel. Mit dem Zusammenbruch der kommunistischen Systeme haben sich Schleusen geöffnet und Armut und die soziale Frage sind wieder in unser Blickfeld gedrungen. Dabei war aber Sozialpolitik noch immer sehr oft an dem Erfolgsmodell orientert, das mit einer prosperierenden Wirtschaft korreliert hatte und die gravierenden gesellschaftlichen Veränderungen wurden nicht mehr in dem Maße wahrgenommen, die neue Wege und neue Organisation im Sozialsystem erforderlich gemacht haben. Alle Sozialdemokratien Europas leiden unter diesem Dilemma des Plusminus-Spieles: Hier ein paar Zentelprozent Plus um ein paar Defizite zu beseitigen und Anpassungen durchzusetzen, da unter dem Sparzwang verschuldeter Staatshaushalte das generelle Minus: Einsparungen und Streichungen.

KonzeptpapierDie SP Schweiz hat denn auch grosse Verdienste erworben im Kampf um den Sozialstaat in der Schweiz erworben. Er ist ihr Kind. Doch sie will sich darauf nicht ausruhen und fühlt sich deshalb dazu prädestiniert, auch die Zukunft der sozialen Schweiz mitzuprägen. Sie weiß, die aktuellen sozialen Risiken verlangen nach neuen Antworten, ohne dass dabei die klassische soziale Absicherung überflüssig würde.

Die SP Schweiz hat daher ein umfassendes sozialpolitisches Konzeptpapier in Auftrag gegeben, das auch als PDF zum Download vorliegt. Ein Blick in die Überlegungen kann auch jenseits der schweizerischen Grenze nicht schaden.


[ #forumROMANum ] ⇒

Zur vorgängigen Orientierung über den Inhalt:
Inhaltsverzeichnis I
1 Vorbemerkung 1
2 Sozialpolitik mit Zukunft 2
3 Welchen Herausforderungen muss sich der Sozialstaat stellen? 8
3.1 Der Sozialstaat trägt den Veränderungen der Lebens- und Familienformen nicht Rechnung. 8
3.2 Der Sozialstaat ist geprägt von veralteten Geschlechterrollen. 9
3.3 Der Sozialstaat sichert die gesellschaftlich wichtige unbezahlte Care-Arbeit nicht ab. 9
3.4 Der Sozialstaat hält mit der wachsenden Flexibilität des Arbeitsmarktes nicht mit. 10
3.5 Der Sozialstaat kann die zunehmenden Probleme der Tiefqualifizierten nicht alleine lösen. 11
3.6 Der Sozialstaat kann nicht alle auffangen, die in der Arbeitswelt nicht voll mithalten können. 11
3.7 Der Sozialstaat sieht die Schweiz nicht als Einwanderungsland. 11
3.8 Die demografische Alterung fordert das Sozialsystem heraus. 12
4 Wo hat der Sozialstaat selber Mängel? 13
4.1 Probleme im System des Sozialstaats 13
4.1.1 Das Sozialsystem ist inzwischen kaum mehr zu durchschauen. 13
4.1.2 Probleme werden oft erst zur Kenntnis genommen, wenn sie schon eingetroffen sind. 13
4.1.3 Die Vererbung von Armut über Generationen hinweg wird zu wenig wirkungsvoll verhindert. 13
4.1.4 Der Sozialstaat bestraft mitunter Bemühungen um finanzielle Eigenständigkeit. 14
4.1.5 Private Hilfe wird zu wenig unterstützt. 14
4.1.6 Es gibt kein klar formuliertes Recht auf soziale Absicherung. 14
4.1.7 Für jedes Problem ist eine andere Stelle zuständig, die nur die eigene Kasse im Auge hat. 15
4.1.8 Der Sozialstaat garantiert keine Generationengerechtigkeit. 15
4.1.9 Der Föderalismus in der Sozialpolitik hat Schwächen (aber auch Stärken). 15
4.1.10 Die grossen Ziele der Sozialpolitik sind aus dem Blickfeld geraten. 16
4.2 Lücken in der sozialen Absicherung 16
4.2.1 Gegen Verdienstausfall bei Krankheit sind jene am schlechtesten abgesichert, die den Schutz am dringendsten brauchen.  16
4.2.2 Eine Trennung der Eltern wird finanziell zu Lasten der Kinder geregelt. 17
4.2.3 Die Pensionskassen sichern Leute mit geringem Erwerb und Einkommen kaum ab. 17
4.2.4 Bildung wird immer existenzieller, aber beim Stipendienwesen wird gespart. 17
4.2.5 Die Gesellschaft nimmt kaum Rücksicht darauf, ob Menschen Verantwortung für Kinder oder abhängige Erwachsene übernehmen. 18
4.2.6 Die Absicherung der selbstständigen Erwerbstätigkeit macht Schwierigkeiten. 18
4.2.7 Wer Pflege und Betreuung braucht, muss aufs Ersparte zurückgreifen. 19
4.2.8 Soziale Probleme werden zu oft ans Gesundheitswesen delegiert. 19
4.2.9 Es fehlt nach wie vor eine vernünftige Regelung für ein flexibles Rentenalter. 19
5 Welche Sozialpolitik braucht die Schweiz?
5.1 Chancen eröffnen und Absichern im Laufe des Lebens 26
5.1.1 Soziale Sicherheit im Laufe des ganzen Lebens bleibt der Kernpunkt. 26
5.1.2 Kinder ins Zentrum zu stellen, ist die effizienteste Sozialpolitik. 26
5.1.3 Der Berufsabschluss wird als Bildungsexistenzminimum immer wichtiger. 27II
5.1.4 Die Gleichstellung der Geschlechter ist in der Sozialpolitik noch zu realisieren. 27
5.1.5 Kinder zu haben, soll kein Armutsrisiko sein. 27
5.1.6 Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist auch sozialpolitisch wichtig. 28
5.1.7 Den Anschluss ans Erwerbsleben zu behalten, verlangt heute mehr. 28
5.1.8 Die Alterssicherung muss gewährleistet bleiben. 29
5.2 An Potenzialen anknüpfen, Handlungsspielräume erweitern und kostenbewusst bleiben 30
5.2.1 Nur wer hinschaut, wo die Gründe liegen, kann soziale Probleme wirksam bekämpfen. 30
5.2.2 Integration und Ausgrenzung spielen eine wichtige Rolle bei der Verteilung von Wohlstandschancen. 31
5.2.3 Die privaten sozialen Netze leisten viel, aber sie sind nicht beliebig belastbar. 31
5.2.4 Auch in der Sozialpolitik zählt, was im Portemonnaie bleibt. Aber Geld allein genügt nicht. 32
5.2.5 Sozialversicherungs- und Bedarfsleistungen ergänzen sich gegenseitig 32
5.2.6 Die Verbesserung von Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit hilft die Finanzierbarkeit des Sozialstaats sicherstellen. 33
5.2.7 Soziale Wohlfahrt steht nicht im Widerspruch zu einer engagierten Umweltpolitik. 34
6 Wo gibt es konkreten Handlungsbedarf? 35
6.1 Die soziale Sicherheit ist nicht über das ganze Leben für alle gleich garantiert. 35
6.2 Integration ist der Schlüssel 36
6.3 Das Sozialsystem muss sich auf ein gutes Zusammenspiel aller Politikbereiche stützen können. 38
6.4 Der Sozialstaat soll einfacher werden 39
6.5 An bestehenden Potenzialen anknüpfen 41
6.6 Kinder ins Zentrum stellen 43
6.7 Mit Bildung Wohlstand sichern 44
6.8 Frauen und Familien stärken 45
6.9 Zugang zum Erwerbsleben erhalten 47
6.10 Migrationsbevölkerung anerkennen 48
6.11 Alterssicherung gewährleisten 49
6.12 Kostenbewusst bleiben 51
7 Glossar 53
8 Literaturverzeichnis 59

Donnerstag, 8. April 2021

[ #soziale-sicherheit ] Das bedingungslose Grundeinkommen "als Arbeit des Stückwerksingenieurs"

Nicht nur die jüngste Wirtschaftskrise gibt Anlass über unsere Zukunft wieder neu nachzudenken und sozialpolitische Initiativen abseits der bereits gegangenen Wege in die Diskussion einfließen zu lassen. 

Besonders der Existenzsicherung gewinnt eine zunehmende Bedeutung und wird durch eine Vielzahl bürokratischer und organisatorischer Maßnahmen zu sichern versucht, die aber den existentiellen Bedürfnissen und der Lebenssitutation der Betroffenen häufig widerspricht, so dass die Berechtigten und Bezieher häufig nicht identisch sind mit den Bedürftigen. Gerade den Bedürftigsten sind die bürokratischen Hürden Hürden und deklassiert sie nicht selten zu Nummern, Antragstellern, Bittstellern oder gar Bettlern.

Umgekehrt bedarf es vermehrter theoretischer Anstrengungen, die Zukunft zu meistern. Innovation darf nicht nur ein betriebs- oder volkswirtschaftlicher Terminus bleiben, sie muss auch eine gesellschaftspolitische Triebfeder sein. Die Diskussion um die Treffsicherheit sozialpolitischer Maßnahmen zeigt auch ein tiefgreifendes Theorie- und Wissensdefizit der handelnden politischen Personen, gerade auch was die volkswirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Disziplin anbelangt und ist primär auf Vorurteile und Halbwissen gestützt. Gerade der Terminus Treffsicherheit bedarf einer radikalen theoretischen Überprüfung.

Nicht anders verläuft die Diskussion um die aktuelle Wirtschaftskrise, die stereotyp als Bankenkrise gehandelt wird, mit allen damit verknüpften (nicht nur) antikapitalistischen Klischees. Die Steuerreformdiskussion reduziert sich auf Entlastung, schlägt schnell auch in ein populistisches "Entlastung für Alle" um, was endlich bedeutet: Weitere Vorteile für die ohnedies nicht Belasteten. Die Ausklammerung der indirekten Steuern aus der Steuerreformdiskussion ist schon allein ein fragwürdiges Beginnen.
„Wie Sokrates weiß der Stückwerk-Ingenieur, wie wenig er weiß. Er weiß, dass wir nur aus unseren Fehlern lernen können. Daher wird er nur Schritt für Schritt vorgehen und die erwarteten Resultate stets sorgfältig mit den erreichten vergleichen…“   Karl Popper, Das Elend des Historizismus
[Dissertation online] Da passt eine öffentlich zugängliche Dissertation der Ludwig Maximilian-Universität München über das bedingungslose Grundeinkommen (Digitale Hochschulschriften der LMU) gerade richtig, welche das gesellschaftliche Problem der Existenzsicherung grundsätzlich ausleuchtet und mehr als nur eine Reihe von Anhaltspunkten für den dringend zu führenden Disput liefert. Anders als in den missionarischen Weltverbesserungszirkeln wird hier auch die Umsetzung problematisiert und der Sichtweise des Stückwerk-Ingenieurs nach Karl Popper gefolgt, wonach solche Reformen eben einen Prozess darstellen, der in alle anderen Überlegungen einzufließen haben und nicht eine "Revolution" sein kann und wird.


Quelleninformation. Kemmer, Kilian (2008): Das bedingungslose Grundeinkommen. - edoc.ub.uni-muenchen.de/8815/ - Inaugural-Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München vorgelegt von Kilian Kemmer - Dissertation, LMU München: Fakultät für Philosophie, Wissenschaftstheorie und Religionswissenschaft - pdf, 1192 KB,


 [ #forumROMANum ] ⇒ 

Lohnt sich ein Download? Zur vorgängigen Orientierung ein schneller Blick auf den Inhalt:

1. KAPITEL: EINLEITUNG UND ÜBERBLICK 9
1.1 Das Solidarische Bürgergeld 9
1.2 Status quo der deutschen Sozialstaatsregelung 9
1.3 Das unbedingte Grundeinkommen, ein Paradigmenwechsel 10
1.4 Historische Einordnung der Idee eines unbedingten Grundeinkommens 11
1.5 Die Problematik 12
1.6 Thesen und Überblick über die Arbeit 14

I. DIE NORMATIVE ARGUMENTATION UM DAS BEDINGUNGSLOSE GRUNDEINKOMMEN 17

2. KAPITEL: VAN PARIJS’ FORDERUNG EINES MÖGLICHST HOHEN UNBEDINGTEN GRUNDEINKOMMENS 18
2.1 Einleitung 18
2.1.1 Van Parijs’ Problematik 18
2.1.2 Gegenstand der Untersuchung 19
2.1.3 Gliederung 20
2.2 Das Ideal der realen Freiheit für alle 20
2.2.1 Die Unterscheidung zwischen freier Gesellschaft und die Freiheit ihrer Mitglieder 20
2.2.2 Das Problem des zufriedenen Sklaven und das Neutralitätsgebot 21
2.2.3 Freiheit als Freiheit von Zwang 23
2.2.4 Kritik der formalen Freiheitskonzeption 23
2.2.5 Die Dimension der Gelegenheit und das Problem der maximalen Freiheit 25
2.2.6 Das Leximinprinzip 26
2.2.7 Zusammenfassung 27
2.3 Institutionelle Implikationen aus dem Ideal der realen Freiheit: die Forderung nach einem möglichst hohen Grundeinkommen für alle 27
2.3.1 Definition des unbedingten Grundeinkommens 28
2.3.2 Die vier Bedingungen etwas genauer 28
2.3.3 Die Höhe des unbedingten Grundeinkommens und Auszahlungsmodus 31
2.3.4 Zusammenfassung 32
2.4 Ressourcengerechtigkeit 33
2.4.1 Das Dilemma des Neutralitätsgebots 33
2.4.2 Das Ressourcengerechtigkeitsargument 33
2.4.3 Die Frage nach den relevanten Assets 34
2.4.4 Jobs als Assets 35
2.4.5 Von der Arbeitsplatzrendite zur Einkommenssteuer 37
2.4.6 Zusammenfassung 38
2.5 Die Problematik interner Ressourcen und die Begründung von legitimem Privateigentum 38
2.5.1 Kompensation von internen Ressourcen 38
2.5.2 Legitimes Privateigentum über das unbedingte Grundeinkommen hinaus 40
2.6 Van Parijs’ Konzeption in der Kritik 41
2.6.1 Die Frage der Implementierung 41
2.6.2 Ressourcengerechtigkeit 44
2.6.3 Maximale Freiheit 45
2.7 Zusammenfassung und Ausblick 46

3. KAPITEL: FROMM ODER DIE PSYCHOLOGISCHE DIMENSION EINES UNBEDINGTEN GRUNDEINKOMMENS 47
3.1 Das Freiheitsargument 47
3.2 Befreiung von Angst 48
3.3 Auseinandersetzung mit geistigen und religiösen Problemen 49
3.4 Garantiertes Einkommen und Arbeit als Wesensbestimmung des Menschen 50
3.5 Zusammenfassung 52

4. KAPITEL: SOZIALETHISCHE ÜBERLEGUNGEN 53
4.1 Offizielle Stellungnahmen der katholischen und der protestantischen Kirche 54
4.2 Pro Grundeinkommen aus katholischer Sicht 55
4.2.1 Das Grundeinkommen ist solidarischer als der Status quo 56
4.2.2 Das Grundeinkommen wirkt subsidiärer als der Status quo 57
4.3 Pro unbedingtes Grundeinkommen aus protestantischer Sicht 58
4.4 Zusammenfassung 61
4.5 Zwischenergebnis und Überleitung 61

5. KAPITEL: NOZICK ODER UMVERTEILUNG ALS ZWANGSARBEIT 63
5.1 Einleitung 63
5.2 Vom Naturzustand zum Minimalstaat 64
5.2.1 Nozicks Problematik 64
5.2.2 Nozicks Methode 65
5.2.3 Ausgangspunkt: Lockescher Naturzustand 66
5.2.4 Die Denkfigur der Schutzgemeinschaft 66
5.2.5 Der Ultraminimalstaat 67
5.2.6 Der Minimalstaat 68
5.3 Jenseits des Minimalstaates oder Kritik der Umverteilung 70
5.3.1 Die historische Dimension der Anspruchstheorie (entitlement theory) 70
5.3.2 Historische Grundsätze und strukturelle Grundsätze 72
5.3.3 Erste Kritik an strukturellen Grundsätzen: Eingriff in freiwilliges Handeln 73
5.3.4 Zweiter Kritikpunkt an strukturellen Grundsätzen: Die Einschränkung des Eigentums 74
5.3.5 Das Problem der Erstaneignung 77
5.3.6 Zusammenfassung und Anspruchstheorie 80
5.4 Nozicks Ansatz in der Kritik 80
5.4.1 Nozicks Ergebnisse stimmen nicht mit unseren Intuitionen überein 81
5.4.2 Eigentumsabsolutismus und axiomatische Setzung von ursprünglichen Rechten 82
5.4.3 Genug und gleich Gutes durch das Marktsystem? 83
5.5 Zusammenfassung und Vergleich mit den drei analysierten Positionen pro Grundeinkommen 84

6. KAPITEL: KERSTING ODER DAS SUFFIZIENZPRINZIP 86
6.1 Einleitung 86
6.2 Kerstings Würdigung des unbedingten Grundeinkommens 86
6.3 Kerstings Kritik am unbedingten Grundeinkommen 87
6.3.1 Die Kritik am Konzept der Ressourcengerechtigkeit 87
6.3.2 Leistung ohne Gegenleistung 89
6.3.3 Entwürdigung der Empfänger 90
6.3.4 Mentale Deformation 90
6.3.5 Negative Folgen für die Zivilität 91
6.3.6 Die ethische Dimension der Arbeit 91
6.4 Das Suffizienzprinzip oder indirekte Kritik an der Forderung eines möglichst hohen Grundeinkommens 92
6.4.1 Das Suffizienzprinzip 92
6.4.2 Das Kerstingsche Menschenbild und normative Begründung des Suffizienzprinzips 93
6.4.3 Staatliche Notversorgung als Ausdruck von Solidarität 94
6.5 Zusammenfassung und Ausblick 95

7. KAPITEL: STEINVORTH ODER DAS RECHT AUF ARBEIT 96
7.1 Einleitung 96
7.2 Die Idee der gleichen Freiheit 96
7.3 Mindesteinkommen, das Recht auf Arbeit und Kritik am unbedingten Grundeinkommen 98
7.4 Die Implementierung des Rechts auf Arbeit 100
7.5 Das Mindesteinkommen als Hintertür 101
7.6 Van Parijs versus Steinvorth – nochmals zur Frage der Implementierung 102
7.7 Van Parijs versus Steinvorth – Schluss 104

8. KAPITEL: DIE KONFRONTATION DIVERGIERENDER GERECHTIGKEITS- BZW. WERTVORSTELLUNGEN 106
8.1 Der Dissens zwischen den bisher analysierten Gerechtigkeitstheorien 106
8.2 Die Schwächen der Wertediskussion 108
8.3 Neue Problemstellung 109

II. DER INTERAKTIONSÖKONOMISCHE ANSATZ 111

9. KAPITEL: BUCHANAN ODER DAS PROBLEM DER ZUSTIMMUNG 112
9.1 Einleitung 112
9.1.2 Gliederung 112
9.2 Einführung in Buchanans Werk 113
9.2.1 Normativer Individualismus 113
9.2.2 Methodologischer Individualismus 114
9.2.3 Das Individuum als Homo oeconomicus 115
9.2.4 Die Bedeutung von Regeln 117
9.2.5 Die Rolle von Dilemmastrukturen 119
9.2.6 Die Messung des individuellen Nutzens 122
9.2.7 Das Vertragsargument 124
9.2.8 Die konstitutionelle Perspektive 125
9.2.9 Heuristik der wechselseitigen Besserstellung 126
9.3 Die ökonomische Begründung von Institutionen 127
9.3.1 Der Buchanansche Naturzustand 127
9.3.2 Entstehung von Eigentum durch Übereinkunft 129
9.3.3 Rechtsschutzstaat 129
9.3.4 Leistungsstaat 130
9.3.5 Einseitige Umverteilung 131
9.3.6 Die Rolle des Naturzustandes 132
9.4 Buchanan zum unbedingten Grundeinkommen 134
9.4.1 Nochmals die Problematik von Mehrheitsentscheidungen 134
9.4.2 Die „generality rule“ 135
9.4.3 Die Frage der Umverteilung oder die Begründung eines unbedingten Grundeinkommens 136
9.4.4 Kritische Einschätzung der Buchananschen Begründung eines Grundeinkommens 137
9.5 Die Problematik der Zustimmung 138
9.5.1 Verbesserung ist möglich 139
9.5.2 Einhellige Zustimmung durch pareto-superioren Wandel 140
9.5.3 Einwände 141
9.5.4 Zusammenfassung 147
9.6 Buchanan in der Kritik 148
9.6.1 Kritik an natürlicher Verteilung und am Status quo 148
9.6.2 Zwischen offenen und vernünftigen Präferenzen 151
9.6.3 Auswanderung als letzte Möglichkeit? 153
9.6.4 Das Problem des hypothetischen Konsenses 154
9.6.5 Warum Einstimmigkeit als Legitimationskriterium? 156
9.7 Interaktionsökonomische Perspektive, das Problem divergierender Werte und Implikationen für die weitere Untersuchung 159
9.7.1 Die Möglichkeit allgemeiner Zustimmung 159
9.7.2 Der Buchanansche Begriff der Gerechtigkeit und die Problematik divergierender Werte 160
9.7.3 Implikationen für die Problematik des Grundeinkommens sowie für den Fortgang der weiteren Untersuchung 162

III. ZUR PRAKTISCHEN UMSETZUNG DES GRUNDEINKOMMENS UND STELLUNGNAHME 164
10. KAPITEL: DAS SOLIDARISCHE BÜRGERGELD 165
10.1 Einleitung und Gliederung 165
10.2 Das Solidarische Bürgergeld als Antwort auf konkrete Probleme des deutschen Sozialstaates 165
10.3 Das Solidarische Bürgergeld 166
10.3.1 Das Konzept 166
10.3.2 Beispiel und graphische Darstellung 170
10.4 Die Studie von Opielka und Strengmann-Kuhn 172
10.5 Die methodische Kritik von Spermann 173
10.5.1 Die Verschiebung der Transfergrenze oder die Analyse der Grundsicherung aus neoklassischer Perspektive 174
10.5.2 Negative Auswirkungen auf Qualifizierungsbemühungen 180
10.5.3 Erosion der sozialen Arbeitsnorm 180
10.5.4 Fazit der Spermann-Analyse 181
10.6 Die Analyse von Straubhaar 181
10.6.1 Unterschätzte Einsparungspotentiale und Mehreinnahmen 182
10.6.2 Dynamische Effekte 182
10.6.3 Beschäftigungseffekte 184
10.6.4 Fazit der Straubhaar-Analyse 186
10.7 Folgenabschätzung durch Experimente 187
10.7.1 Die amerikanischen Experimente einer negativen Einkommensteuer 188
10.7.2 Die Grenzen empirischer Analysen 189
10.8 Fazit und Grenzen der volkswirtschaftlichen Analyse 191
10.9 Argumentatives Fundament des Althausvorschlages 193
10.9.1 Menschenwürde und Zwangsarbeit 194
10.9.2 Ein konkretes Menschenbild 194
10.9.3 Weitere normative Argumente 195
10.9.4 Kritik an der normativen Argumentation des Althausvorschlages 196
10.10 Kritik aus Sicht der Buchananschen Implementierungsanalyse 196
10.10.1 Die Gruppe der Arbeitgeber 196
10.10.2 Der Gruppe der Arbeitslosen und Geringverdiener 197
10.10.3 Die Gruppe der Besserverdienenden 199
10.10.4 Gesamtgesellschaftliche Effekte 201

11. KAPITEL: ZUSAMMENFASSUNG UND ABSCHLIEßENDE STELLUNGNAHME 203
11.1 Ergebniszusammenfassung und Rekonstruktion des Argumentationsweges 203
11.2 Abschließende Stellungnahme 204
11.2.1 Das Problem der Folgenabschätzung 204
11.2.2 Das Problem konträrer Gerechtigkeitsvorstellungen 205
11.2.3 Abschließende Überlegungen zur Implementierung und zur Funktion des Solidarischen Bürgergeldes 206

BIBLIOGRAPHIE 209

Dienstag, 28. April 2020

[ #soziale-sicherheit ] Online: Wörterbuch für Sozialpolitik


[eLexika] Das Wörterbuch für Sozialpolitik der Schweizerischen Vereinigung für Sozialpolitik (SVSP), herausgegeben von Erwin Carigiet, Ueli Mäder und Jean-Michel Bonvin, wird auch kostenlos online zur Verfügung gestellt. Erschienen ist das Buch ursprünglich im Rotpunktverlag Zürich. Die Beiträge zu den 758 Stichworten aus allen Gebieten der Sozialpolitik sind alphabetisch gegliedert.
Service. Dies ist nur der Hinweis auf einen Beitrag eines hier verlinkten Weblogs, einer Website oder eines Downloads. Mehr erfährt man, wenn man den untenstehenden Links folgt! Nütze auch den Link „[Google Search] ⇒ “. Er liefert allenfalls einen aktuelleren Link im Falle einer Verwaisung und/oder auch zusätzliche oder aktuellere Infos!

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Montag, 30. März 2020

[ #soziale-sicherheit ] Bedingungsloses Grundeinkommen: Kickoff aus Vorarlberg

Der Klassiker der beiden Vorarlberger Autoren, des (Feldkircher) Jesuitenpaters Dr. Herwig Büchele gemeinsam mit der (Bregenzerin) Dr. Lieselotte Wohlgenannt  "Grundeinkommen ohne Arbeit - Auf dem Weg zu einer kommunikativen Gesellschaft" ist im Web im Volltext (über 100 Seiten) kostenlos zugänglich.

Das Buch (1985, Katholische Sozialakademie Österreichs) ist zwar in die Jahre gekommen und somit nicht mehr brandaktuell aber doch eine feine und fundierte Einführung in die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens und ein Beitrag zur aktuellen Grundsicherungsdiskussion allemal.

Pater Dr. Herwig Büchele SJ, em. Univ.Prof. wurde 1935 in Feldkirch geboren. Er studierte Wirtschaftswissenschaften und Philosophie in Innsbruck sowie Theologie in Leuven (Belgien). Er trat 1963 in den Jesuitenorden ein und wurde 1969 zum Priester geweiht. Von 1978 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2001 war er Professor am Institut für Systematische Theologie Fachgebiet: Moraltheologie und Gesellschaftslehre an der Universität Innsbruck, von 1995 bis 1999 Dekan der Theologischen Fakultät. Pater Dr. Herwig Büchele gilt als Vordenker in wirtschaftlichen und sozialen Fragen, der sich auch nach seiner Emeritierung hochaktuellen Themen wie der Ethik der Finanzmärkte widmet.

Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit hat auch sein gesellschaftliches Engagement Anerkennung gefunden, etwa sein Eintreten für die Global-Marshall-Plan-Initiative. 2009 wurde er mit dem Wissenschaftspreis des Landes Vorarlberg ausgezeichnet.Österreichweit bedeutsam wurde Herwig Bücheles Arbeit als Leiter der Katholischen Sozialakademie Österreichs. In den 1970er-Jahren wurde Büchele durch seine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema "Kirche und Sozialdemokratie" in einem gemeinsam mit dem damaligen Bundeskanzler Bruno Kreisky veröffentlichten Buch bekannt. Büchele war wesentlich an der Erarbeitung des Sozialhirtenbriefs der Österreichischen Bischöfe beteiligt. Der Sozialhirtenbrief erschien 1990. Noch heute ein Standardwerk ist das gemeinsam mit der gebürtigen Dornbirnerin Lieselotte Wohlgenannt herausgegebene Werk "Grundeinkommen ohne Arbeit"

Publikationen (Auswahl). Das Geld als Zauberstab und die Macht der internationalen Finanzmärkte. Wien, 3. Aufl. 2005 - Grundeinkommen ohne Arbeit. Auf dem Weg zu einer kommunikativen Gesellschaft (gem. m. L. Wohlgenannt). Wien, 2. Aufl. 1985 - Christlicher Glaube und politische Vernunft. Für eine Neukonzeption der Katholischen Soziallehre. Wien und Düsseldorf, 2. Aufl. 1990. - SehnSucht nach der Schönen neuen Welt. Thaur, 2. Aufl. 1994 - Eine Welt oder keine. Sozialethische Grundfragen angesichts einer ausbleibenden Weltordnungspolitik. Innsbruck und Mainz 1996 - Vor der Gefahr der Selbstauslöschung der Menschheit, Beiträge zur mimetischen Theorie Bd. 20, LIT Verlag Wien 2005.

Dr. Lieselotte Wohlgenannt, nach Abschluss der Handelsakademie Bregenz (Matura). 15 Jahre Export-Sachbearbeiterin in der Lebensmittelindustrie, Studium der Sozialwissenschaften in Paris (Licence-ès-sciences sociales und Doktorat), von 1968-1977 wissenschaftliche Mitarbeit im Bureau de l'Enseignement Catholique du Congo und im Secrétariat de l'Enseignement Catholique pour l'Afrique et Madagascar, seit 1977 wissenschaftliche Mitarbeiterin der Katholischen Sozialakademie Österreichs in Wien (heute freie Mitarbeiterin). Arbeitsschwerpunkte Familie, Familienpolitik, Frauen/Frauenpolitik, Sozialstaat, Sozialversicherungen, Grundeinkommen, Katholische Soziallehre, Sozialethik.

Publikationen (Auswahl) zu Entwicklungspolitik und Entwicklungssoziologie (Afrika), Zukunft der Arbeit, Grundeinkommen, u.a. Grundeinkommen ohne Arbeit. Auf dem Weg zu einer kommunikativen Gesellschaft. Zusammen mit Herwig Büchele, Wien 1986; Den Öko-Sozialen Umbau beginnen: Grundeinkommen, ebenfalls mit Herwig Büchele, Wien 1990; Zuletzt: "Menschenrechte brauchen Grundeinkommen" in "Grundeinkommen - in Freiheit tätig sein", Hg. Netzwerk Grundeinkommen und sozialer Zusammenhalt - Österreich und Netzwerk Grundeinkommen Deutschland. Berlin 2006.

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Sonntag, 15. März 2020

[ #soziale-sicherheit ] Ein politisches Must: Interkulturelle Öffnung der Altenpflege


Die vorliegende Diplomarbeit an der Universität Wien (Fakultät für Sozialwissenschaften), basierend auf der Grounded Theory (ein sozialwissenschaftlicher Ansatz zur systematischen Auswertung vor allem qualitativer Daten), befasst sich mit den Vorstellungen türkischsprechender Migrant/inn/en in Wien bezüglich ihres Alterns.  Eine Arbeit, die durchaus über Wien hinaus beachtet werden darf.

Analysiert werden die Wünsche und Vorstellungen türkischsprechender Migrant/inn/en vor dem Hintergrund der selbst in Wien noch kaum vorhandenen interkulturellen Öffnung der Altenpflege.

Mehrheitlich wird der Wunsch nach einem kultursensiblen Altenheim in Wien seitens türkischsprechender Migrant/inn/en als Alternative zum Altern in der Familie geäußert. Allerdings projizieren die Migrant/inn/en in diesen Wunsch nach einem kultursensiblen Altenheim ihre eigenen Bedürfnisse, da aufgrund der fehlenden spezifischen Angebote (wie z.B. auch auf muslimische bzw. türkische Patient/inn/en ausgerichtete Tageskliniken oder Heimhilfen) keine Erfahrungen gemacht werden konnten. Die Ablehnung lokaler (österreichischer) Altenheime ist wiederum durch das Fehlen kultursensibler Angebote begründet, wobei die Sprache, die Körperpflege, und das Essen eine Hauptrolle spielen. Von zentraler Bedeutung ist die Kommunikation in der eigenen Muttersprache.

Eine Minderheit der ersten Generation besteht darauf, im Alter in der Familie gepflegt zu werden und lehnt jede Art von Altenheim ab. Auffallend ist die Haltung der zweiten Generation, die Eltern im Alter bei sich pflegen zu wollen. Motiviert ist dies durch Achtung, Schuld, Verpflichtung und teilweise starkem Schamgefühl gegenüber der Gesellschaft. Die Ergebnisse dieser Studie zeigen die dringende Notwendigkeit einer interkulturellen Öffnung der Altenpflege auf.

Die PDF-Datei der Diplomarbeit kann kostenfrei heruntergeladen werden. Bitte beachten Sie aber die Urheberrechte.

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Mittwoch, 8. Mai 2019

[ #gerechtigkeit ] Die Verteilungsfrage. Von Reichtum, Krisen und Ablenkungsmanövern


Wie lebt es sich in der Ein-Promille-Gesellschaft? Wie schaut es jetzt eigentlich wirklich aus, mit dem Vermögen in Österreich? 

An welchen Schauplätzen des Verteilungskampfes geht es ans Eingemachte und: Mit welchen Ablenkungsmanövern wird das alles gerechtfertigt?
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Freitag, 3. Mai 2019

[ #bildung ] Die soziale Seite der Bildung - Welche Konzepte zur Förderung benachteiligter Kinder sind zukunftsfähig?

[Free eBook/PDF] Das DJI Bulletin (Heft 2/2010) mit dem Titel "Die soziale Seite der Bildung: Wie benachteiligte Kinder und Jugendliche in Deutschland gefördert werden – und welche Konzepte zukunftsfähig sind" analysiert auf Basis der aktuellen Prognosen im deutschen Bildungsbericht 2010 die zentralen Herausforderungen bei der Förderung und Integration von Kindern und Jugendlichen aus bildungsfernen Milieus.
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Sonntag, 14. April 2019

[ #soziale-sicherheit ] Wichtige Bestimmungen aus dem österreichischen Arbeits-, Sozial- und Steuerrecht 2016


Ein handlicher kostenloser Helfer für Arbeitnehmer, Arbeitnehmervertreter, Interessensvertreter  und engagierte Bürger und Verantwortliche in Institutionen auf den aktuellen Stand  2019 gebracht.

Gesetzliche Bestimmungen ändern sich laufend. Vor allem in den Bereichen Arbeits-, Sozial- und Steuerrecht ist es wichtig, den Überblick zu bewahren. In der vorliegenden Broschüre wurden alle Gesetze und Verordnungen, die heuer Gültigkeit haben, übersichtlich zusammengefasst, damit die Vorarlberger Arbeitnehmer immer auf dem Laufenden sind. Sie ersetzt jedoch bei konkreten Problemen nicht die persönliche Beratung. Wenden Sie sich bei Fragen an die Rechtsexperten der AK Vorarlberg, die Ihre Interessen kompetent vertreten. Sie finden dafür alle Kontaktadressen ab Seite 120 aufgelistet.
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Mittwoch, 11. Juli 2018

[ #soziale-sicherheit ] Kommunale Sozialpolitik unter den Bedingungen leerer Kassen


Die Aufgabe klassischer kommunaler Sozialpolitik lässt sich komprimiert mit "AAA" umschreiben.

A No.1 Wir müssen die Bedingungen des AUFWACHSENS möglichst freundlich zu konzipieren. Das sind die Fragen der Kinder- und Familienpolitik, der Jugend und die Bildungsfragen.

A No.2 Wir können der ARMUT entgegenwirken. Zahlreiche kommunale Maßnahmen können Armut verhindern. Es geht nicht nur um Linderung, es geht um Verhinderung.

A No. 3 Wir müssen das ALTER ehren! Wie gestalten wir den demographischen Wandel. Das kommunale Zuhause der Seniorengeneration muss so gestaltet sein, wie es anständige Kinder ihren Eltern schulden.

Gerechtigkeit. Schlussendlich sind das dringliche Fragen nach Gerechtigkeit, sozialer Inklusion und Teilhabe. Das ist der rote Faden, der das politische Handeln in den Gemeinden durchziehen muss. Es steht die Frage im Vordergrund, was jede einzelne Maßnahmen wirklich bewirkt. Nur "gut gemeint" ist zuwenig und möglicherweise das Gegenteil von gut.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) - sie ist die größte und zugleich älteste deutsche parteinahe Stiftung (SPD) - hat eine Expertise just veröffentlicht, welche sich mit kommunaler Sozialpolitik und den möglichen Handlungsoptionen bei engen finanziellen Spielräumen auseinandersetzt. Der Fokus richtet sich natürlich auf bundesdeutsche Verhältnisse, doch gibt es enge finanzielle Verhältnisse für die Gemeinden nicht dort allein. Mit etwas Phantasie und engagement lassen sich Anregungen für hier genug finden.

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Das bietet der kostenlose Download als PDF.:

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis 3
Abkürzungsverzeichnis 4
Vorbemerkung 5
Kurzfassung 6
1. Kommunale Sozialpolitik im Überblick 7
1.1 Handlungsfelder und rechtlicher Rahmen 8
1.2 Zentrale Akteure und Prozesse 10
1.3 Entwicklungen in zentralen kommunalpolitischen Handlungsfeldern 11
2. Herausforderungen kommunaler Sozialpolitik 17
2.1 Schrumpfende finanzielle Spielräume 17
2.2 Neue Problemlagen 22
 2.2.1 Aufgabenverschiebungen 22
 2.2.2 Neue Problemlagen durch gesellschaftliche Entwicklungen 25
2.3 Zusammenfassung 27
3. Handlungsoptionen in der Diskussion 29
3.1 Veränderte Leistungsgestaltung, -finanzierung und -erbringung 29
3.2 Politikfeldübergreifende Koordination 29
3.3 Neue Steuerung und Wirkungsorientierung 30
3.4 Ökonomisierung und Privatisierung 31
3.5 Professionelle Modernisierungskonzepte 32
3.6 „Nationale Stadtpolitik“ 32
3.7 Sozialplanung und Sozialberichterstattung 33
3.8 Partizipation und „Local Governance“ 33
3.9 Sozialinvestive und „Produktivistische“ Sozialpolitik 34
3.10 Zusammenfassung 34
4. Kommunalpolitische Strategien und Entscheidungsstrukturen im Sozialbereich 36
5. Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen 39
Literaturverzeichnis 41
Die Autorin und der Autor 47

Donnerstag, 19. April 2018

[ #soziale-sicherheit ] Glücksforschung: The Pursuit of Happiness


Jeder Mensch will glücklich sein, in allen Ländern der Welt, in  Österreich ebenso  wie im Sudan. 

Wir wollen alle das Gleiche, aber wir finden keine normative Definition des Glücks: Das Konzept Glück ist je nach Person, Persönlichkeit, Lebenserfahrungen und kulturellem Umfeld unterschiedlich. Bis vor kurzem befasste sich die Wirtschaftswissenschaft nicht mit dem Thema Glück, weil
es als zu vage galt, um in Modellen ernsthaft berücksichtigt zu werden.

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Dienstag, 17. April 2018

[ #soziale-sicherheit ] Soziale Stadt: Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten


Arbeitshilfe für Prävention und Gesundheitsförderung in Quartier und Gemeinde

Wird von Gesundheit gesprochen, so denken die meisten erst einmal an Krankheit und medizinische Versorgung. Und „Gesundheit“ wird oft erst dann zu einem Thema, wenn ein Mensch erkrankt oder etwas nicht mehr wie gewohnt funktioniert.

WHO. Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht dagegen von einem positiven Verständnis von Gesundheit aus. Gesundheit ist danach ein
„Zustand des völligen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur die Abwesenheit von Krankheit und Gebrechen“ 
(Gesundheitsdefinition der WHO von 1948)
 Unter Gesundheit, die sich über Wohlbefinden definiert, können Menschen, je nach Sichtweise, auch sehr unterschiedliche Dinge verstehen. Ältere Menschen definieren Gesundheit mehr als Ganzheit, Integrität, innere Stärke und Fähigkeit den Alltag zu bewältigen, Jüngere mehr in Richtung Fitness, Energie und Stärke (Naidoo und Wills, 2010). Auch kulturell bedingt kann es Unterschiede im Verständnis von Gesundheit geben. Gerade ältere Migrantinnen und Migranten verbinden ihr Wohlbefinden sehr stark mit der Situation anderer Familienmitglieder und Bekannter.

 [ #forumROMANum ] ⇒
Lohnt sich ein Download? Was Sie in diesem Heft finden:

Was ist Gesundheit? Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit, Gesundheit besteht aus körperlichem, geistigem und sozialem Wohlbefinden. Das Kapitel stellt dar, wie dieses Wohlbefinden durch Prävention und Gesundheitsförderung im Quartier unterstützt werden kann.

Gesundheitschancen sind ungleich verteilt. Das Kapitel zeigt, wie soziale Ungleichheit zu schlechteren Gesundheitschancen führt. Sozial benachteiligten Menschen fehlen durch ihre Lebensumstände oft die psychischen und physischen Kräfte und Möglichkeiten, um gesund zu bleiben.

Welche Faktoren beeinflussen Gesundheit? Alter und Erbanlagen beeinflussen die Gesundheit von Menschen, doch nicht nur sie. Dieses Kapitel zeigt, welche Faktoren sich auf die Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner im Stadtteil auswirken.

Prävention und Gesundheitsförderung im Quartier. Vorbeugen ist besser als Heilen! Warum das so ist, zeigt dieses Kapitel. Zudem stellt es zahlreiche Strategien vor und gibt Hinweise, wo Prävention und Gesundheitsförderung eingesetzt werden können.

Gesundheitsförderung, die ankommt: Der Lebenswelt-Ansatz. Menschen leben in Settings / Lebenswelten, wie es in den Gesundheitswissenschaften heißt. Das Kapitel erläutert den Setting-Ansatz und zeigt, warum das Quartier ein wichtiges Setting für die Gesundheitsförderung ist und wie an das Programm „Soziale Stadt“ angeknüpft werden kann.

Empowerment in der Gesundheitsförderung. Das Kapitel stellt das zentrale Ziel der Gesundheitsförderung vor: ein selbstbestimmter Umgang mit der eigenen Gesundheit. Doch was ist Empowerment und wie gelingt es konkret?

Tipps zum Weiterlesen. Sie dienen zur Vertiefung eines interessierenden Themas.

Links zu den Themen „Gesunde Lebenswelten schaffen“. Hier finden sich nützliche Informationen, Adressen von Datenbanken, praktische Hinweise, Beispielprojekte und mögliche Partner.

Quellennachweise

Montag, 1. Januar 2018

[ #soziale-sicherheit ] Sozialkompass Europa - Version 7.0

Der „Sozialkompass Europa“ stellt umfangreiche Informationen zu den sozialen Sicherungssystemen in den 28 Mitgliedsländern der Europäischen Union interaktiv bereit. Alle Inhalte wurden mit Stand 1. Januar 2017 aktualisiert.

Der Nutzer der Datenbank kann selbst auswählen, welche Länder und welche Themen aus den 15 Hauptthemen des Sozial- und Arbeitslebens in Europa vergleichen möchte. Behandelt werden die Themenbereiche:

Teil I Sozialer Schutz in Europa
  • Soziale Grundrechte in Europa
  • Die Grundrechtecharta
  • Finanzierung und Struktur
Teil II Soziales Europa für alle
  • Koordinierung der Sozialversicherungssysteme
  • Familie Kindergeld
  • Mutterschaft
  • Gesundheit, Vorsorge, Pflege
  • Entgeltfortzahlung
  • Arbeitslosigkeit
  • Arbeitsunfall und Berufskrankhei
  • Invalidität
  • Sicherheit im Alter
  • Hinterbliebene
  • Arbeitsrecht
  • Kündigung
  • Mitbestimmung
  • Konflikt und Schlichtung
  • Mindestsicherung
  • Behinderung
Disability. Zahlreiche Unterschiede und Eigenheiten der einzelnen Mitgliedstaaten, aber auch die Bemühungen um gemeinsame Regelungen kommen hierin zum Ausdruck. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch das Thema „Behinderung“, das 2013 erstmals in die Datenbank aufgenommen wurde.

Bemerkenswert aber anderes zum Thema Behinderung: Der Sozialkompass enthält Erklärungen in
in Deutscher Gebärdensprache und leichter Sprache!

Sozialkompass Europa - Version 7.0. Die Form des „Sozialkompass Europa“ als Datenbank stellt den Bürgern eine große Vielfalt von Informationen bereit. In der vorliegenden Version 3.1 sind die Daten der EU-27 vor dem Beitritt Kroatiens noch mit Stand 1. Juli 2012 berücksichtigt. Die Daten für Kroatien befinden sich bereits auf dem Stand vom 1. Juli 2013. Seit der im  Dezember 2014 erfolgten kompletten Überarbeitung der Datenbank (Version 4.0) sind die Daten aller 28 EU-Mitgliedsländer einheitlich auf den Stand 2014 gebracht. Der aktuelle redaktionelle Stand der Version 7.0: Januar 2017.

Features. Zu den umfangreichen Features der Datenbank gehört ein ausführliches Glossar mit mehr als 400 Stichworten, das von A wie Abfindung bis Z wie Zuzahlung Grundbegriffe der Sozial- und Europapolitik erläutert. Das Glossar schlüsselt diese Kernbegriffe auf, bietet dem Nutzer eine rasche Orientierung im komplexen Feld der sozialen Sicherungssysteme und erleichtert so die Lektüre und den Vergleich der Themen in der Datenbank. Bei einer Reihe von Begriffen bietet es zudem Links auf aktuelle Daten und Fakten der deutschen wie europäischen Sozialpolitik.


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