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Dienstag, 23. Mai 2023

[ #nachhaltigkeit ] Saisonkalender für Obst, Beeren und Gemüse

 


Ein langer Transport, ein zu frühes Ernten und jede längere Lagerzeit vermindert immer die Qualität.

Aus heutiger Sicht erscheint es ernährungsphysiologisch sinnvoller, öfter verschiedene Arten von normalem Obst und Gemüse zu essen, als kleinere Mengen mit Wirkstoffen angereicherten Designerprodukten. Dies deshalb, weil die Naturprodukte auch wichtige Nahrungsfasern und Mikronährstoffe liefern.
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Donnerstag, 4. Mai 2023

[ #elexika ] Nachhaltigkeit - Lexikon der Nachhaltigkeit (sustainable development)

Nachhaltige Entwicklung sustainable development) heißt, Umwelt gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen.

[eLexika] Seit dem Gipfel 1992 in Rio de Janeiro, der größten Gipfelkonferenz des 20. Jahrhunderts, ist nachhaltige Entwicklung ein Ziel, das mehr Eingang findet in Köpfe und Handeln der Menschen, Verwaltungen und Betriebe. Auslöser ist die Erkenntnis, dass es in einer Welt mit so viel Armut und Umweltschäden keine gesunde Gesellschaft / Wirtschaft geben kann.

Weltgipfel Rio de Janeiro, 1992. Auch zwei Jahrzehnte nach dem Weltgipfel von Rio de Janeiro 1992 hat die nachhaltige Entwicklung das Bewusstsein breiter Bevölkerungsschichten noch nicht erreicht. Vielmehr muss sich das Wort "Nachhaltig" eine inflationäre Verwendung gefallen lassen.

Schlussendlich kamen in Rio fünf „Dokumente“ zustande, die vor dem Hintergrund der Vielzahl der Interessengegensätze (z.B. beim Thema Wald oder Klimaschutz) von vielen Seiten als ein erfolgreicher Schritt für eine globale Umwelt- und Entwicklungspartnerschaft gesehen werden:

  • Die Deklaration von Rio über Umwelt und Entwicklung: In den 27 Prinzipien (Grundsätzen) der Rio-Deklaration wurde u.a. erstmals global das Recht auf nachhaltige Entwicklung (sustainable development) verankert. Weiter wurden das Vorsorge- und das Verursacherprinzip als Leitprinzipien anerkannt. Als unerlässliche Voraussetzungen für eine nachhaltige Entwicklung werden u.a. die Bekämpfung der Armut, eine angemessene Bevölkerungspolitik, Verringerung und Abbau nicht nachhaltiger Konsum- und Produktionsweisen sowie die umfassende Einbeziehung der Bevölkerung in politische Entscheidungsprozesse genannt.
  • Die Klimaschutz-Konvention: Die Rahmenkonvention der Vereinten Nationen über Klimaveränderungen sieht vor, dass die Belastung der Atmosphäre mit Treibhausgasen auf einem Niveau stabilisiert wird, welches eine gefährliche Störung des Weltklimas verhindert. Nach Einschätzung des IPCC muss der Ausstoß an CO2 bis 2050 weltweit um mindestens 60 Prozent reduziert werden, um den Klimawandel in vertretbaren, also "ungefährlichen" Grenzen zu halten.
  • Die Biodiversitätskonvention: Die Biodiversitätskonvention ist ein Abkommen zum Schutz der biologischen Vielfalt. Die Welt soll die biologische Vielfalt erhalten und ihre Grundelemente auf gerechte und ausgewogene Art nachhaltig nutzen. Konkret heißt dies, dass die Nutzung so erfolgen muss, dass die biologische Vielfalt langfristig nicht weiter gefährdet wird. Die Länder haben das Recht, über ihre biologischen Ressourcen zu verfügen, sind aber auch dafür verantwortlich, dass ihre biologische Vielfalt erhalten bleibt und dass ihre biologischen Ressourcen auf nachhaltige Weise genutzt werden.
  • Die Walddeklaration: stellt Leitsätze für die Bewirtung, Erhaltung und nachhaltige Entwicklung der Wälder der Erde auf. Gemäß dieser eher unverbindlichen Absichtserklärung sollen Wälder nach ökologischen Maßstäben bewirtschaftet, erhalten und geschützt werden. Eine verbindlichere Wald-Konvention, wie sie von den Industriestaaten gewünscht wurde, scheiterte am Widerstand der Entwicklungsländer.
  • Die Agenda 21: Nach der Agenda 21 sind es in erster Linie die Regierungen der einzelnen Staaten, die auf nationaler Ebene die Umsetzung der nachhaltigen Entwicklung planen müssen in Form von Strategien, nationalen Umweltplänen und nationalen Umweltaktionsplänen. Dabei sind auch regierungsunabhängige Organisationen und andere Institutionen zu beteiligen.
  • Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung: auf der Rio-Konferenz wurde ein regierungsübergreifendes Verhandlungskomitee (INCD = Intergovernmental Negotiating Committee) ins Leben gerufen, dessen Aufgabe die Vorbereitung einer Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung in den Ländern, die schwer unter Dürre und/oder Wüstenbildung litten, insbesondere in Afrika, bestehen sollte. Dieses Komitee, 1993 gegründet, beschloss nach fünf vorbereitenden Sitzungen am 17. Juni 1994 in Paris die Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD = U.N. Convention to Combat Desertification).

Wussten Sie, dass ...

... Hans Carl von Carlowitz (1645 – 1714), Oberberghauptmann am kursächsischen Hof in Freiberg, als Begründer des Prinzips der Nachhaltigkeit gilt? Angesichts einer drohenden Rohstoffkrise formulierte von Carlowitz 1713 in seinem Werk "Sylvicultura oeconomica" erstmals, dass immer nur so viel Holz geschlagen werden sollte, wie durch planmäßige Aufforstung, durch Säen und Pflanzen nachwachsen konnte.

Lexikon der Nachhaltigkeit.
Nachhaltigkeit bezeichnet Entwicklungsstrategien, die Bedürfnisse von heutigen und zukünftigen Generationen berücksichtigen. Nicht nur in der Ökologie, auch in Ökonomie und sozialen Fragen findet das Konzept Anwendung.Das alles und mehr verrät das Lexikon der Nachhaltigkeit das von der Aachener Stiftung im Jahr 2000 konzipiert und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt wurde. Die Sammlung ist ein Lexikon, aber bemerkenswert auch, dass es leider zuletzt im Jahre 2015 aktualisiert wurde.

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Sonntag, 5. März 2023

[ #tourismus ] Bildungsmappe: Nachhaltigkeit im Tourismus

Die Bildungsunterlagen zum Thema Nachhaltigkeit im Tourismus sind ein elektronisches Lehrmittel für Lehrpersonen aus berufsbildenden (Tourismus-)schulen und allgemeinbildenden Schulen und eignen sich für SchülerInnen im Alter von 14 bis 18 Jahren. 
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Dienstag, 27. Juli 2021

[ #kommunalpolitik ] Fünf Hebel für Nachhaltigkeitsprozesse auf Gemeindeebene


Nachhaltige Entwicklung auf kommunaler Ebene voranzutreiben erfordert, politische, verwaltungsinterne und gesellschaftliche Prozesse mit vielen Beteiligten und unterschiedlichen Interessen am Leitbild nachhaltiger Entwicklung auszurichten und zu verändern.

Die Broschüre des deutschen Bundesumweltministeriums (BMU) bietet Hilfestellung und Lösungswege zur stärkeren und wirkungsvolleren gemeinsamen Koordination von Nachhaltigkeitsprozessen in der Kommune. Im Mittelpunkt steht das Zusammenspiel von Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft.

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Ein Blick in das Inhaltsverzeichnis:
  • Worum es in dieser Praxisbroschüre geht 5
  • Wie Sie mit dieser Praxisbroschüre arbeiten können 6
  • Hintergrund: Integration von Politik- und Nachhaltigkeitsprozessen 10
  • Hebel und Instrumente: Wie die Integration von Politik- und Nachhaltigkeitsprozessen gelingen kann 13
  • Dynamik erzeugen und Nachhaltigkeitsprozesse steuern -
  • das Hebelmodell für kooperative Veränderungsprozesse 13
  • Durch einen Motor die Motivation für den Prozess sichern 16
  • Durch Permanenz politische Mandatsträger/innen kontinuierlich einbinden 20
  • Durch Lobbying und Fürsprache Entscheidungsträger überzeugen 26
  • Durch Partizipation die Relevanz für Mandatsträger/innen steigern und Dynamik erzeugen 32
  • Durch PR Attraktiviät und Unterstützung der Politik sichern 38
  • Ausblick 41
  • Serviceteil 42

Donnerstag, 9. April 2020

[ #wohnbau ] Nachhaltige Siedlungsentwicklung durch genossenschaftlichen Wohnbau


Ein Schweizer Forschungsprojekt empfiehlt Siedlungen und Infrastrukturen ganzheitlich weiter zu entwickeln. Ein Ansatz, der nicht nur bei den Nachbarn beachtet werden sollte, der in weiten Bereichen auch hier zur Geltung kommen sollte, gerade in Vorarlberg, dessen Entwicklung den Schweizern in vielerlei Hinsicht nahe steht.

Erst zaghaft und nur unvollständig werden in der Schweiz -  wie bei uns - Siedlung, Infrastruktur und Landschaft als Gesamtes behandelt und weiterentwickelt. Dies beeinträchtigt die Lebensqualität und verursacht hohe volkswirtschaftliche Kosten. Zu diesem Schluss kommt das Nationale Forschungsprogramm "Nachhaltige Siedlungs- und Infrastrukturentwicklung".

Immer dichter drängen sich Städte, Agglomerationen, Dörfer, Siedlungen, Industriegebiete, Verkehrswege und Infrastrukturanlagen. Besonders das Schweizer Mittelland ist zur Mittellandstadt geworden. Dies verändert das Gesicht der Schweiz markant und bringt auch zahlreiche Nachteile mit sich. Denn der Verbrauch von Ressourcen nimmt enorm zu, gleichzeitig steigt die Belastung für Umwelt und Gesundheit.

Mit einem Flächenverbrauch von rund einem Quadratmeter pro Sekunde schreitet die Zersiedelung der Schweiz seit Jahrzehnten unvermindert voran. Sie greift zunehmend von den Agglomerationen in die Alpentäler hinein. Die Zersiedelung verursacht hohe volkswirtschaftliche Kosten und verhindert, dass Ressourcen effizient eingesetzt werden.

Entwicklungspotenziale nutzen. Die Siedlungsentwicklung sollte räumlich begrenzt und bestehende Siedlungen besser koordiniert genutzt werden. Erhebliche Nutzungspotenziale bieten brachliegende Industrie- und Bahnareale, von der Armee nicht mehr beanspruchte stadtnahe Liegenschaften und Waffenplätze, ungenügend genutzte und wenig attraktive Siedlungen sowie der Untergrund. Dieser bietet nicht nur Raum für Gebäude und Infrastrukturen, sondern dient auch der Energie- und Wassernutzung und weiteren Zwecken. Eine umfassende Koordination der Untergrundnutzungen ist eine zwingende und dringliche Voraussetzung für seine verstärkte Nutzung.

Um diese Areale nachhaltig nutzen zu können, darf man sie nicht nur als Flächenreserven betrachten. Vielmehr müssen sie in den Dienst eines Wandels gestellt werden, welcher der Urbanität grosse Bedeutung zumisst. Dazu gehören neben der gestalterischen Qualität ein qualitativ hochwertiges Angebot an Freiräumen und Grünflächen sowie eine optimale Ausrichtung auf den öffentlichen Verkehr.

Das Forschungsprogramm "Nachhaltige Siedlungs- und Infrastrukturentwicklung" empfiehlt daher Städten und Gemeinden, Planungs- und Bauprojekte über die Bewilligungsphase hinaus intensiver zu begleiten.

Wohnbaupolitik überdenken. Die Attraktivitätssteigerung bestehender Siedlungen birgt die Gefahr der sozialen Verdrängung. Wie die wissenschaftlichen Forschungsarbeiten zeigen, richten sich die in jüngster Zeit realisierten Wohnbauten in den Kernstädten grösstenteils an einkommensstarke, mobile Schichten, während einkommensschwache Gruppen und Familien verdrängt werden. Um dies zu verhindern, ist eine aktive Wohnbaupolitik durch die öffentliche Hand unabdingbar. Diese Politik kann auf der Basis von Nutzungsplanung, aktivem Anwerben und Begleiten von Investoren, aber auch durch die Unterstützung des genossenschaftlichen Wohnungsbaus erfolgen. Ein grosses Spektrum an unterschiedlichen Investoren bietet dabei am ehesten Gewähr für ein breites Angebot auf dem Wohnungsmarkt.

Sozial-Demografie. In dem Projekt wurde festgestellt, dass die sozialdemografischen Aspekte in den kommunalen Planungen zu wenig präsent sind. Um den sich wandelnden Bedürfnissen verschiedener Gruppen wie etwa älterer Menschen gerecht zu werden, empfiehlt das NFP 54, vermehrt departementsübergreifende Verwaltungsstrukturen für die Siedlungsentwicklung zu schaffen, um damit die sektorielle Sichtweise zu überwinden.

Infrastrukturkonzept. "Die Schweiz braucht ein nationales Infrastrukturkonzept" wird gefordert. Eine sektorenübergreifende Planung ist auch im Bereich der technischen Infrastrukturen erforderlich. Noch immer werden Strassen, Bahnen, Gas-, Wasser- und Stromversorgung oder Kanalisation weitgehend unabhängig voneinander geplant und erstellt. Zwar wurden – unter anderem mit den Agglomerationsprogrammen – Fortschritte erzielt, doch sind diese Anstrengungen weiter voranzutreiben. Das nationale Schweizer Forschungsprogramm "Nachhaltige Siedlungsentwicklung" schlägt die Erarbeitung eines nationalen Infrastrukturkonzepts vor, das für jeden Sektor und jede geografische Region eine Strategie festlegt für die Instandhaltung und den Ausbau, aber auch für den Rückbau der technischen Infrastrukturen. In diesem Bereich besteht in den kommenden beiden Jahrzehnten ein Finanzbedarf von jährlich rund 30 Milliarden Franken, wie eine Fokusstudie dazu zeigt.

Wissensressourcen. Wissen ist die zentrale Ressource für eine nachhaltige Weiterentwicklung der Siedlungen und Infrastrukturen. Für deren Bewirtschaftung herrscht heute ein Mangel an Fachkräften. Deshalb ist eine stark interdisziplinär orientierte Ausbildung in den Bereichen Technik, Städtebau, Wirtschaft und Soziales erforderlich. Die Hochschulen und Berufsverbände sollten das Bildungs- und Weiterbildungsangebot in diesem Sinne erweitern. Zudem ist die nachhaltige Entwicklung des Lebensraums und der bebauten Umwelt auch in der Volkschule zu behandeln.
Nachhaltigkeit. Das Projekt hat als eine Kernforderung oder als Kernziel die Nachhaltigkeit im Auge. Daher ist es sinnvoll und außerordentlich wichtig, Nachhaltigkeit auch zu definieren und nicht in einer alltäglichen Leerformel von Sonntagsreden untergehen zu lassen.
Nachhaltigkeit bedeutet, dass die gegenwärtige Generation ihre Bedürfnisse befriedigt, ohne dabei den zukünftigen Generationen diese Möglichkeit zu nehmen. Deshalb stützt sich eine nachhaltige Entwicklung auf drei Säulen: ökologische Verantwortung, ökonomische Kapazität und soziale Solidarität. Dies bedeutet, dass bei einer nachhaltigen Entwicklung jede der drei Säulen wachsen kann, aber ohne einen anderen Bereich dadurch zu schädigen.
  • Ökologische Verantwortung. Ökologische Verantwortung ist der Schutz der Umwelt vor Schäden und Beeinträchtigungen, wie etwa Verschmutzung, Lärm, globale Erwärmung und übermässiger Flächenverbrauch. Im Mittelpunkt stehen dabei das Lebensumfeld und die Gesundheit der Menschen sowie eine möglichst intakte Natur.
  • Ökonomische Kapazität. Eine Nachhaltigkeit, die sich nur auf den Umweltschutz konzentriert, zielt an der wirtschaftlichen Realität vorbei. Darum soll sich eine nachhaltige Entwicklung auch finanziell lohnen. Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit sollten sich die Waage halten.
  • Soziale Solidarität. Die Vorteile einer nachhaltigen Entwicklung sollen nicht nur jenen zugute kommen, die es sich leisten können, sondern allen Mitgliedern der Gesellschaft zur Verfügung stehen. In diesem Sinn stützt sich die Nachhaltigkeit als dritte Säule auf die soziale Solidarität.
NFP. Im Rahmen eines schweizerischen "Nationalen Forschungsprogramms (NFP)" werden Forschungsprojekte durchgeführt, die einen Beitrag zur Lösung wichtiger Gegenwartsprobleme leisten. Die Fragestellung und Schwerpunkte eines NFP bestimmt der Bundesrat, der den Schweizerischen Nationalfonds mit der Durchführung der NFP beauftragt.  In einem NFP sollen in verschiedenen Disziplinen und Institutionen koordinierte und auf ein gemeinsames Ziel ausgerichtete Forschungsprojekte durchgeführt werden, die folgende drei Bedingungen erfüllen: Nationale Forschungsprogramme behandeln Themen von gesamtschweizerischer Bedeutung, betreiben keine Grundlagenforschung, Forschung der Verwaltung oder industrienahe Forschung, und sollten innerhalb von etwa fünf Jahren zu Forschungsergebnissen führen, die für die Praxis verwertbar sind.


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Mittwoch, 12. April 2017

[ #zeitpolitik ] Arbeitszeitverkürzung macht Glück und Nachhaltigkeit

Impulse für die politische Debatte des Wuppertal Instituts.

Warum kürzere Arbeitszeiten Wohlbefinden, Gesundheit, Klimaschutz und Ressourcengerechtigkeit fördern. Das Impulspapier stellt Zusammenhänge von Wachstum, Arbeitsplätze, Glück und Nachhaltigkeit her.

Umwelt- und Wirtschaftspolitik, so schien es Jahrzehnte lang, stehen im Widerspruch. Was hilft der gesunde Wald, wenn Millionen keine Arbeit haben? Zwar gehen mit Arbeitslosigkeit seit Einführung der sozialen Sicherungssysteme nicht länger Not, Leid und Elend einher. Aber das Stigma bedrückt die Betroffenen und ist für die Gesellschaft eine Last. Und so ist die Schaffung von Arbeitsplätzen das Kernziel aller Politik. Allzu oft werden dabei allerdings die Interessen der zukünftigen Generationen vernachlässigt. Neue Straßen und Flughäfen oder deren Ausbau wie auch Gewerbeparks im Grünen werden mit dem Arbeitsplatzargument legitimiert.

Dabei gibt es zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit ein sozial und ökologisch wesentlich verträglicheres Konzept: die gerechtere Verteilung der zur Verfügung stehenden Erwerbsarbeitszeit. Die Arbeitslosigkeit ließe sich zumindest rechnerisch abschaffen, wenn die Menschen im Schnitt 30 Stunden in der Woche für Lohn arbeiteten. Dieser als "Kurze Vollzeit für alle" bezeichnete Ansatz ist so plausibel, dass man sich über die dürftige Resonanz in Politik und Gesellschaft wundert.

Wuppertal Institut. Das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie ist eine gemeinnützige GmbH, deren alleiniger Eigentümer das deutsche Bundesand Nordrhein-Westfalen ist.

[ #forumROMANum ]
Ein Blick auf den Inhalt:
Zusammenfassung 5
Einführung 6
Arbeit 7
Vollbeschäftigung und Wirtschaftswunder 7
Arbeitsvolumen und
Erwerbspersonen potenzial 8
Die Kurze Vollzeit 9
Löst die demographische Entwicklung das Problem von allein? 11
Strategien und Maßnahmen 13
Widerstände und Mythen 18
Die ganze Arbeit 27
Glück 32
Leben und Arbeiten in Balance 32
Vom Glück des Nichtstuns 35
Vom Glück der Freiwilligkeit 36
Wirtschaftswachstum und Glück 37
Gesundheitsförderung 39
Partnerschaftliche Teilung der Arbeit 40
Off ene Türen 42
Ermächtigung der Arbeitnehmer 44
Nachhaltigkeit 44
Klimachaos 44
Ressourcenkrise 46
Ausblick: Stagnationsprävention 51
Literatur 54

Sonntag, 31. Januar 2016

[ #fair ] Firmen Check - Auf dem Weg zu einem Existenzlohn?

Welche Modemarke vertritt existenzsichernde Löhne? Dieser Bericht zeigt es.

Die Clean Clothes Kampagne hat über 50 führende europäische Marken und Bekleidungsfirmen befragt und erhoben, was diese Unternehmen konkret tun, um existenzsichernde Löhne in den Kleider-, Schuh-, und Textilfabriken ihrer Lieferketten sicherzustellen.
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