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Mittwoch, 8. Mai 2019

[ #gerechtigkeit ] Die Verteilungsfrage. Von Reichtum, Krisen und Ablenkungsmanövern


Wie lebt es sich in der Ein-Promille-Gesellschaft? Wie schaut es jetzt eigentlich wirklich aus, mit dem Vermögen in Österreich? 

An welchen Schauplätzen des Verteilungskampfes geht es ans Eingemachte und: Mit welchen Ablenkungsmanövern wird das alles gerechtfertigt?
Service. Dies ist nur der Hinweis auf einen Beitrag eines hier verlinkten Weblogs, einer Website oder eines Downloads. Mehr erfährt man, wenn man den untenstehenden Links folgt! Nütze auch den Link „[Google Search] ⇒ “. Er liefert allenfalls einen aktuelleren Link und zusätzliche Infos!
#forumROMANum 

Freitag, 3. Mai 2019

[ #ethik ] Knappe Ressourcen: Medizinische Versorgung auf Lebensmittelkarten?


Viele Menschen sterben heute im hohen Alter nach längerer chronischer Erkrankung.  Das "kostet" die Gesundheitsverwaltungen und das Sozialsystem Geld. Stehen wir deshalb vor einer Rationierung der Gesundheitsdienstleistung? 

Aufgrund des medizinischen Fortschritts ist es möglich, menschliches Leben selbst unter sehr prekären Bedingungen zu erhalten; schwierige Entscheidungen Über den weiteren Therapieverlauf sind unausweichlich. Angesichts der Endlichkeit der zur Verfügung stehenden Ressourcen werden mit Entscheidungen zur Therapieverlängerung zugleich heikle Fragen der Verteilungsgerechtigkeit aufgeworfen.

Knappe Ressourcen contra gerechte Gesellschaft. Die Versorgung in der letzten Lebensphase ist besonders kostenintensiv. Wenn sehr teure Behandlungen zur Verfügung stehen, kommt es zu Konkurrenzsituationen, die eine Begrenzung ("Rationierung") notwendig macht. In dem Band (Free eBook)  "Gerecht sorgen - Verständigungsprozesse über den Einsatz knapper Ressourcen bei Patienten am Lebensende" wird diskutiert:
  • Welche Kriterien dürfen dabei aus medizinischer, rechtlicher, ökonomischer und ethischer Sicht herangezogen werden, 
  • welche sind möglicherweise problematisch? 
  • Was heißt es, angesichts von Knappheit eine gerechte und sorgende Gesellschaft zu sein?

 [ #forumROMANum ]

Was verspricht der Download? Ein Blick auf das Inhaltsverzeichnis informiert:

Vorwort VII

KLINISCHE MEDIZIN
Rationierung am Lebensende – eine klinische Perspektive 3
Priv.-Doz. Dr. med. Bernd Alt-Epping
Rationierung im Gesundheitswesen – eine medizinische Betrachtung zur Ressourcenverteilung 13
Priv.-Doz. Dr. med. Christoph H. R. Wiese
Ethik in der Intensivmedizin. Erarbeitung neuer Richtlinien in der Schweiz 25
Prof. Dr. med. Reto Stocker

RECHT
Gerechter Einsatz knapper Ressourcen bei Patienten am Lebensende – die medizinstrafrechtliche Perspektive 37
Prof. Dr. jur. Detlev Sternberg-Lieben
Krankenversicherungsrechtliche Perspektive 61
Prof. Dr. jur. Peter Udsching
Zwischen „Myozyme“ und „Nikolaus“: Die Ratlosigkeit des (deutschen) Rechts 73
Prof. Dr. jur. Gunnar Duttge

GESUNDHEITSÖKONOMIE
Gerechtigkeit beim Verteilen knapper Gesundheitsressourcen – Gesundheitsökonimische Perspektive 93
Prof. Dr. math. Dr. rer. pol. Marlies Ahlert
Was heißt Gerechtigkeit in der medizinischen Versorgung? – Ein ökonomischer Überblick 107
Dr. sc. pol. Laura Birg und Priv.-Doz. Dr. rer. pol. habil. Björn Kuchinke

MEDIZINETHIK
Verantwortungsvoller Umgang mit Mittelbegrenzungen in der Medizin 127
Prof. Dr. med. Dr. phil. Daniel Strech
Alter als Kriterium für Therapiebegrenzung in der Intensivmedizin? 139
Priv.-Doz. Dr. phil. Alfred Simon
Zu alt für die Hüftprothese, zu jung zum Sterben?
Die Rolle von Altersbildern in der ethisch-politischen Debatte um eine altersabhängige Begrenzung medizinischer Leistungen 149
Dr. phil. Mark Schweda
Wenn die sprachliche Hilflosigkeit flüchtend zur Technik greift – Für eine neue Kultur der Besonnenheit am Ende des Lebens 169
Prof. Dr. med. Giovanni Maio
„When not all services can be offered to all patients“ – Ethische Überlegungen zur Finanzierung medizinischer Maßnahmen bei Patienten am Lebensende 177
Priv.-Doz. Dr. theol. Markus Zimmermann-Acklin

Autorenverzeichnis 201

Donnerstag, 30. November 2017

[ #kommunalpolitik ] Gerechte Umwelt in Kommunen fördert soziale Chancengleichheit

Zahlreiche Studien zeigen zum Beispiel, dass ärmere Menschen häufig in einer stärker belasteten Umwelt leben und daraus oft erhebliche soziale sowie gesundheitlich bedingte Folgekosten entstehen. 

Umweltpolitik kann helfen, Armutsrisiken zu bekämpfen und sollte in Zukunft verstärkt als präventive Sozialpolitik verstanden werden. Zugleich muss die Umweltpolitik darauf achten, dass sie sozialverträglich ist, das heißt keine unzumutbaren Belastungen bei Haushalten mit geringen Einkommen erzeugt.

Die Unwirtlichkeit unserer Städte. Eines der Gründerwerke der modernen Umweltbewegung in Deutschland war die Schrift von Alexander Mitscherlich „Die Unwirtlichkeit unserer Städte“ (1965). Allerdings: Schon für Friedrich Engels ist in seinem Werk „Lage der arbeitenden Klassen in England“ der Kampf gegen Diskriminierung und Umweltschäden eine Einheit, bei der die Schilderung der Umweltschäden in der Frühzeit der Industrialisierung einher geht mit der sozialen Anklage.

Umweltgerechtigkeit betrachtet deshalb auch die Auswirkungen von öffentlichem Grün auf das Soziale und stellt Umwelt und Mensch in das Zentrum der Betrachtung. In welchem Zusammenhang stehen urbane naturnahe Grünflächen, soziale Ungleichheit und Lebensqualität in der Stadt? Welchen Beitrag können Parkanlagen, Gärten und Wälder, Wasserläufe und andere innerstädtische Naturflächen für die Stadtentwicklung leisten? Was bedeuten naturnahe Freiräume in Städten für sozial benachteiligte Personen?

Die Natur in der Stadt erbringt vielfältige Dienstleistungen mit positiven Effekten auf die Gesundheit der Menschen. So reduzieren beispielsweise Pflanzen durch ihre Filterfunktion Staub- und Lärmemissionen, wodurch gas- und partikelförmige Luftschadstoffe gemindert werden und sich das Mikroklima verbessert. Die Lebensqualität von Menschen in ihrem direkten Wohnumfeld wird durch die Natur entscheidend beeinflusst – auch hierin liegt die soziale Dimension der biologischen Vielfalt.

[ #forumROMANum ] ⇒
Lohnt sich ein Download? Ein Blick in den INHALT:

Vorwort des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Vorwort der Deutschen Umwelthilfe
Umweltgerechtigkeit – eine vergessene Tradition der Umweltbewegung
Prof. Dr. Joachim Radkau
Umwelt- und Sozialverbände fordern: Mehr Grün in sozial benachteiligten Stadtteilen
UMWELTGERECHTIGKEIT IN DER STADTENTWICKLUNG
Die Bedeutung naturnaher Freiräume in urbanen Räumen
Elke Jumpertz 
Biologische Vielfalt in der Stadt – Ökologischer, sozialer und ökonomischer Faktor
der Stadtentwicklung
Peter Werner
Urbane Realitäten in sozial benachteiligten Quartieren
Ralf Zimmer-Hegmann
Umweltgerechtigkeit als neue ressortübergreifende sozialräumliche Strategie im Land Berlin
Dr.-Ing. Heinz-Josef Klimeczek
Grünnatur – Die unterschätzte Dimension der Stadtentwicklung
Prof. Dr.-Ing. Dittmar Machule
TEEB – The Economics of Ecosystem and Biodiversity – und die Umweltgerechtigkeit
Prof. Dr. Bernd Hansjürgens
BIOLOGISCHE VIELFALT BILDET!
Zusammenhänge zwischen Partizipation, Umweltgerechtigkeit und Umweltbildung
Elke Jumpertz
Das Naturbewusstsein der Deutschen
Dr. Silke Kleinhückelkotten
Die Bedeutung von Natur für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen
Prof. Dr. Ulrich Gebhard
„Vitamin G“ für Bildschirmhocker
Prof. Dr. Gerhard Trommer
Biodiversität als Medium für die Resilienzentwicklung bei Kindern aus Sucht/psychisch
belasteten Familien
Renate und Rainer Bethlehem
Erfolgsbedingungen milieuspezifischer Umweltbildung für bildungsferne Schichten
Thomas Kappauf
Über die Autorinnen und Autoren

Donnerstag, 31. August 2017

[ #reichtum ] Free eBook: Thomas Piketty und die Verteilungsfrage

326 Seiten gedrängte Information von erstklassigen Autoren als kostenlosen Download. Preis ansonsten im Buchhandel: 8,30 EUR.

Thomas Piketty hat mit seinem Werk „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ großes Aufsehen erregt und mannigfaltige Diskussionen in einer breiteren Öffentlichkeit entfacht. Dieser Sammelband diskutiert ausgewählte theoretische und empirische Aspekte des Werkes mit einem speziellen Fokus auf Deutschland. Dadurch sollen einerseits die Verständlichkeit von Pikettys Analysen erhöht und der Zugang zu spezifischen Teilaspekten erleichtert werden. Zugleich soll zur kritischen Auseinandersetzung mit Pikettys Ergebnissen und den daraus abgeleiteten Schlussfolgerungen aber auch mit seiner Rezeption in Deutschland angeregt werden.

Autoren.
Stefan Bach, geboren 1964, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Staat am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung DIW Berlin und Privatdozent an der Universität Potsdam, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät.
Julian Bank, geboren 1986, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Sozialökonomie an der Universität Duisburg-Essen und Herausgeber des Blogs Verteilungsfrage.org.
Charlotte Bartels, geboren 1984, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für öffentliche Finanzen an der Freien Universität Berlin und koordiniert das Promotionskolleg „Steuer- und Sozialpolitik bei wachsender Ungleichheit“.
Timm Bönke, geboren 1979, ist Juniorprofessor für öffentliche Finanzen an der Freien Universität Berlin.
Peter Bofinger, geboren 1954, ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Würzburg und Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.
Hagen Krämer, geboren 1963, ist Professor für Economics an der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft.
Miriam Rehm, geboren 1982, ist Referentin für Verteilung und Makroökonomie in der Abteilung Wirtschaftswissenschaft und Statistik der Arbeiterkammer Wien.
Philipp Scheuermeyer, geboren 1987, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Geldpolitik und internationale Wirtschaftsbeziehungen an der Universität Würzburg.
Kai Daniel Schmid, geboren 1980, ist Wissenschaftler am Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung und leitet das Referat „Makroökonomie und Einkommensentwicklung“.
Johannes Schmidt, geboren 1967, ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft.
Matthias Schnetzer, geboren 1983, ist Referent für Verteilungsfragen in der Abteilung Wirtschaftswissenschaft und Statistik der Arbeiterkammer Wien sowie Lektor für Wirtschaftspolitik
an der Wirtschaftsuniversität Wien.
Dorothee Spannagel, geboren 1980, ist Referatsleiterin für Verteilungsanalyse und Verteilungspolitik im Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung.
Ulrike Stein, geboren 1973, ist Leiterin des Referats „Wirtschaftspolitische Beratung, Modellsimulation“ im Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung.
Till van Treeck, geboren 1980, ist Professor für Sozialökonomie an der Universität Duisburg-Essen.

[ #forumROMANum ] ⇒
Ein Blick auf den Inhalt vor dem Download:
Autoren v
Vorwort vii
Einleitung 1
Die Piketty-Rezeption in Deutschland 8 - Julian Bank
Make No Mistake, Thomas! Verteilungstheorie und Ungleichheitsdynamik bei Piketty 35 - Hagen Krämer
Zur Bedeutung von r > g in Pikettys „Kapital im 21. Jahrhundert“ 70 - Till van Treeck
Das „Kapital“ im 21. Jahrhundert 98 - Peter Bofinger und Philipp Scheuermeyer
Kapital und Sparen bei Piketty: Einige saldenmechanische Anmerkungen 130 - Johannes Schmidt
Die statistische Erfassung hoher Einkommen, Vermögen und Erbschaften in Deutschland 156 - Charlotte Bartels und Timm Bönke
Persönliche Vermögensteuern in Deutschland: Entwicklung und Perspektiven 189 - Stefan Bach
Kapitaleinkommen und Einkommensungleichheit in Deutschland 238 - Kai Daniel Schmid und Dorothee Spannagel
Einkommensungleichheit: Das vernachlässigte Problem der steigenden Lohnungleichheit 267 - Ulrike Stein
Piketty revisited: Vermögensungleichheit in Europa 288 - Miriam Rehm und Matthias Schnetzer