Donnerstag, 23. Februar 2017

[ #menschenrechte ] Handbuch Kultur & Geschichte der Roma


[Free-eBook] Rombase Pädagogik ist eine Handreichung für LehrerInnen, Roma-MediatorInnen und alle anderen Interessierten an Geschichte und Kultur der Roma - einer Europäischen Nation ohne eigenen Staat. 

Das Handbuch bietet in Form von Impulsartikeln einen Überblick über die Inhalte der Kulturdokumentation.
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Mittwoch, 22. Februar 2017

[ #natur ] Naturschutz in der Europäischen Union

1992 wurden die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) sowie LIFE, das Finanzierungsprogramm der EU für die Umwelt ins Leben gerufen.

Damals, also 1992, verabschiedeten die EU-Mitgliedstaaten einstimmig die FFH-Richtlinie, um die am stärksten bedrohten Tiere und Lebensräume in ganz Europa zu schützen. Damit wurde auf den besorgniserregend raschen Schwund von wildlebenden Tieren und Pflanzen sowie von Lebensräumen aufgrund von Veränderungen der Landnutzung, Umweltverschmutzung und Zersiedelung der Landschaft reagiert. Um Arten und Lebensräumen die Möglichkeit zur Erholung zu geben, wurde mit der Richtlinie das Natura-2000-Netz von geschützten Gebieten errichtet und über das Finanzierungsinstrument LIFE der Ausbau des Netzes strategisch gefördert.

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Dienstag, 21. Februar 2017

[ #migration ] Umweltflüchtlinge: Klimawandel und Migrationsbewegungen

Eine Welt oder keine Welt. Auf diese - zugegeben - simple Formel lässt sich ein Gedanke bringen, der unser Jahrhundert prägen könnte.

Deutschen Naturfreunde laden mit einer Broschüre zu einer Beschäftigung mit dem Thema "Umweltflüchtlinge" ein.
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Dienstag, 14. Februar 2017

[ #soziale-sicherheit ] Österreichs Soziale Probleme 7: Arme Menschen sterben vor der Zeit

Menschen mit geringen Einkommen geht es gesundheitlich deutlich schlechter. 

Wesentliche Einflussfaktoren auf Gesundheit und Wohlbefinden stellen Verhaltensweisen wie Ernährung oder körperliche Aktivität, soziale Unterstützung und nicht zuletzt der Zugang zu medizinischer Versorgung dar. Umgekehrt können Krankheiten und körperliche Einschränkungen zu verminderten Erwerbsmöglichkeiten, einem niedrigeren Einkommen und damit einem erhöhten Risiko  von Armuts- und Ausgrenzungsgefährdung führen.

All diese Aspekte sind eng mit sozialen Teilhabemöglichkeiten und finanziellen Kapazitäten verbunden (Kapitel 12 Sozialbericht 2015-2016):
  • Armut und soziale Ausgrenzung wirken sich negativ auf die Gesundheitschancen der betroffenen Menschen aus, denen weniger Ressourcen zur Förderung und Erhaltung ihrer Gesundheit zur Verfügung stehen. 
  • Es gibt starke gegenseitige Wechselwirkungen zwischen Bildungsgrad, Erwerbstätigkeit, Einkommen, Gesundheitsverhalten und Gesundheitszustand. 2015 waren im Jahresdurchschnitt ca. 66.600 Menschen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen arbeitslos gemeldet, wovon ca. 12.000 eine durch einen Bescheid nachgewiesene Behinderung von zumindest 50% aufweisen. Dies bedeutet eine Steigerung von ca. 15% gegenüber dem Vorjahr. Dieser Trend setzt sich bislang leider auch 2016 fort.
  • Die Lebenserwartung von Akademikern gegenüber Pflichtschulabsolventen ist um sieben Jahre höher. 
  • Das Sterberisiko für armutsgefährdete Männer ist mehr als doppelt so hoch wie für Männer mit hohen Einkommen.
  • Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen haben auf absehbare Zeit geringe Chancen auf dauerhafte Beschäftigung und ein angemessenes Einkommen. 

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Siehe auch: 

Ein schneller Blick auf den Inhalt des SOZIALBERICHTes 2015–2016 vor dem Download:

Zusammenfassung und Schlussfolgerungen 5

Ressortaktivitäten 15

1. Arbeitsmarktpolitik 17
2. Arbeitsrecht und Arbeitnehmer/innenschutz 41
3. Die gesetzliche Sozialversicherung 49
4. Konsumentenpolitik 77
5. Pflegevorsorge 91
6. Behindertenpolitik 103
7. Sozialentschädigung 115
8. Bedarfsorientierte Mindestsicherung (BMS) 119
9. EU-Sozialpolitik und Internationales 127
10. Allgemeine Sozialpolitik 137

Sozialpolitische Analysen 151

11. Sozialausgaben in Österreich 153
12. Lebensbedingungen, Armut und Einkommen in Österreich 179
13. Entwicklung und Verteilung der Einkommen 227
14. Zur Mitte in Österreich 269
15. Monetäre Einkommensumverteilung durch den Staat 2010 und 2015 293
16. Verteilung der Arbeitszeit 321
17. Verteilung der sozialen Krisenfolgen: Verschiebungen seit 2008 345
18. Arbeit 4.0 – Auswirkungen technologischer Veränderungen auf die Arbeitswelt 379

Montag, 13. Februar 2017

[ #soziale-sicherheit ] Österreichs Soziale Probleme 6: Anarchische Arbeitszeitverkürzung zu Lasten der Arbeitnehmer

Unsystematische Arbeitszeitverkürzungspolitik als asoziales Programm.

Im letzten Jahrzehnt hat eine unsystematische individuelle Arbeitszeitverkürzung stattgefunden: Es gibt mehr Teilzeitbeschäftigte und weniger Beschäftigte leisten Überstunden.

Wenn sich die Arbeitszeitwünsche der Beschäftigten durchsetzen, würden Teilzeitbeschäftigte im Durchschnitt mehr Stunden arbeiten. Vollzeitbeschäftigte wollen hingegen kürzere Arbeitszeiten (Kapitel 16  Sozialbericht 2015-2016). Könnten die unselbständig Beschäftigten ihre Wunscharbeitszeit leben, ergäbe sich bei gleichem Arbeitsvolumen mehr Beschäftigung und damit weniger Arbeitslosigkeit.

Fehlende Verteilungsgerechtigkeit gesteigerter Wertschöpfung. Die Automation und Selbstbedienungsarbeit haben das Ausmaß an Arbeitszeitaufwand reduziert. Die Arbeitszeitkosten der Selbstbedienungsarbeit tragen die Arbeitnehmer selber, die jetzt unbezahlte Leistungen außerhalb der Arbeitszeit zusätzlich und unbezahlt erbringen müssen, welche früher im Rahmen von Arbeitsverhältnissen geleistet und entlohnt wurden. Die immer rasantere Automation schafft erfreulicherweise zwar höhere Produktivität je Arbeitskraft doch bei niedrigem Wachstum schafft das nicht höhere Einkommen sondern vor allem Langzeitarbeitslosigkeit und Working Poor.

Programm wäre doch, dass weniger notwendige Arbeitszeit ein Fortschritt sein könnte, und nicht notwendig mehr Arbeitslosigkeit bedeuten würde. Wenn die dank technischer Fortschritte reduzierte Arbeitsezeit auch für die Arbeitnehmer reduziert wird und der Produktivitätszuwachs auch den Arbeitnehmern zugute kommt. Dafür braucht es vor allem eine gerechte Verteilung der immer stärker automatisierten Wertschöpfung.

Langzeitbeschäftigungslosigkeit verdreifacht. Denn eine stark wachsende Zahl von Menschen findet  gar keinen Arbeitsplatz mehr. Die Zahl der Langzeitbeschäftigungslosen hat sich seit 2008 mehr als verdreifacht: 2015 waren fast 110.000 Menschen mehr als ein Jahr auf Arbeitssuche. Gesundheitliche Einschränkungen, geringe formale Bildung und höheres Alter, oft in Kombination,
sind die wesentlichen Risikofaktoren (Kapitel 17  Sozialbericht 2015-2016). Diese Verlierer/innen der Krise haben selbst bei anziehendem Wirtschaftswachstum wenig Chancen auf dauerhafte Beschäftigung.

Arbeitszeitverkürzungsmodelle. Nicht nur deshalb emfiehlt sich eigentlich eine bezahlte Arbeitszeitverkürzung. Die kann generell geleistet werden oder auch lebensphasenorientiert, etwa Arbeitszeitverkürzung in Zeiten der Kindererziehung, bei gesundheitlichen Gefährdungen und Einschränkungen, oder mit zunehmenden Alter. Nicht zuletzt könnten mit Arbeitszeitverkürzung geschlechtsspezifische Unterschiede in der Arbeitszeit durch Verkürzung der Vollarbeitszeit und verlängerte Teilarbeitszeit erreicht werden. Die aktuelle politische Argumentation hingegen, dass Arbeitszeitverkürzung Arbeitsplätze vernichtet ist durch nichts mehr nachvollziehbar.

Schwarzsichtigkeit. Es gibt jedoch wenig Anlass für Optimismus was die rasche Lösung der Verteilungsprobleme betrifft. Wie auch in Kapitel 13  des Sozialberichtes2015-2016 betont wird, ist die Umsetzung von Vorschlägen selten eine Sachfrage sondern immer eine Frage der Macht- und Kräfteverhältnisse.

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Ein schneller Blick auf den Inhalt des SOZIALBERICHTes 2015–2016 vor dem Download:

Zusammenfassung und Schlussfolgerungen 5

Ressortaktivitäten 15

1. Arbeitsmarktpolitik 17
2. Arbeitsrecht und Arbeitnehmer/innenschutz 41
3. Die gesetzliche Sozialversicherung 49
4. Konsumentenpolitik 77
5. Pflegevorsorge 91
6. Behindertenpolitik 103
7. Sozialentschädigung 115
8. Bedarfsorientierte Mindestsicherung (BMS) 119
9. EU-Sozialpolitik und Internationales 127
10. Allgemeine Sozialpolitik 137

Sozialpolitische Analysen 151

11. Sozialausgaben in Österreich 153
12. Lebensbedingungen, Armut und Einkommen in Österreich 179
13. Entwicklung und Verteilung der Einkommen 227
14. Zur Mitte in Österreich 269
15. Monetäre Einkommensumverteilung durch den Staat 2010 und 2015 293
16. Verteilung der Arbeitszeit 321
17. Verteilung der sozialen Krisenfolgen: Verschiebungen seit 2008 345
18. Arbeit 4.0 – Auswirkungen technologischer Veränderungen auf die Arbeitswelt 379


Sonntag, 12. Februar 2017

[ #soziale-sicherheit ] Österreichs Soziale Probleme 5: Altersarmut ( nicht nur bei Frauen) als Programm

Die Leiden der Geschlechter am Arbeitsmarkt

Immense Frauenbenachteiligung. Es gibt in Österreich eine systematische Benachteiligungen von Frauen am Arbeitsmarkt. Österreich hat einen der höchsten Unterschiede der Stundenlöhne zwischen Männern und Frauen in Europa. Die Einkommensunterschiede werden durch längere Arbeitszeiten der Männer deutlich verstärkt. 75 Prozent der Männereinkommen liegen über dem Median der Fraueneinkommen (Kapitel 13 Sozialbericht 2015-2016). Fast jede zweite Frau arbeitet Teilzeit,  aber nur 10 Prozent der Männer. Mehr als jeder vierte Mann leistet regelmäßig Überstunden, aber nur jede zehnte Frau.

Hier zeigt sich der lange Atem traditioneller Geschlechterrollen: Sobald Kinder zur Welt kommen, verdeutlichen sich systematische Unterschiede bei Arbeitszeit und Erwerbsbeteiligung. Frauen ziehen sich vom Arbeitsmarkt zurück oder sind teilzeitbeschäftigt, Männer bleiben vollzeitbeschäftigt
(Kapitel 16 Sozialbericht 2015-2016).  Das wirkt sich auch auf die Pensionen aus: Die Alterspensionen der Männer sind um fast zwei Drittel höher als jene der Frauen.

Unbezahlte Frauenarbeit. Die unbezahlte Arbeit wird hingegen weiterhin hauptsächlich von Frauen geleistet. Diese Wirklichkeit ist nicht vereinbar mit dem gleichstellungspolitischen Ziel einer fairen – das heißt halbe-halbe – Verteilung bezahlter und unbezahlter Arbeit zwischen den Geschlechtern.

Merke:Gleichstellung nützt beiden Geschlechtern, indem sie die individuellen Entfaltungs- und Lebensgestaltungsmöglichkeiten erhöht.

Männerleiden. Aber auch Männer leiden unter der traditionellen Rollenverteilung und viele können an männlichen Privilegien nicht teilhaben: Fast 60 Prozent der Langzeitbeschäftigungslosen sind Männer und vollzeitbeschäftigte Arbeiter haben seit Krisenbeginn reale Bruttoeinkommensverluste erlitten (Kapitel 17 Sozialbericht 2015-2016). Darüber hinaus ist festzustellen, dass der Nettobeschäftigungszuwachs
zu rd. 79% von Teilzeit arbeitenden Frauen geleistet wird – wohingegen die
Vollzeit-Beschäftigungsverhältnisse bei beiden Geschlechtern seit 2008 deutlich sowohl bei Männern
(-1,6%) als auch bei Frauen (-3,1%) abnehmen. Eine weitere wesentliche Perspektive besteht in der
Entwicklung der atypischen Beschäftigungsverhältnisse.

Jugend. Im Niedriglohnbereich erleiden junge Männer wie auch junge Frauen deutliche Einkommenseinbußen gegenüber der Generation zuvor (Kapitel 13 Sozialbericht 2015-2016).

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Ein schneller Blick auf den Inhalt des SOZIALBERICHTes 2015–2016 vor dem Download:

Zusammenfassung und Schlussfolgerungen 5

Ressortaktivitäten 15

1. Arbeitsmarktpolitik 17
2. Arbeitsrecht und Arbeitnehmer/innenschutz 41
3. Die gesetzliche Sozialversicherung 49
4. Konsumentenpolitik 77
5. Pflegevorsorge 91
6. Behindertenpolitik 103
7. Sozialentschädigung 115
8. Bedarfsorientierte Mindestsicherung (BMS) 119
9. EU-Sozialpolitik und Internationales 127
10. Allgemeine Sozialpolitik 137

Sozialpolitische Analysen 151

11. Sozialausgaben in Österreich 153
12. Lebensbedingungen, Armut und Einkommen in Österreich 179
13. Entwicklung und Verteilung der Einkommen 227
14. Zur Mitte in Österreich 269
15. Monetäre Einkommensumverteilung durch den Staat 2010 und 2015 293
16. Verteilung der Arbeitszeit 321
17. Verteilung der sozialen Krisenfolgen: Verschiebungen seit 2008 345
18. Arbeit 4.0 – Auswirkungen technologischer Veränderungen auf die Arbeitswelt 379

Samstag, 11. Februar 2017

[ #soziale-sicherheit ] Österreichs Soziale Probleme 4: Beschämend hohe Steuern auf Arbeit, luxuriöse Großzügigkeit gegenüber Vermögen und Einkommen daraus

Die von der Bevölkerung wahrgenommene Ungleichheit ist geringer als die gemessene Ungleichheit. Und die gemessene Ungleichheit ist immer noch geringer als die tatsächliche Ungleichheit in Österreich.

Pseudo-Mitte. Für öffentliche wirtschaftspolitische Debatten zur Ungleichheit, die von öffentlichen Interventionen von vergleichsweise einkommens- und vermögensstärkeren Personen geprägt sind, bedeutet dies, dass die privaten Vermögenshintergründe von Politik und Journalismus, von Relevanz sind, weil diese subjektiv die Mitte weit nach oben reichen lassen. Journalisten beschreiben Immobilien im Wert von mehreren hundert tausend Euros als Eigenheime der Mitte, obwohl es de facto die Immobilien der Oberschicht sind. Und in der Wirtschaftspolitik werden bei etwaigen Vorschlägen zu einer Erbschafts- oder Vermögenssteuer sehr hohe Freibeträge gewählt mit dem Argument, man wolle nicht die Mitte treffen.

In Wirklichkeit wären aber nur Personen aus den obersten Perzentilen der Vermögensverteilung betroffen.

Lohnarbeit wird abgabenrechtlich ausgebeutet. Arbeit wird in Österreich im OECD und EU-Vergleich besonders hoch belastet, Vermögen hingegen kaum. Die Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung und Lohnsummenabgaben machen 41 Prozent des Abgabenaufkommens aus. Im Schnitt der EU-15 lag der entsprechende Anteil bei rund 29 Prozent.

Vermögende werden geschont.  Vermögensbezogene Steuern spielen hingegen in Österreich eine geringe Rolle. Während in Österreich nur 1,4 Prozent des Abgabenaufkommens aus vermögensbezogenen Steuern stammten, betrug der Anteil im Durchschnitt der EU-15 sechs Prozent (Kapitel 15 Sozialbericht 2015-2016). Die oberen Einkommen und Vermögen leisten vergleichsweise wenig für den Generationenvertrag, weil deren Einkommen faktisch davon befreit sind.

Hohe Vermögenskonzentration aber leere Datenbanken. Österreich weist eine besonders hohe Konzentration der Vermögen auf: Eine neue Studie der Europäischen Zentralbank kommt zum Ergebnis, dass das reichste Prozent vermutlich ein Drittel des gesamten privaten Vermögens in Österreich besitzt. Dieser Wert ist höher als in allen anderen untersuchten EU-Ländern. Dieses vermögendste 1 Prozent der Haushalte hat nahezu gleich viel Vermögen wie die unteren 80 Prozent der Bevölkerung.  

Dabei gibt es einen weiteren Skandal. Während man die Einkommen der unselbständig Beschäftigten auf den Cent genau kennt, kennt man die Vermögenszahlen nicht oder nur kaum. Genaue Daten zu den Vermögen in Österreich sind nämlich erst gar nicht vorhanden. Es existieren nur von der österreichischen Nationalbank erhobene  Befragungsdaten. Diese Befragung unterschätzt jedoch die tatsächliche Ungleichheit, weil besonders Vermögende ungern Auskunft über ihre wahren Besitzverhältnisse geben. Steuerstatistiken erfassen manche Einkommensarten ebenfalls nur ungenau (aggregiert, z.B. Kapitalertragssteuern) und manche Einkommensbestandteilei gerade von Beziehern hoher Einkommen erst gar nicht (Kapitel 13 und 14 Sozialbericht 2015-2016).

17 mal. Neben den Haushaltseinkommen ist auch die individuelle Einkommensverteilung interessant. Die Lohneinkommen sind vor allem an der Spitze sehr ungleich verteilt: Das oberste Tausendstel der Beschäftigten hat 17-mal mehr Einkommen als durchschnittliche Arbeitnehmer/innen. Fast die Hälfte der unselbständig Beschäftigten sind Frauen. An der Spitze dünnt sich aber der Frauenanteil immer mehr aus: Nur 8 Prozent des obersten Tausendstels sind Frauen (Kapitel 13 Sozialbericht 2015-2016). 


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Zusammenfassung und Schlussfolgerungen 5

Ressortaktivitäten 15

1. Arbeitsmarktpolitik 17
2. Arbeitsrecht und Arbeitnehmer/innenschutz 41
3. Die gesetzliche Sozialversicherung 49
4. Konsumentenpolitik 77
5. Pflegevorsorge 91
6. Behindertenpolitik 103
7. Sozialentschädigung 115
8. Bedarfsorientierte Mindestsicherung (BMS) 119
9. EU-Sozialpolitik und Internationales 127
10. Allgemeine Sozialpolitik 137

Sozialpolitische Analysen 151

11. Sozialausgaben in Österreich 153
12. Lebensbedingungen, Armut und Einkommen in Österreich 179
13. Entwicklung und Verteilung der Einkommen 227
14. Zur Mitte in Österreich 269
15. Monetäre Einkommensumverteilung durch den Staat 2010 und 2015 293
16. Verteilung der Arbeitszeit 321
17. Verteilung der sozialen Krisenfolgen: Verschiebungen seit 2008 345
18. Arbeit 4.0 – Auswirkungen technologischer Veränderungen auf die Arbeitswelt 379