Donnerstag, 21. Juni 2018

[ #sozialarbeit ] Multimedia-eBook: Meilenstein des Mitgefühls


Was ist der Unterschied zwischen Empathie und Mitgefühl?

Einzigartiges Multimedia-E-Book präsentiert Erfahrungsschatz von Wissenschaftlern, Praktikern und Therapeuten. Das E-Book ist als kostenfreier Download nicht nur in deutsch und englisch erhältlich, sondern auch in einer Online-Version, E-Pub-Version, Amazon Kindle-Version oder PDF-Version.
Auf Fragen nach dem Unterschied zwischen Empathie und Mitgefühl sowie nach der Trainierbarkeit von Mitgefühl gibt ein neu erschienenes E-Book erstmals Antworten. Herausgegeben von Tania Singer und Matthias Bolz vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften, beschreibt das Buch auch, wie sich das Gehirn durch mentales Training verändert, und dass Mitgefühl schmerzhemmend wirken kann.


Das E-Book Mitgefühl. In Alltag und Forschung ist kostenfrei zugänglich. Es fasst spannende wissenschaftliche Ergebnisse zum Thema Mitgefühl zusammen und beschreibt Trainingsprogramme sowie Erfahrungen aus der Praxis. Es bietet somit nicht nur einen Überblick über die aktuelle Mitgefühls- und Empathie-Forschung, sondern für interessierte Leser auch einen alltagsrelevanten, aufschlussreichen Einstieg in die Thematik.

Ein wesentlicher Teil des E-Books beschäftigt sich mit der Wissenschaft des Mitgefühls. Hier beschreibt Tania Singer, Direktorin der Abteilung Soziale Neurowissenschaft am Leipziger Max-Planck-Institut, wie sich Empathie von Mitgefühl unterscheidet. Sie konnte anhand einer Studie empirisch belegen, dass Empathie – also die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen – und Mitgefühl von verschiedenen biologischen Systemen und neuronalen Netzwerken unterstützt werden. In anderen Kapiteln erklären Forscher aus Singers Abteilung, wie meditationsgestützte Mitgefühlspraxen Schmerzen reduzieren können, und wie Mitgefühlstraining positive Emotionen erhöhen und soziale Nähe fördert, was wiederum die seelische und körperliche Gesundheit stärken kann. In einem weiteren Kapitel beschreibt der Endokrinologe Charles Raison, dass Mitgefühlstraining eine Reduzierung stressrelevanter Hormone wie Kortisol verursacht. „Ziel unserer Forschung – und dieses Buches – ist es, dem Thema Mitgefühl in unserer Gesellschaft eine größere Aufmerksamkeit zu verschaffen und so die Entwicklung einer solidarischeren und nachhaltigeren Gesellschaft zu unterstützen“, betont Tania Singer.

Darüber hinaus werden wissenschaftlich untersuchte Mitgefühls-Trainingsprogramme zum Teil erstmalig vorgestellt und praktische Erfahrungen mit ihnen in Schulen, Therapie und Sterbebegleitung beschrieben. Dies bietet interessante, lehrreiche, aber auch berührende Einblicke in die Alltagseffekte von Mitgefühlstraining. So geht aus einem Beitrag hervor, dass Mitgefühlstraining im medizinischen Bereich immer wichtiger wird – nicht nur für den Umgang des klinischen Personals mit Schwerkranken oder Sterbenden sondern auch für die Verarbeitung des täglich Erlebten und damit zur Burnout-Prävention bei Ärzten oder Lehrern.

Das Buch präsentiert auch Theorien und Konzepte von Mitgefühl aus verschiedenen Perspektiven. Aus evolutionsbiologischer Sicht stellt sich Mitgefühl als eine in unserem Fürsorgesystem fest verwurzelte Fähigkeit dar. Aus neurowissenschaftlicher Perspektive basiert Mitgefühl auf kognitiven, sozio-affektiven und Aufmerksamkeitsprozessen, denen jeweils spezielle neuronale Netzwerke zugrunde liegen. Auch eine buddhistische Sichtweise fehlt nicht, die uns nahelegt, dass Mitgefühl mit dem Schritt der Ich-Bezogenheit zur Bezogenheit auf andere beginnt.

Entstanden ist das E-Book aus dem Workshop How to Train Compassion, den Singers Abteilung 2011 im Studio des Künstlers Olafur Eliasson in Berlin organisiert hatte. Im Nachklang dieses Workshops entstand die Idee, die diskutierten Themen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen und mit Unterstützung der Max-Planck-Gesellschaft das vorliegende E-Book zu realisieren. Es bietet umfangreiches Video-Material, künstlerische Sound-Collagen von Nathalie Singer sowie beeindruckende Bilder von Olafur Eliasson. Der parallel entstandene Dokumentarfilm Raising Compassion (35 min) von Tania Singer und Olafur Eliasson zeigt einen einzigartigen Austausch zwischen den ganz unterschiedlichen Teilnehmern des Workshops.

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Montag, 18. Juni 2018

[ #medien ] Recherchetool: Lokaljournalismus zwischen Recherche und Regionalstolz


Ein fundiertes Recherchetool von prominenten Autoren und aus der Praxis, das auch für Webjournalisten und die Zivilgesellschaft wichtig sein sollte.

netzwerk recherche. Das netzwerk recherche ist ein eingetragener und als gemeinnützig anerkannter deutscher Verein. Es tritt ein für den in Deutschland vernachlässigten recherchierenden Journalismus. Er vertritt die Interessen jener Kollegen, die oft gegen Widerstände in Verlagen und Sendern intensive Recherche durchsetzen wollen.

Der Verein sieht sich in der Pflicht, wenn Funktionsträger den freien Fluss von Informationen behindern, wenn kein Geld für Recherchen zur Verfügung gestellt wird, wenn Kollegen für korrekte, kritische Arbeit angegriffen oder zum Teil sogar juristisch verfolgt werden.

Zu den zentralen Zielen des netzwerks gehört es zudem, die Aus- und Fortbildung im Bereich Recherche zu verbessern. Hierzu erarbeitet der Verein selbst Konzepte, organisiert Fach- und Jahreskonferenzen sowie Stammtische und kümmert sich um die Vergabe von Recherche-Stipendien.


Lokaljournalismus. Der 23. Band der Reihe nr-Werkstatt dokumentiert die Ergebnisse der Fachkonferenz „Dicht dran – oder mittendrin?“, die das netzwerk recherche in Kooperation mit der Deutschen Journalistenschule und der Süddeutschen Zeitung am 9. und 10. November 2012 in München ausrichtete. Der Band steht als PDF-Download (PDF-Datei, 193 S., 6,2 MB) kostenlos zur Verfügung.

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Lohnt sich ein Download? Ein schneller Blick auf den Inhalt sagt mehr:
  • „Masche für Masche. Thesen zur Lage des Lokaljournalismus”, die satirische Eröffnungsrede der Lokaljournalistin und Dozentin Katrin Kraus. Mit 12 Nadelstichen zur vollen Seite – vom Grinsrüben- zum Tagebuch- und Pappnasenjournalismus. Nachzulesen als Dokumentation und im Wortlaut.
  • Jörg Jung (Böhme-Zeitung), Wolfgang Krach (Süddeutsche Zeitung), Katrin Krauß (Kath. Universität Eichstätt-Ingolstadt), Paul-Josef Raue (Thüringer Allgemeine) und Christoph Reisinger (Stuttgarter Nachrichten) diskutieren über den Stellenwert der Recherche im Lokalen im Beitrag „Kür oder Pflicht – oder gar nicht?”.
  • „Gemeinsam besser? Rechercheteams in Regional- und Lokalmedien.” Einen Einblick in die Arbeit und Entwicklung der Investigativressort und der Zusammenarbeit mit den anderen Abteilungen geben die Rechercheexperten Christine Kröger (Weser-Kurier), Georg Schmolz (MDR), David Schraven (WAZ) und Wolfgang Wiedlich (General-Anzeiger).
  • Über die Beweggründe, die Resonanz und vor allem die Finanzierung ihrer alternativen Zeitungsprojekte erzählen der Stuttgarter Josef-Otto Freudenreich (Kontext Wochenzeitung) und der Basler Urs Buess (TagesWoche) in „Der Preis der Unabhängigkeit. Durch Spenden alternative Zeitungsprojekte finanzieren”.
  • Martin Munz (Bund lesbischer und schwuler JournalistInnen) spricht mit Heidemarie Breer (freie Journalistin), Christina Herz (NDR) und Sven Kneipp (Bürgermeister Merklichen) über die Frage „Warum Schwule und Lesben im Lokalen kaum vorkommen”.
  • Dem Kampf gegen Rechts als journalistischer Auftrag haben sich Robert Andreasch (Aida), Christine Kröger (Weser-Kurier), Hans Leyendecker (Süddeutsche Zeitung), René Wappler (Lausitzer Rundschau) verschrieben. Hier geben sie Einblick in die Recherchen, Beweggründe, (Zusammen-)Arbeit mit staatlichen Institutionen und die Reaktionen der Bevölkerung auf ihre journalistische Arbeit.
  • Städtische Großprojekte als Schmuckstück und Anziehungspunkte – und die Medien als PR-Anhänger oder Spielverderber? Über die Zerrissenheit, Hürden und Fehlentscheidungen journalistischer Begleitung von Großprojekten berichten Uli Adams (Rhein-Zeitung), Josef-Otto Freudenreich (Kontext Wochenzeitung), Joachim Mischke (Hamburger Abendblatt), Jörg Pfisterer (RBB), Wolfgang Wiedlich (General-Anzeiger Bonn).
  • Welchen Wandel, Zwängen, Scheuklappen und Abhängigkeiten der Wirtschaftsjournalismus unterworfen ist, geben Joachim Braun (Nordbayerischer Kurier), Wolfgang Messner (Stuttgarter Zeitung) und Uwe Ritzer (Süddeutsche Zeitung) aus ihrer Sicht im Artikel „Bitte recht freundlich! (Un)abhängige Wirtschaftsberichterstattung” wieder.
  • Die Trümpfe des Lokaljournalismus aufzudecken und sein Ansehen zu erhöhen – das versuchen Martin Kunz (Akademie der Bayerischen Presse), Gerd Penninger (Funkhaus Regensburg), Jörg Sadrozinski (Deutsche Journalistenschule), Christine Schröpf (Mittelbayerische Zeitung) und Johann Stoll (Mindelheimer Zeitung) im Artikel „Das Imageproblem des Lokalen”.
  • „Regionaler Onlinejournalismus als Retter des Lokalen?” – Stefan Aigner (Regensburg-digital), Hardy Prothmann (Heddesheimblog) und Juliane Wiedemeier (Prenzlauer Berg Nachrichten) präsentieren ihre (Erfolgs-)Modelle.
  • Über den tägliche Kampf um Unabhängigkeit im Lokalen und seine speziellen Probleme berichten Renate Angstmann-Koch (Schwäbisches Tagblatt), Joachim Braun (Nordbayerischer Kurier), Christian Krügel (Süddeutsche Zeitung) und Simone Wendler (Lausitzer Rundschau).
  • „Traumatisiert im Rampenlicht. Wie umgehen mit Opfern von Unfällen und Unglücken?” – Peter Zehentner vom Kriseninterventionsteam des ASB München klärt auf.
  • Cordula Nussbaum (Autorin und Coach) gibt Tipps und Tricks zum Problem, „wie man Ordnung ins kreative Chaos bekommt”.
  • „Im Netz ist alles – und nichts. Das Internet für die lokale Recherche nutzen”: Hektar Haarkötter (Macromedia Hochschule), Marcus Lindemann (autorenwerk) und Albrecht Ude (freier Journalist) zur Datenrecherche mit und ohne Google.
  • „Global suchen, lokal finden. Lokale Informationen mit und ohne Google finden” von Hektor Haarkötter – speziell für die nr-Werkstatt die Vertiefung des Vortrags „Im Netz ist alles – und nichts”.
  • „Mehr Freiheit für Reporter? Über die Chancen und Risiken von Regio-Desks” debattieren Paul-Josef Raue (Thüringer Allgemeine), David Schraven (WAZ) und Johannes Ludwig (DokZentrum ansTageslicht.de).
  • „Verhasst und bedroht.” Andreas Becker (Allgemeine Zeitung) , Christine Kröger (Weser-Kurier) und René Wappler (Lausitzer Rundschau) berichten von Drohungen, Erpressungen und Gewalt gegen sie und ihre Redaktionen als Reaktion auf Recherchen und kritische Veröffentlichungen.
  • Formel einer Gewinnergeschichte – oder wie gewinnt man den Wächterpreis der deutschen Tagespresse? Johannes Ludwig vom DokZentrum ans Tageslicht.de analysiert die Siegergeschichten der letzten zehn Jahre.
  • Crossmedialität? Volker Matthies (netzwerk medien-trainer) erklärt die Vorteile und Möglichkeiten der medienübergreifenden Zusammenarbeit.
  • Peter Kveton (Bayerischer Rundfunk) zeigt die rechtlichen Wege auf, „wie man Behörden und kommunale Firmen anzapft”: das Verbraucherinformations-, Umweltinformations-, Informationsfreiheits- und Pressegesetz.
  • „Millionenfalle am Rhein”. Das World Conference Center Bonn beschäftigt Bonn und den Bonner General-Anzeiger seit mehr als drei Jahren. Wolfgang Wiedlich erklärt warum.
  • Wolfgang Kaes (Bonner General-Anzeiger) half dabei, nach 16 Jahren einen Mord aufzuklären – und erhielt dafür den Leuchtturm-Preis für besondere publizistische Leistungen des netzwerk recherche. Die Hintergrundinformationen im Artikel „Aktenzeichen XY gelöst”.
  • Wie der Immobilienkonzern Gagfah mit seinen Mietern umgeht erforschte Lars-Marten Nagel für das Hamburger Abendblatt – nachzulesen im Interview„Dividende statt Instandhaltung. Die Geschäftspraktiken der Gagfah”.
  • Der TSV 1860, die drohende Pleite und ein rätselhafter Investor – eine Geschichte um Fans, Geld und eine investigative Recherche – erzählt von Klaus Ott (Süddeutsche Zeitung).
  • Über den Konflikt, wenn Journalismus und Freundschaft kollidiert, berichtet Helmuth Rücker und Michael Lukaschik (Passauer Neue Presse) in „Der Abschiedsbrief als Exklusiv-Information”.
  • „Reiche Bürger – arme Stadt”: Ingolf Gritschneder (WDR) recherchierte in seiner Heimatstadt Bergisch-Gladbach die Gründe für das geringe Steueraufkommen.
  • Von der Recherche bis zum Europäischen Gerichtshof: „Wie Georg Wellmann den Kölner Esch-Skandal aufdeckte – und 14 Klagen vor Gericht gewann”.
  • Hubschrauber, Autos, Kleidung und Schlagstöcke – Ludwig Kendzia (MDR) berichtet über „die Beschaffungsaffäre der Thüringer Polizei”

Samstag, 16. Juni 2018

[ #EU ] Europa begreifen: Der Wert "Europa"


Auf dem Weg zu einem europäischen Geschichtsbewusstsein. 


Europa  Geschichte. Entgegen einer verbreiteten Mythologie ist Europa erst eine Erfindung der Neuzeit. Die Griechen (von deren Götterwelt "Europa" entlehnt wurde) unterschieden zwischen Griechen und Barbaren. Das Weltreich der Römer erstreckte sich über drei Kontinente (mehr waren damals auch nicht bekannt) und das christliche Europa verstand sich schon als Christentum einerseits universell und trennte gleichzeitig Europa bereits in ein lateinisches (katholisches) und ein byzantinisches (orthodoxes) Christentum. Dazu kam das nichtchristliche Europa, das orientalisch (muslimisch) beeinflusst war und teilweise bis in unsere neueste Zeit, Teile vom "christlichen" Europa "abspaltet". Muss also Europa muss auch angesichts der verhängnisvollen jüngeren Geschichte Europa anders definiert, müssen die Werte Europas destruiert und neu dekliniert werden? Konstruiert erst die jüngere Geschichte den Wert Europa als pluralistische Gesellschaft?


Publikation - Download. Die Beiträge der hier zum Download vorliegenden Publikation sind auf der Grundlage von Referaten entstanden, die im Rahmen des Kolloquiums »European Turn? Auf dem Weg zu einem europäischen Geschichtsbewusstsein« am 29. und 30. März 2007 im Institut für Europäische Geschichte in Mainz gehalten wurden.  Die dort geführten Diskussionen um ein "europäisches Geschichts-Bewusstsein" werfen die Frage nach dem Stellenwert des Europagedankens in der Historiographie und im Geschichtsdenken unterschiedlicher Gruppen auf.  Lassen sich in der Historiographiegeschichte bereits Faktoren ausmachen, die in Richtung eines "europäischen Geschichtsbewusstseins" weisen? Die hier versammelten Beiträge erörtern den Umgang mit dem Wert "Europa" und seine Funktion in verschiedenen Ausdrucks- und Vermittlungsformen von Geschichtsbewusstsein in der Neuzeit.

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Lohnt sich ein Download? Ein Blick auf den Inhalt verrät mehr:
  • Kerstin Armborst / Wolf-Friedrich Schäufele - Vorwort 4–4
  • Heinz Duchhardt  - Zum Geleit 5–6
  • Olaf Asbach  - Der Wert "Europa" – seine Bestandteile, Definitionen und Funktionen (aus politikwissenschaftlicher Sicht) 7–31
  • Peter Krüger -  Der Wert "Europa" – seine Bestandteile, Definitionen und Funktionen (aus geschichtswissenschaftlicher Sicht) 32–45
  • Herbert Uerlings  - "Eine freie Verbindung selbständiger, selbstbestimmter Wesen". 
  • Friedrich von Hardenbergs (Novalis) Europa-Rede  46–59
  • Aram Mattioli - Denkstil "christliches Abendland". Eine Fallstudie zu Gonzague de Reynold 60–75
  • Ulrich Wyrwa - Das Bild von Europa in der jüdischen Geschichtsschreibung des 19. und frühen 20. Jahrhunderts 76–95
  • Matthias Middell - Das Verhältnis von nationaler, transnationaler und europäischer Geschichtsschreibung 96–116
  • Susan Rößner - Nationale Historiographietraditionen als Voraussetzung der Europageschichtsschreibung. Die Whig-Geschichtsschreibung in englischen Europa- und Weltgeschichten der 1920er Jahre 117–127
  • Bernd Schönemann  - Didaktische Varianten der Präsentation europäischer Geschichte im Unterricht 128–138
  • Marie-Louise von Plessen  - Die Idee Europa im Museum 139–151

Montag, 11. Juni 2018

[ #sport ] Doping: "Handbuch für Leistungssportler"


Wussten Sie, dass grundsätzlich jeder Sportler kontrolliert werden kann?

Das Handbuch ist eine Information der NADA (Nationale Anti-Doping Agentur Austria) und richtet sich an die Zielgruppe der Athleten, die für ein Dopingkontrollverfahren in Frage kommen bzw. deren Betreuer. Ziel ist es, Dopingfälle durch Unwissenheit, Fehlverhalten oder Verfahrensfehler zu verhindern. Nur wer über Doping und Dopingkontrollen informiert ist, kann sich an die Anti-Doping Bestimmungen halten.
Service. Dies ist nur der Hinweis auf einen Beitrag eines hier verlinkten Weblogs, einer Website oder eines Downloads. Mehr erfährt man, wenn man den untenstehenden Links folgt! Nütze auch den Link „[Google Search] ⇒ “. Er liefert allenfalls einen aktuelleren Link im Falle einer Verwaisung und/oder auch zusätzliche oder aktuellere Infos!
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Freitag, 25. Mai 2018

[ #commons ] Commons - Neue Perspektiven in der Armutsbekämpfung


Im Mittelpunkt steht hierbei, gemeinsam Ressourcen zu nutzen und zu pflegen, Regeln auszuhandeln, sich die Welt anzueignen, ohne sie in Besitz zu nehmen.

Aufbauend auf den Arbeiten der Wirtschaftsnobelpreisträgerin Elinor Ostrom untersuchen die Autor_innen die Bedeutung der gemeinschaftlichen Organisation von Gemein- und Allmendegütern für gerechtere Gesellschaften, bessere Verteilung und mehr Teilhabe.

Armutsbekämpfung durch Aneignung: „Claim the market! Claim the state!“ Staat wie Markt sollen rückerobert werden. Die Beteiligten organisieren Ressourcen so, dass Ausschlussmechanismen vermieden und die Regeln für die Benutzung miteinander ausverhandelt werden. Die einen engagieren sich, eine neue demokratische Bank zu gründen, die sich an den alten Genossenschaftsbanken orientiert. Andere organisieren sich in Versammlungen, um an der Budgeterstellung in der Gemeinde mitzuwirken. Wieder andere gründen Selbstorganisationen, um ihre Anliegen direkt zu vertreten, erobern öffentlichen Raum zurück und besetzen oder bauen Häuser zur Schaffung alternativen Wohnraums.

Armutsbekämpfung durch Zusammenarbeit und Kooperation. Gebrauchen, Zusammenarbeiten, Teilen und Beitragen sind vier zentrale Prinzipien von Commons. Diese Prinzipien eröffnen auch in der Armutsbekämpfung neue Perspektiven. In diesem Buch werden sowohl die umkämpften Ressourcen und Güter – öffentlicher Raum, Finanzsektor, soziale Dienste, Ernährung – als auch Möglichkeiten und Grenzen der partizipativen Organisation bzw. demokratischer Aushandlungsprozesse beleuchtet.
  • Was braucht es, damit Commons Armut und Ungleichheit wirksam verringern und sozialer Ausgrenzung entgegenwirken? 
  • Wie können Finanzdienstleistungen neu organisiert werden? 
  • Wem gehören soziale Organisationen? 
  • Wie funktionieren Medien auf Commons-Basis? 
  • Wie können demokratische Prozesse verbessert werden?

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Das steht in dem kostenlosen eBook:
Inhalt
Editorial 7
Kapitel I – Was allen gehört
Brigitte Kratzwald: Zukunftsfähiges Wirtschaften jenseits von Markt und Staat 15
Silke Helfrich: Commoning als Strategie der Armutsvermeidung 27
Verena Fabris: Let’s make a Commons World.
Abschlussdiskussion der 9. Armutskonferenz 61
Alban Knecht: Daseinsvorsorge als gemeinschaftliche Aufgabe
Alice B. M. Vadrot, Ronald J. Pohoryles: Ein Blick hinter die Green Economy.
Commons und Nachhaltigkeit 73
Kapitel II – Geld
Karin Küblböck: Das Finanzsystem als öffentliches Gut 93
Martin Schürz: Marginalien zu guten Vermögenden und bösen Reichen 103
Projekte (Peter A. Krobath): Das Ein-Topf-Prinzip 116
 Rasenmähen vs. Haareschneiden 118
Kapitel III – Öffentlicher Raum
Alexander Hamedinger: Das Recht auf die Stadt.
Öffentliche Räume und Mitbestimmung 123
Ferdinand Koller: Unerwünscht. Bettelnde Menschen im öffentlichen Raum 135
Projekte (Peter A. Krobath): Zirkulierende Bücher 146
 Häuser und Boden „freikaufen“ 148
Kapitel IV – Demokratie
Verena Fabris, Martin Schenk: Du bist nicht allein. Commons aus der Sicht
von Menschen mit Armutserfahrungen 153
Michael Wrentschur, Michaela Moser: „Beheben wir den Fehler im System!“
Partizipative Theaterarbeit und mehr 165
Gerd Valchars: Gemeingut Demokratie? 1836
Markus Spitzer, Michaela Moser: Soziokratie. Ein Organisationsmodell für Commoners 195
Philipp Sonderegger: Fünf Kniffe für Schwarm-Campaigner_innen 207
Projekte (Peter A. Krobath): Mehr als ein Unterschlupf 218
 Keimzellen der Basisdemokratie 220
 Sichtbar Werden! 222
 Netzwerk-Allmenden 224
 Es gibt viele Alternativen! 226
Kapitel V – Sozialwirtschaft
Judith Pühringer, Philipp Hammer: Sozialwirtschaft als Alternativwirtschaft?
Soziale Unternehmen, Commons und Solidarische Ökonomie 231
Nikolaus Dimmel, Katharina Meichenitsch: Social Entrepreneurs.
Profit in der Sozialwirtschaft 239
Projekte (Peter A. Krobath): Kost nix! Gratis! Geschenkt! 256
 Die Zweirad-Bewegung 258
 Offene Werkstätten, auch am Land 260
Kapitel VI – Gesundheit und Ernährung
Ulrike Papouschek: Gesundheit als öffentliches Gut 265
Irmi Salzer: Gutes Essen für alle! Keine Ernährungssouveränität ohne Commons 279
Projekte (Peter A. Krobath): Die Arche fährt nicht allein 288
 Neue Schatzkarten 290
 Wir geben euch Geld, damit ihr gut produzieren könnt 292
Autor_innen-Verzeichnis 295

Donnerstag, 24. Mai 2018

[ #mehr-demokratie ] Die Zukunft gemeinsam gestalten: Handbuch Öffentlichkeitsbeteiligung


Im Handbuch, das vom BMLFUW und der ÖGUT in Zusammenarbeit mit dem Büro Arbter und dem Österreichischen Ökologie Institut sowie mit inhaltlicher Unterstützung der Strategiegruppe Partizipation erstellt wurde, findet man Hinweise zum Gelingen von Öffentlichkeitsbeteiligung, zu notwendigen Rahmenbedingungen, zu erwartenden Kosten und erfolgreichen Praxisbeispielen.

Die Beteiligung von interessierten BürgerInnen und Interessensgruppen am politischen Entscheidungsprozess ist ein wesentliches Kennzeichen einer modernen Verwaltung und eine wichtige Voraussetzung einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Entwicklung

Durch eine verstärkte Beteiligung der Öffentlichkeit wird die Chance erhöht, ausgewogene und konsensuale Lösungen zu entwickelnÖffentlichkeitsbeteiligung kann die Qualität von Entscheidungen und deren Akzeptanz verbessern, weil das Wissen vieler Betroffener und Interessierter einfließt und das Vertrauen in demokratische Entscheidungsfindung und damit letztlich in die Politik gestärkt werden

Wie jedoch kann die Beteiligung der Öffentlichkeit gelingen? Welche Rahmenbedingungen sind erforderlich? Welche Kosten sind damit verbunden und welche Anwendungsbeispiele gibt es in Österreich?

Eine Antwort darauf gibt das Handbuch Öffentlichkeitsbeteiligung. Es erläutert, was Öffentlichkeitsbeteiligung ist und wie sie gelingt:

  • Eine Vielzahl von Beispielen aus der Praxis zeigt, wie durch die Beteiligung von BürgerInnen sowie weiterer AkteurInnengruppen konstruktive und vor allem tragfähige Lösungen gefunden werden können
  • Ein Überblick über Beteiligungsmethoden, Checklisten zu den wichtigsten Schritten im Ablauf von Beteiligungsprozessen, Hinweise zu Finanzierung und Öffentlichkeitsarbeit sowie Literatur- und Internet-Tipps stellen darüber hinaus wichtige Hilfen bei der praktischen Durchführung von Beteiligungsprozessen dar.

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Lohnt sich ein Download? Ein schneller Blick auf den Inhalt sagt mehr:

Inhalt
Sich beteiligen heißt die Zukunft mitgestalten 5
Öffentlichkeitsbeteiligung – was ist das? 6
Wie Öffentlichkeitsbeteiligung beginnt 14
Wie Öffentlichkeitsbeteiligung gelingt 18
Praxisbeispiele aus Österreich 22
• Skaterpark Am Schöpfwerk,Wien 23
• Mediationsverfahren Natura 2000 Verwall im Montafon 24
• Leitbildentwicklung für die Flusslandschaft der Möll26
• Lebenswert Wohnen – Schwerpunkt im Rahmen des Grazer EU-LIFE Projektes G.O.A.L 28
• Planungszelle Obere Neutorgasse, Graz 30
• Jugenddeklaration zur Nachhaltigen Entwicklung der Bodenseeregion 32
• Lokaler Aktionsplan für Beschäftigung und Bildung (LABB) Munderfing 34
• Regionalcluster Hartberg – Entwicklung eines regionalen Wirtschaftsraumes 36
• „Nachhaltige Verwaltung“ Bezirkshauptmannschaft Kirchdorf/Krems 38
• Gemeinden mobil – Nachhaltige Mobilität – Mikronetzwerk Rheintal 40
• Lokale Agenda 21 Alsergrund – Verkehrsberuhigung im Grätzel Himmelpfortgrund,Wien42
• Offener Planungsprozess für die 2.Tunnelröhre der A10 Tauernautobahn 43
• Strategische Umweltprüfung (SUP) zum Wiener Abfallwirtschaftsplan  44
• Verschiedene Herkunft – Gemeinsame Zukunft – „Integrationsleitbild der Stadt Krems“ 46
Öffentlichkeitsbeteiligung – auch eine Zukunftsaufgabe 47
Praxismaterial 50
• Nutzen der Öffentlichkeitsbeteiligung – Argumente für verschiedene AkteurInnengruppen  50
• Initiierung von Beteiligungsprozessen – Checkliste 53
• Vorbereitung von Beteiligungsprozessen – Checkliste54
• Durchführung von Beteiligungsprozessen – Checkliste 55
• Öffentlichkeitsarbeit in Beteiligungsprozessen – Checkliste  56
• Finanzierung von Beteiligungsprozessen –
Übersicht über regionale, nationale und EU-Förderungen 57
Methoden 58
Glossar 62
Literatur, Internet-Adressen 63
AutorInnenverzeichnis, Dank 64

Donnerstag, 17. Mai 2018

[ #wirtschaft ] Kritik der grünen Ökonomie - Impulse für eine sozial und ökologisch gerechte Zukunft


Seit der ersten UN-Konferenz zu Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio haben sich alle wichtigen ökologischen Trends verschlechtert. Politik und Wirtschaft lassen sich bis heute bei ihren Entscheidungen kaum durch Klimawandel, Biodiversitätsverlust oder Ressourcenknappheit beeinflussen. 

Die Idee des ungehinderten Wachstums als Weg aus der Armut sowie der Wirtschafts- und Finanzkrise bleibt weitgehend unangefochten und findet aktuell ihren Ausdruck in einer grünen Ökonomie. Doch nicht alles, was „grün“ und effizient ist, ist auch ökologisch tragfähig und sozial gerecht. Dieser Essay skizziert eine Politik des Weniger, einen Wohlstand mit Maß, damit die Ressourcen und die Atmosphäre für alle Menschen auf der Erde reichen und ein Leben in Würde und ohne Not möglich machen.

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Was darf ich von diesem Download erwarten? Ein schneller Blick auf den Inhalt sagt mehr:

Vorwort  7
Brasilien – ein Schwellenland zwischen Reichtum und Raubbau  9
Der Untergang des Neoliberalismus und die prekäre Konsolidierung  9
Das lateinamerikanische Wunder  10
Ressourcenboom – die Basis des Erfolgs  11
Immer wieder Amazonien  12
Von Rio nach Rio  15
Steckengebliebene Vereinbarungen  15
Veränderte Interessen- und Machtkonstellationen  16
Verfehlter Entwicklungsglaube  17
Flucht aus der Verantwortung  18
Der ökologische Preis der Globalisierung  19
Der Traum von der Trendumkehr  21
Grüne Ökonomie – das neue Versprechen?  22
Grüne Ökonomie laut UNEP  23
Monetarisierung der Natur – Ausweg aus der Ökosystemkrise?  24
Grünes Wachstum laut OECD  26
Bioökonomie – der Aufstieg der Bio-Master  28
Technologie und Effizienz als Allheilmittel  30
Ein weißer Fleck: die Menschenrechte  33
Konturen einer maßvollen Wirtschaft  35
Ökonomie des Genug  36
Social commons als Wirtschaftsfaktor  38
Wohlstand in Vielfalt  42
Literatur  47