Sonntag, 21. Mai 2017

[ #urbanität ] Stadtnatur I: Vorarlbergs suburbane Kulturlandschaft


Stadt wird insbesondere in den Ballungszentren als das ausgesprochene Gegenteil von Natur verstanden und schon gar nicht als Landschaft.

Selbst in der "Gartenstadt" Dornbirn ist man geneigt, Landschaft lediglich als zersiedeltes Gebilde, allenfalls als Flecken- und Flickwerk von Natur wahrzunehmen. Tatsächlich sind viele planerischen Entscheidungen häufig architektonische Einzelentscheidungen und und Denkmalschutzobjekte Insellösungen. Grünanlagen eher verlegener Christbaumschmuck denn bewusste Integration in eine urbane Kulturlandschaft, die einen ganz anderen Bedarf an Natur und Verständnis von Natur haben muss als er in den allseits gegenwärtigen Blumentrögen zum Ausdruck kommt.

Darüber lohnte es sich auch im weitgehend urbanen Vorarlberger Rheintal über die Gemeindegemarkungen hinaus nachzudenken und dann auch gemeinsam zu handeln. In Wirklichkeit ist das Vorarlberger Rheintal ja längst eine einzige - freilich vergleichsweise junge - Stadt. Und eben weil sie erst eine in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zusammengewachsene Stadt mit vielen einzelnen lokalen Autoritäten und konkurrierenden Zielvorstellungen ist, kann sie noch nicht das sein, was eine urbane Kulturlandschaft ausmacht, bleibt sie insgesamt ein suburbanes Konglomerat.

Denkanstöße. Hier findet man einen Download, eine hervorragende und materialreiche Dokumentation einer internationalen Tagung zur Gefährdung historischer urbaner Kulturlandschaften und zu den Möglichkeiten ihrer Bewahrung für die kommunale und regionale Entwicklung. Die dort gegenständlichen urbanen Kulturobjekte sind zwar vorwiegend "Geschichte" vergleichsweise "alter" Kultur- und Bevölkerungsagglomerationen, aber auch hier kann man aus der Geschichte eben eines, nämlich lernen.

[ #forumROMANum ]

[ #klima ] Klimakrieg: EuTRACE positioniert sich an der Wetterfront

Unter dem Begriff Climate Engineering (CE) werden großtechnische Maßnahmen zusammengefasst, die gezielt dazu eingesetzt werden können, die atmosphärische CO2-Konzentration abzusenken oder die einfallende Sonnenstrahlung abzuschwächen. 

Climate Engineering (CE) hat in den letzten Jahren an wissenschaftlicher, politischer, kommerzieller und öffentlicher Beachtung als ein mögliches Gegenstück zur Abschwächung des Klimawandels rasant gewonnen. Die ersten nationalen und internationalen Studien zu CE wurden bereits veröffentlicht.

"Ein deutlicher europäischer Standpunkt, besonders in Hinsicht auf die EU und wie CE zu den ehrgeizigen Klimazielen passt fehlt jedoch aktuell", kritisieren die Proponennten. Das Projekt „European Transdisciplinary Assessment of Climate Engineering“ (EuTRACE) wurde nach deren Bekunden initiiert, um diese Lücke zu schließen.

Ziel des Projektes soll sein:
  • die Potentiale, Risiken & Unsicherheiten sowie die Tragweite von Climate Engineering abzuschätzen und Kriterien zu entwickeln, die als Entscheidungshilfe hinsichtlich der Anwendung verschiedener CE-Optionen, beitragen;
  • einen Dialog mit der Öffentlichkeit, politischen Entscheidungsträgern und anderen civil society stakeholders zu initiieren, um Bedenken und Perspektiven anzusprechen und sie angemessen in die Bewertung einzubeziehen;
  • politische Möglichkeiten und Wege der EU sowie die Herausforderungen, die CE darstellt, aufzuzeigen;
  • die wichtigsten Wissenslücken im gegenwärtigen Verständnis von CE zu identifizieren.
Österreich. EuTRACE vereint vierzehn Partnerorganisationen von Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Österreich und Norwegen. Österreichischerseits ist die Grazer Universität beteiligt. EuTRACE ist auch ein Coordination and Support Action-Projekt, finanziert durch die Europäische Kommission innerhalb des Siebten Rahmen Programms (FP7).

Bürgerkritik. Das Projekt hat unter Europas umweltbewussten Bürgern aber auch Kritiker. Sie fürchten um den "sauberen Himmel", wenn durch Climate Engineering etwa künstliche Wolken erzeugt werden um die Erde - zumindest Teile davon - zu beschatten. Sie fürchten auch die Patente, die damit zwangsläufig auftauchen werden und die (künstliche) Natur möglicherweise lizenzpflichtig macht.

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Montag, 8. Mai 2017

[ #bildung ] Kompetenz im Umgang mit Vorurteilen - Ein vorurteilssensibler Lehrbehelf

Leitideen und konkrete Anregungen für die Unterrichtspraxis einer vorurteilssensiblen Schule -Lehrbehelf und Materialien für die 5. - 9. Schulstufe.

Das Sir Peter Ustinov Institut hat in Zusammenarbeit mit dem Demokratiezentrum und mit der Unterstützung des Vereins Respekt.net diesen Arbeitsbehelf für Lehrkräfte an Wiener AHS-Unterstufen, Mittelschulen und Hauptschulen erarbeitet, der vorurteilsbewusste Bildungsarbeit unterstützt und ermöglichen soll. Er setzt sich aus theoretischen Ansätzen zur Problemlösung, Leitideen für eine vorurteilssensible Schule und konkreten Anregungen für die Unterrichtspraxis in Form von Unterrichtsbeispielen zusammen. Der Unterrichtsbehelf wurde von renommierten LehrerInnen und FachwissenschaftlerInnen erarbeitet.
Vorarlberger-Bloghaus-Service. Dies ist nur der Hinweis auf einen Beitrag eines hier verlinkten Weblogs, einer Website oder eines Downloads. Mehr erfährt man, wenn man den untenstehenden Links folgt! Nütze auch den Link „[Google Search] ⇒ “. Er liefert allenfalls einen aktuelleren Link im Falle einer Verwaisung und/oder auch zusätzliche oder aktuellere Infos!
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Freitag, 5. Mai 2017

[ #landwirtschaft ] Datenbank zur Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen in der EU

Ohne Zulassung darf in der EU und damit auch in Österreich kein gentechnisch veränderter Organismus (GVO) in Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion verwendet werden: Weder gentechnisch verändertes (GV) Saatgut für landwirtschaftliche Nutzpflanzen, noch die GV Lebens- und Futtermittel, die daraus hergestellt werden. Seit 2004 ist in der EU ein überarbeitetes Rechtssystem in Kraft. Es gilt gleichermaßen in allen EU-Mitgliedstaaten.

Datenbank. Die Datenbank gibt einen Überblick über die Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen in der EU. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Risikobewertung durch die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA. Zu jeder in der Datenbank erfassten Pflanze gibt es eine Zusammenfassung und eine Übersicht über die derzeit bekannten Risiken. Diese werden in Hinblick auf Lücken in der Bewertung durch die EFSA erläutert.

Die EU-Verordnungen 178/2002 und 1829/2003 sowie die Richtlinie 2001/18 messen dem Schutz von Umwelt und Verbrauchern eine große Bedeutung bei. Die Datenbank PlantGeneRisk soll dazu beitragen, dass diese gesetzlichen Vorgaben bei der Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen stärker berücksichtigt werden.

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Donnerstag, 27. April 2017

[ #jugendarbeit ] Globalize Me - Globales Lernen in der Offenen Jugendarbeit

Das Leben in einer globalisierten Welt will gelernt sein, denn niemand wird als „Weltbürger/in“ geboren.

 Dennoch spielen Effekte der Globalisierung in unser aller Leben eine zunehmende Rolle. Sei es die Begegnung mit (zunächst) Fremden, die zu uns gekommen sind, die vielfältigen Möglichkeiten sich selbst in der Welt zu verorten, der Konsum „globaler“ Produkte und seine Folgen hier und anderswo oder der Umgang Wissen und Nichtwissen mit einer komplexer werdenden Welt. Globales Lernen greift diese Themen auf und befähigt Jugendliche zum besseren Umgang damit. Ziel ist zum einen, eine Orientierung im eigenen Leben zu finden, zum anderen eine Vision und praktische Möglichkeiten zu einer humanen und nachhaltigen Gestaltung der Welt zu entwickeln.


Die „Globalize Me Methodenbox“ enthält Methoden und Materialien des Globalen Lernens speziell zum Einsatz in offenen Settings. Sie umfasst die Module „Die Welt“, „Wasser“, Essen“, „Textilien“ und „Fußball“. Mit Hilfe der Box können Mitarbeiter/-innen von Jugendclubs oder Ehrenamtliche schnell und ohne viel Aufwand Aktionen zu globalen Themen vorbereiten und anbieten. Die Methoden sind lebensweltnah, spielerisch und oft produktorientiert. Sie wurden in Jugendeinrichtungen entwickelt und erprobt. Der Box liegt ein detailliertes Begleitheft bei, das zur selbständigen Anwendung befähigt.

Die Box hat die Maße 60 x 40 x 32 cm und kann in der BRD per Post versandt bzw. bei arche noVa e.V. in Dresden abgeholt werden. Leihdauer: 4 Wochen, in Absprache länger. Kosten: 50,- Euro pro Leihe.

Das detailierte Begleitheft kann jedoch kostenfrei heruntergeladen werden und liefert auch ganz ohne die wertvolle Methodenbox handfeste Anleitungen, die auch mit ein bisschen Fantasie, Inspiration und Engagement in der Offenen Jugendarbeit ähnlich realisiert werden können. Oder auch nur Anregung für weitere Projekte ... .

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Dienstag, 25. April 2017

[ #kommunalpolitik ] Strategische Öffentlichkeitsarbeit für die Kommunalpolitik

Vertrauen wird auch über eine gelungene Kommunikation der PolitikerInnen mit den Bürgerinnen und Bürgern hergestellt. Man kann nicht nicht kommunizieren (Watzlawick), aber man kann recht mangelhaft kommunizieren.

Öffentlichkeitsarbeit wird leider und häufig nur anlassorientiert ausgeführt, es wird auf Ereignisse reagiert. Wer aber nur reagiert, kann nicht aktiv handeln – sondern läuft den politischen Geschehnissen in der Kommune hinterher.

Proaktives Handeln. Der strategische Einsatz von Öffentlichkeitsarbeit bedeutet, ihr eine konzeptionelle Basis zu schaffen, die vor Ort dazu führen kann, vom bloßen Reagieren zum proaktiven Handeln zu kommen. Die Publikation zeigt auf, welche Bausteine für eine übergeordnete Konzeption von Öffentlichkeitsarbeit in der Kommune notwendig sind. Bürger, Zivilgesellschaft, Fraktionen und Parteien lernen, sich bewusst mit der strategischen Ausrichtung ihrer Kommunikationsaktivitäten auseinanderzusetzen. Sie verstehen auch eine strategische Kommunikationsplanung "ihres" Rathauses besser, schauen der PR-Arbeit ihrer Kommunalverwaltung über die Schulter und wissen wie mit ihr umzugehen ist oder sehen auch ihre Mängel und Chancen.

Die FES-Broschüre  Strategische Öffentlichkeitsarbeit für die Kommunalpolitik von René Märtin stellt die Grundsätze einer guten politischen Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation zusammen.

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Was darf ich von diesem Download erwarten?
Inhalt
Vorwort
1. Grundlagen der Öffentlichkeitsarbeit
2. Menschen in der Öffentlichkeitsarbeit: Absender und Adressaten
3. Strategisch arbeiten
Beziehungen aufbauen, gestalten und pflegen
Öffentlichkeitsarbeit versus Werbung
Die Bedeutung von PR für die Kommunalpolitik
Strategische Öffentlichkeitsarbeit – bewusstes Handeln
Die sieben Grundaufgaben der strategischen Öffentlichkeitsarbeit
Instrumente der kommunalpolitischen PR
Verstanden werden
Das Mission Statement als Orientierungshilfe
Visionen formulieren
Kreative Kommunikation – 15 Minuten können eine Welt verändern
Ziele in der strategischen Öffentlichkeitsarbeit
Mit dem Zieldreieck Ziele entwickeln
Bürgerinnen und Bürger zu Dialogpartnern machen
Soziale und Politische Milieus
Wer definiert, was »oben« ist?
Welche »Stakeholder« haben Ansprüche an unser Thema?
Ängste, Stimmungen und Konflikte in der Kommune
Welche Beziehungen müssen permanent gepflegt werden?
Menschen als Absender – Personen, Potenziale und Performance
Image und Profil
Erfolge kommunizieren
Glaubwürdigkeit
Emotionale Identifikation
Werte kommunizieren
Die kommunalpolitische PR-Strategie
SWOT-Analyse
Das Nutzenmodell
Positionierung: Wo stehen wir, wo die anderen?
Mit den richtigen Themen arbeiten
Gewinnerthemen
Themen setzen
Redaktionspläne
4. Mit den Medien arbeiten
Öffentlichkeitsarbeit als Medienarbeit
Journalisten
Journalistisch arbeiten
Von Pressemitteilung bis Interview
Checkliste Pressearbeit
5. Aktionen und Kampagnen
Aktionen
Die Planung von Aktionen
Kampagnen
6. Anhang
Glossar
Literaturhinweise
Linkempfehlungen 

[SozialesLeid⇔SozialesLied] Bundeslied des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins: Bet und arbeit ...

Seit den 1860er Jahren unterstützte Georg Herwegh zunächst den von Ferdinand Lassalle gegründeten Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein und ab 1869 den linken Flügel der deutschen Arbeiterbewegung, die von Bebel und Liebknecht gegründete Sozialdemokratische Arbeiterpartei.

Als am 23. Mai 1863 der Allgemeine Deutsche Arbeiterverein (ADAV) gegründet und Ferdinand Lasalle zum ersten Präsidenten gewählt wurde, bat er den Dichter Georg Herwegh um ein "kämpferisches und zugkräftiges" Bundeslied.



Es ist das erste Lied der politisch organisierten deutschen Arbeiterbewegung! Die Worte Herweghs, des Dichters der 1848er Revolution, wurden mehrere Male vertont, unter anderem auch von dem bekannten Dirigenten Hans von Bülow 1863, der die Melodie unter dem Pseudonym "W. Solinger" veröffentlichte. Seine Melodie konnte sich jedoch nie durchsetzen. Meistens wurde es nach der Melodie von "Schleswig Holstein stammverwandt" gesungen.

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