Montag, 28. Dezember 2015

[ #arbeitszeit ] Geschlechtergerechtigkeit erfordert generelle Arbeitszeitverkürzungen

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich ein Familienmodell herausgebildet, das sich durch einen Vollzeit arbeitenden Mann und eine Teilzeit arbeitende Frau auszeichnet. Ein Artikel von Therese Wüthrich aus dem Schweizer Denknetz Jahrbuch 2010.

Die Teilzeitarbeit wurde für Frauen zum Standardrezept, um überhaupt Erwerbs- und Familienarbeit vereinbaren zu können. Mit der offensichtlichen Konsequenz, dass die traditionelle Rollenverteilung zwischen Frauen und Männern weiter zementiert wird. Deshalb ist eine Diskussion für eine andere Arbeitsorganisation und eine neue Zeitpolitik sowie die Überwindung der herkömmlichen Trennung zwischen Erwerbsarbeitszeit und Lebenszeit von grundsätzlicher Bedeutung.
Erwerbsarbeit muss so verstanden und organisiert werden, dass sie nicht vom ›Rest des Lebens‹ isoliert wird, sondern in einem gesellschaftlichen Zusammenhang steht, der Frauen und Männer in gleicher Weise am zivilgesellschaftlichen Leben teilhaben lässt.


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