Samstag, 15. August 2015

[ #mehr-demokratie ] Die SCHWEIZ - Ein europäisches Politikmodell?

... gewiss, dass frei nur ist, wer seine Freiheit gebraucht, und dass die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen, ... "
(aus der Präambel der Schweizer Bundesversammlung)

Die Schweiz liegt im Zentrum Europas. Und wenn sie auch nicht Mitglied der Europäischen Union ist, so ist sie doch ein ständiges Modell für europäische Politik. Sie ist eine Willensnation, gebildet von mehreren Volksgruppen mit verschiedenen Sprachen und Religionen. Seit 1848 ist sie ein Bundesstaat, nach den Vereinigten Staaten von Amerika, der zweitälteste. Der staatliche Aufbau der Schweiz ist föderalistisch und gliedert sich in die drei politischen Ebenen 2495 Gemeinden, 26 Kantonen und dem Bund.

Der Start. 1291 erneuern Uri, Schwyz und Unterwalden – laut Überlieferung Anfang August – ihren Bund zur Wahrung des Landesfriedens. Im Lauf der folgenden Jahrhunderte verbünden sich weitere Städte- und Länderorte mit dieser "Eidgenossenschaft".

Frieden dank direkter Demokratie. Die Bundesverfassung von 1848 war die erste Verfassung der Eidgenossenschaft, die sich das Schweizer Volk selbst gab; sie machte, weil die Revolutionen in den Nachbarländern scheiterten, die Schweiz für die 2. Hälfte des 19. Jh. zur demokratischen und republikanischen Insel inmitten der Monarchien Europas. Da die Bundesverfassung in einem Bürgerkrieg wurzelte, stand ihr das in diesem unterlegene katholisch-konservative Lager anfänglich ablehnend gegenüber. Erst die Verfassungsrevision von 1874, welche den Übergang von einer repräsentativen zu einer halbdirekten Demokratie einleitete, ermöglichte die Aussöhnung der katholischen Konservativen mit dem liberalen Bundesstaat.

1999 nahmen das Schweizer Volk und die Stände schliesslich die heute gültige Bundesverfassung an.

Doch was wissen wir wirklich über unseren Nachbarn Schweiz? Drei Broschüren stehen u.a. online und kostenlos als Hilfe zur Verfügug.

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